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Zink: Die Wirkungen des gesunden Spurenelements

Zink ist ein Mineral, das zu den Metallen gehört. Es hat das Elementsymbol Zn. Zink kommt in der Erdkruste häufig vor, wenn auch selten in Reinform, sondern gebunden in Erze. In Deutschland finden sich große Zinklagerstätten, beispielsweise im Rheinland und im Sauerland.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Zink: Was ist das überhaupt?
  2. So wirkt der Mineralstoff im Körper
  3. Zinkmangel: Erkennen und gegensteuern

Zink© Adobe Stock

Zink: Was ist das überhaupt?

Zink gehört zu den Spurenelementen, die für den menschlichen Stoffwechsel unerlässlich sind. Es ist Bestandteil vieler Enzyme, die sich unter anderem am Abbau von Lipiden, Kohlenhydraten und Proteinen beteiligen. Es wirkt darüber hinaus beim Zellwachstum mit und hilft beim Aufbau der Erbsubstanz. Zink beeinflusst Haut, Haare, den Säure-Basen-Haushalt, das Immunsystem, das Sehvermögen, den Hormonhaushalt sowie den Geschmackssinn. Studien deuten darauf hin, dass eine optimale Versorgung von Kindern mit Zink Konzentration und Gedächtnisleistung verbessert und somit zu einer Leistungssteigerung führt. Das Spurenelement kann auch als Arzneimittel verwendet werden. Zinksalben lindern Ekzeme und fördern die Wundheilung.

Der menschliche Körper legt keine Zinkdepots an. Er ist darum auf eine regelmäßige Versorgung angewiesen. Bei einer Mangelversorgung kommt es zu Haarausfall, trockener Haut, Müdigkeit, brüchigen Nägeln, Gewichtsverlust, Depressionen,verzögerter Wundheilung und Hautreaktionen. Da Zink hilft, den Hormonhaushalt auszubalancieren, beeinflusst dies auch die Keimdrüsen. Auch Depressionen, Konzentrationsstörungen und Lernschwächen beobachtete man als Folge von Zinkmangel.

Zinkhaltige Lebensmittel

Die WHO empfiehlt für erwachsene Männer eine Tagedosis von 15 mg Zink, für erwachsene Frauen eine Tagesdosis von 12 mg, für Kinder 10 mg und für Säuglinge 5 mg. Mehr als 100 mg sollten nicht eingenommen werden, bei einer Einnahme von 200 mg kann es zu Übelkeit und Durchfällen kommen. Eine Einnahme ab 2 Gramm führt zu akuten Vergiftungserscheinungen.

Zinkpräparate sind erhältlich, der Zinkbedarf deckt sich jedoch in der Regel ohne größere Probleme durch die Nahrung. Es ist in alltäglichen Nahrungsmitteln enthalten. Zu den besonders zinkhaltigen Lebensmitteln zählen unter anderem Austern, Weizenkleie, Käse, Leber, Haferflocken, Kürbiskerne, Rindfleisch, Sonnenblumenkerne, Linsen und Eigelb.

So wirkt der Mineralstoff im Körper

Zink ist wichtig für das Immunsystem. Bisher war es jedoch unklar, ob Sie wirklich mit Zinkpräparaten langfristig Ihre Anfälligkeit für Infektionskrankheiten (z. B. Erkältung, Harnwegsinfekte, Wundinfektionen) senken. Dieser Beweis ist endlich erbracht. Wissenschafter der Wayne-State-Universität in Detroit behandelten 50 Erwachsene ein Jahr lang mit 45 mg Zink (je 3 Kapseln à 15 mg). Eine gleich große Kontrollgruppe erhielt lediglich ein Scheinpräparat (Placebo).

Das Ergebnis der Studie veröffentlichte 2007 die Märzausgabe des American Journal of Clinical Nutrition. Innerhalb des Behandlungsjahres erlitten drei Personen aus der Zink-Gruppe eine Infektion, aber 17 aus der Placebo-Gruppe. Besonders wichtig ist die Einnahme von Zink-Präparaten, wenn Sie älter als 60 Jahre sind. Bei jedem dritten Studienteilnehmer über dieser Altersgrenze wiesen die Wissenschaftler aus Detroit einen Zinkmangel nach.

Für Ihre Wundheilung brauchen Sie Zink

Lokale Antibiotika kommen bei der Wundheilung kaum noch zum Einsatz, da sie die tief in der Wunde sitzenden Keime nicht erreichen und so zur Bildung resistenter Erregerstämme beitragen. Sind Antibiotika zur Behandlung der Wunden nötig, werden sie als Tabletten verordnet. Besser unterstützen Sie die Zellneubildung aber durch eine gezielte Ernährung: Damit all die gestern erwähnten Maßnahmen richtig greifen können, sollten Sie die Wundheilung von innen unterstützen. Einige Vitalstoffe wie Vitamin A und Vitamin C, Folsäure, Selen und Zink haben einen direkten Einfluss auf Ihre Immunabwehr und die Neubildung von Hautzellen.

Besonders ältere Menschen sowie Diabetiker, Nieren- und Leberkranke haben oft einen ausgeprägten Zinkmangel. Auch bestimmte Medikamente wie Antibiotika,  Entwässerungsmittel, Abführmittel oder orale Kontrazeptiva (Pille) stören die Zinkaufnahme. Normalerweise sollten Sie täglich 7 bis 10 mg Zink mit der Nahrung aufnehmen. Zink steckt vor allem in Austern, Haferflocken, Sesam, Kürbiskernen, Leber, Rindfleisch, Hartkäse, Nüssen und Vollkornbrot. Wenn Sie jedoch unter einer Wundheilungsstörung leiden, haben Sie einen erhöhten Zinkbedarf. Dann brauchen Sie ein zusätzliches Zinkpräparat. Lassen Sie im Zweifelsfall Ihren Zinkspiegel vom Arzt bestimmen. Bei Wundheilungsstörungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für diesen Bluttest. Bei einem bestehenden Mangel wird Ihnen Ihr Arzt hochdosierte Monopräparate verschreiben. Diese müssen Sie allerdings aus eigener Tasche bezahlen.

Zinkmangel: Erkennen und gegensteuern

Wenn der Zinkmangel nicht stark ausgeprägt ist, bemerken Sie ihn gar nicht. Ein ausgeprägter Mangel schwächt Ihr Immunsystem, es kommt zu häufigeren Infekten und Wundheilungsstörungen. Weitere Symptome können unter anderem sein:

  • Müdigkeit und Lustlosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Depressionen
  • trockene Haut
  • Haarausfall, brüchiges Haar
  • weiße Flecken auf den Fingernägeln, brüchige Nägel
  • Potenzstörungen
  • trockene Augen, Nachtblindheit
  • Geschmacksstörungen

Schwerste Mangelzustände kommen bei uns praktisch so gut wie nicht vor. Leider gibt es noch keinen befriedigenden Bluttest, um derartige Mangelerscheinungen festzustellen.

Was sind die Ursachen von Zinkmangel?

Ursachen von Zinkmangel können zum Beispiel einseitige Diäten oder stark einseitige Ernährung mit Junk Food sein. Rauchen, regelmäßiger Konsum von Alkohol, Stress oder starkes Schwitzen können ebenso für einen Zinkmangel mitverantwortlich sein.

Während Schwangerschaft und Stillzeit besteht ein erhöhter Bedarf, der gezielt gedeckt werden muss, damit kein Mangel entsteht. Auch Erkrankungen, Infektionen und Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen, können für einen Zinkmangel mitverantwortlich sein.