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Zink – ein Schutzschild gegen Augenerkrankungen

von unserer Amerika-Korrespondentin Jenny Thompson

Sicherlich wissen Sie von den Nutzen, den Ihnen Zink bringen kann, wenn Sie es Ihrer täglichen Ernährung hinzuzufügen. Jetzt zeigt eine neue Studie, dass Zink helfen kann, sich die Sehkraft zu bewahren, indem es Schutz vor einer Augenkrankheit bietet.

Die Retina vom Auge erhält und verarbeitet Licht mit den Photorezeptoren. Wenn diese Zellen degenerieren, geht die Sehkraft nach und nach verloren. Und das ist genau das, was bei einer ererbten Krankheit, bekannt als Retinitis Pigmentosa (RP) geschieht. Forscher haben mehr als 100 Gene identifiziert, die mit RP verbundene Mutationen tragen können.

Eine neue Laborstudie aus der Medical School Dartmouth prüfte die Rolle, die Zinkmangel bei Nachtblindheit und Netzhautfunktionsstörungen spielt, die von Genmutation verursacht werden. Wie in der Zeitschrift "Biological Chemistry" berichtet wurde, lag die Aufmerksamkeit auf Rhodopsin, einem Eiweiß im Auge, das bestimmte Zinklevel benötigt, um normal zu funktionieren. Die Dartmouth-Forscher identifizierten eine "Stelle zur Zinkkoordination" innerhalb des Rhodopsins.

Sie stellten fest, dass, wenn diese Stelle von Genmutationen betroffen ist, das Zink daran gehindert wird, sich an das Eiweiß zu binden und den Startschuss für Entwicklung von RP gibt. Dr. John Hwa, einer der Autoren der Studie, sagte, dass seine Studie zeigt, wie Rhodopsin anormal funktioniert, wenn der Koordinierungsstelle Zink, entweder durch eine Genmutation oder durch Zinkmangel, geraubt wird. Wenn dies auftritt, degeneriert die Retina, gefolgt von Nachtblindheit, der Verminderung von peripherem Sehen und schließlich Blindheit.

Dr. Hwa bemerkt, dass weitere Studien gebraucht werden, um genau zu bestimmen, wie viel Zinkeinnahme nötig ist, um den Rhodopsin-Defekt zu verhindern, der zu RP führt.

Obwohl wir nicht genau wissen können, wie viel Zink die Gefahr von RP ausgleichen könnte, wissen wir, dass 80 mg des Zinks täglich hilft, das Sehvermögen im Allgemeinen zu verbessern, und dass diese Menge auch das Risiko altersgebundener Makula-Degeneration (AMD) reduziert.

Es gibt eine klinische Studie der altersgebundenen Augenerkrankungen (AREDS), vom nationalen Augeninstitut gefördert. Für mehr als acht Jahre untersuchten Forscher fast 3.600 Teilnehmer zwischen 55 und 80 Jahren, um die Wirkungen auf AMD zu prüfen, die Nahrungsergänzungen mit Antioxidantien haben.

Die Ergebnisse: Hohes Zinkniveau und hohes Niveau von Antioxidantien reduzierten das Risiko von AMD bedeutend und dieselben Ergänzungen (wenn sie in den frühen Stufen von AMD eingesetzt werden) können den Sehverlust auch bedeutend hemmen, der normalerweise von fortgeschrittener AMD verursacht würde.

Das AREDS Team empfahl, dass diejenigen, die ein hohes Risiko haben, AMD zu entwickeln, ihre Nahrung folgendermaßen ergänzen sollten:

  • Zink: 80 mg
  • Vitamin C: 500 mg
  • Vitamin E: 400 IU
  • Beta-Carotin: 15 mg

Diejenigen, die ein Nahrungsergänzungsmittel mit Zink zu sich nehmen, sollten auch ein bisschen Kupfer zuführen, da Zink ein Kupfer-Defizit verursachen kann und umgekehrt.

Zinkergänzungen sollten normalerweise von einem kleinen Maß an Kupfer, 1-2 mg Tagesdosis, ausgeglichen werden. Glücklicherweise liefern viele Multivitaminpräparate schon eine niedrige Dosis von Kupfer, die das notwendige Zink-/Kupferverhältnis erhält.

Wie die Dartmouth, das AREDS und die anderen Studien gezeigt haben, ist Zink ein unentbehrlicher Nährstoff für die Sehgesundheit. Aber zusätzlich zu dem Erhalt guter Sehkraft ist Zink auch nachgewiesenermaßen verantwortlich, mehrere andere Schlüsselnutzen wie Verbesserung des Immunsystems, Hilfe bei der Reparatur an beschädigten Geweben zu liefern. Zink ist auch einer der für DNS-Vervielfältigung und Reparatur erforderlichen Schlüsselnährstoffe.

Um Ihrer Diät mehr Zink hinzuzufügen, ist alles, das Sie tun müssen, die Aufnahme der Nahrung zu erhöhen, die den höchsten Zinkgehalt hat: Austern. Aber, wenn Austern nicht Ihr Geschmack sind, dann liefern Rindfleisch, Geflügel, Bohnen, Nüsse, Vollkörner und Molkereiprodukte auch Zink. Zink wird übrigens im Allgemeinen am besten absorbiert, wenn die Ernährung viel tierisches Eiweiß liefert.

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