MenüMenü

Warum die DGE-Grenzwerte Ihre Gesundheit gefährden können

Viele Lebensmittel scheinen eine gute Vitaminquelle zu sein. Sicherlich haben Sie schon einmal den Satz gelesen: „Mit nur einer Portion decken Sie die Hälfte des von der DGE empfohlenen Vitamin-C-Bedarfs“. DGE ist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die die empfohlenen Werte für Vitamine in Deutschland zu verantworten hat. Aber was sagt dieser Satz für Sie persönlich aus? Weiß die DGE genau, wie Sie versorgt sind, was Sie täglich leisten und wie viele Vitamine Sie dementsprechend brauchen?

Verlassen Sie sich nicht auf 50 Jahre alte Grenzwerte

Es gibt in Deutschland für jedes Vitamin und für jeden Mineralstoff eine Angabe zum Tagesbedarf. Diese Mengen sind für gesunde Menschen mittleren Alters gedacht, die keinen besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Das Problem dabei: Diese Grenzen wurden in den 1950er Jahren festgesetzt und nur so hoch gewählt, um damals bekannte Mangelkrankheiten zu vermeiden. Dafür wurde analysiert, was der gesunde Mensch, der nicht unter Mangel leidet, alles isst, dann wurden noch einige Milligramm dazu gerechnet. Und so kam es zu den heute immer noch gültigen, aber sehr niedrigen Grenzwerten für Ihren Vitamin-Tagesbedarf. Seitdem sind wir aber mit unseren Forschungen 50 Jahre weiter. Wir wissen heute, was ein Zuwenig an Vitaminen alles anrichten kann. Wussten Sie zum Beispiel, dass 70%aller Krankheiten ernährungsbedingt sind? Schuld ist ein eklatanter Vitaminmangel. Vitamine sind dazu da, die Nährstoffe so umzubauen, dass Ihr Körper sie verwenden kann. Aber sie unterstützen auch das Immunsystem, sind wichtig für den Aufbau von Knochen, Zellen und Blutkörperchen. Fehlen Vitamine, kommt es zunächst nur zu einem leichten Leistungsabfall, den Sie eventuell noch nicht einmal wahrnehmen.

Auf Dauer aber werden Ihre Zellen durch den Vitaminmangel geschädigt. Denn jede Körperzelle ist ein kleines Kraftwerk, eine Fabrik für sich. Sie produziert ständig Stoffe, die Ihr Körper braucht, beispielsweise Eiweißersatzteile und Energie für den Stoffwechsel. All diese Funktionen einer Zelle können aber nur ablaufen, wenn sie durch Vitalstoffe dabei unterstützt wird. Und hierzu gehören auch die 14 Vitamine. Sind sie nicht vorhanden, kommt es zu Störungen innerhalb der Zelle. Und eben diese lösen dann ernsthafte Gesundheitsprobleme aus. Hierzu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Rheuma, Allergien, Grauer Star, aber auch Alzheimer und Parkinson. Im Grunde sind also diese Zivilisationskrankheiten nichts anderes als Mangelfolgeschäden aufgrund einer zu geringen Vitaminversorgung.

Aber auch wenn sich unser heutiges Wissen verändert hat: An den offiziellen Grenzwerten hat sich nichts geändert. Übrigens: Wussten Sie, dass sogar die Affen in amerikanischen Zoos eine Ernährung erhalten, die einen 23-mal höheren Vitamingehalt hat, als ihn die DGE für uns Deutsche vorsieht? Der Grund ist, dass man festgestellt hat, dass die Tiere bei geringerer Vitaminzufuhr sonst Infektionen bekommen und früher sterben.

Verlassen Sie sich daher nie auf die Grenzwerte, die die DGE empfiehlt. Hören Sie besser auf Ihren Körper. Sie fühlen sich schlapp, müde, sind nicht leistungsfähig? Dahinter steckt fast immer ein Vitaminmangel.

Mit dieser Ernährung füllen Sie Ihr Depot randvoll

Bis heute hat die Schulmedizin nur in Ansätzen verstanden, wie wichtig die Vitamine für Ihren Körper sind. Stattdessen erhalten Sie Medikamente gegen Zivilisationskrankheiten, die nur die Ursachen bekämpfen, aber nicht die wirklichen Auslöser. Dagegen ließe sich ohne viel Chemie vorbeugen. Sie brauchen dafür nur eine nährstoffreiche Ernährung, denn diese enthält viele Vitamine. Sie fängt schon beim Brot morgens früh an und hört abends beim Salat auf:

  • Essen Sie volles Korn. In Vollkornprodukten sind die wichtigen B-Vitamine enthalten. Diese steuern Ihren Energiehaushalt, sind an der Funktion von Gehirn, Nerven und Muskeln beteiligt und stärken außerdem noch Ihr Immunsystem. Darüber hinaus enthalten Vollkornprodukte sogenannte Biomoleküle, also Enzyme und Aminosäuren, aber auch Ballaststoffe. Gerade diese Mischung macht Ihren Stoffwechsel fit.
  • Finger weg vom Fett. Fette Nahrung liefert Ihnen keine Vitamine, nur verstecktes Fett. Verzichten Sie daher so weit wie möglich auf fettes Fleisch und Wurst.
  • Essen Sie Obst und Gemüse roh. Es ist eine wahre Vitamin-Fundgrube. Aber Vorsicht, gerade jetzt im Winter werden Obst und Gemüse weit transportiert und lange gelagert. Vitamine gehen so verloren. Wenn Sie Obst und Gemüse essen möchten, das im Moment keine Saison hat, greifen Sie zu Tiefkühlkost. Es enthält immer noch mehr Vitamine als überlagerte Frischware.
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Alte Kommentare
  • Renate Winter schrieb am 14.12.2009, 16:53 Uhr

    Die pauschale Warnung vor Fett ist genauso überholt wie die DGE-Empfehlungen zum Vitaminbedarf! Sie hat leider z.B. dazu geführt, dass die Menschen mit Omega3-Fettsäuren unterversorgt sind. Die pauschale Warnung vor tierischen Fetten hat auch dafür gesorgt, dass gesundheitsbewußte Verbraucher lieber Margarine aus gehärteten Pflanzenfetten essen als Butter. Kleines Beispiel für die Wertlosigkeit von Pauschalurteilen über pflanzliche und tierische Fette: Olivenöl wird wegen seines hohen Gehalts an Ölsäure 76 Prozent allgemein empfohlen. Schmalz dagegen wird verteufelt, dabei enthält z.B. Gänseschmalz 55 Prozent genau dieser Ölsäure! Also bitte Fett immer von Fett unterscheiden. Sehr wertvolle Internetseite dazu: einfach mal oel-wechsel googeln

  • Ingrd Lienig schrieb am 15.12.2009, 08:25 Uhr

    Der Bericht ist intrressant.nur die schreibweise des Landes Philippinen.