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Zink kann Sie vor schadstoffbedingtem Prostatakrebs schützen

von unserer Amerika-Korrespondentin Jenny Thompson

Lieber Leser,

setzen Sie Ihre Prostata zu viel Kadmium aus und Sie bekommen ein ernstes Problem.

Kadmium ist ein giftiges Schwermetall, das irgendwie seinen Weg in jeden Körper findet. Raucher nehmen ihre tägliche Dosis zu sich, genau so wie Passivraucher. Es ist auch ein Schwermetall, das die Umwelt verschmutzt, von verschiedenen Industriebetrieben in die Luft gepumpt wird und beim Verbrennen von Kohle und Abfall entsteht. Wird es einmal in die Luft freigesetzt, kann Kadmium lange Wegstrecken zurücklegen, gelangt dabei in die Erde oder ins Wasser. Das Ergebnis: Wenn Sie Fisch, vor allem Schellfisch essen oder auch Gemüse, nehmen Sie häufig ein kleines bisschen Kadmium zu sich.

Und es wird schlimmer. Kadmium bleibt eine lange Zeit im menschlichen Körper und kann sich hier immer weiter ansammeln. Keine rosigen Aussichten, vor allem nicht für Männer, denn Kadmium steht im Verdacht, Prostatakrebs zu verursachen. Aber geben Sie ein bisschen Zink hinzu und Sie können alles verändern.

Um die Hypothese zu testen, dass Zink die Prostata vor kadmiumbedingtem Krebs schützen kann, sammelten die Wissenschaftler des University of Rochester Medical Center Daten der National Health and Nutrition Examination Survey aus dem Jahr 2001/2002. Mehr als 1.300 Männer, die an dieser Studie teilnahmen, wurden einem PSA-Test unterzogen. Dies ist ein Marker, der erhöht ist, wenn Prostatakrebs vorliegt. Wir wissen heute, dass PSA nicht unbedingt ein sicherer Marker ist, aber ein hoher Wert ist immer ein Warnsignal.

Die Forscher fanden immerhin 422 Männer, deren PSA-Wert untersucht wurde und auf die zwei Kriterien zutrafen: Es wurde die Kadmiumkonzentration im Urin gemessen und es war festgehalten worden, wie viel Zink die Männer zu sich nahmen.

Die Analysen ergaben, dass die PSA-Werte bei denjenigen deutlich höher waren, die überdurchschnittlich hohe Kadmiumwerte aufwiesen und weniger Zink als der Durchschnitt zu sich nahmen.

Aber Sie brauchen keine Prostata, um von Zink zu profitieren. Die Forscher stellten fest, dass Zink dem Körper hilft, ein Protein zu produzieren, dass Kadmium bindet und so hilft, das Gift auszuschleusen. Zudem verbessert Zink Ihr Immunsystem, hilft beim Ausbessern von verletztem Gewebe und ist ein Schlüsselelement, das für die DNA-Reproduktion und Reparatur gebraucht wird.

In der Nahrung finden Sie Zink in rotem Fleisch, Bohnen, Nüssen, Vollkorn- und Milchprodukten. Ironischerweise ist die beste Zinkquelle, die Auster, gleichzeitig eine Kadmiumquelle.

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