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Vitaminpräparate erhöhen Sterberisiko von älteren Frauen

Wissenschaftler der Universität von Ost-Finnland haben einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Vitaminen und höheren Sterberaten bei älteren Frauen beobachtet. Experten vermuten bereits seit einiger Zeit, dass Vitaminpräparate nur dann helfen, wenn einer Person ein bestimmter Nährstoff auch nachgewiesenermaßen wirklich fehlt.

Alle Frauen, deren Daten ausgewertet wurden, waren über 50 bzw. über 60 Jahre alt. Sie waren ganz allgemein gut ernährt, viele entschieden sich jedoch trotzden für Vitaminpräparate. Multivitaminkombinationen, Folsäure, Vitamin B6, Magnesium, Zink, Kupfer und Eisen scheinen der Studie zufolge das Sterberisiko zu erhöhen. Das Team um Jaakko Mursu geht davon aus, dass diese Präparate gekauft werden, ohne dass es Hinweise dafür gibt, dass die Anwender in irgendeiner Form davon profitieren.

Die Forscher betonen jedoch auch, dass ihre Studie auf den Daten von 38.000 Amerikanerinnen beruhe, die sich noch daran erinnern, welche Vitamine und Mineralstoffe sie in den vergangenen 20 Jahren eingenommen haben. Die Erinnerung sei jedoch nicht immer eine verlässliche Quelle. Ebenfalls sei es schwierig, andere Faktoren zu kontrollieren, die die Ergebnisse beeinflusst haben könnten. Die Forschungsergebnisse legten dennoch nahe, dass derartige Nahrungsergänzungsmittel nicht vorsorglich eingenommen werden sollten, sondern nur wenn es eine klare medizinische Indikation gebe.

„Basierend auf dem bekannten Forschungsstand sehen wir nur wenig Berechtigung für den generellen und weit verbreiteten Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln“, so die Forscher. Eisentabletten zum Beispiel verfügen über einen direkten Zusammenhang mit einem geringen, um 2,4 Prozent erhöhten Sterberisiko. Das gleiche gelte für viele andere Präparate. Bei Eisen hing die Erhöhung des Risikos ganz konkret mit der Höhe der Dosierung zusammen. Je mehr eingenommen wurde, desto höher war auch das Risiko. Kalziumpräparate senken das Risiko eher. Auch dieses Ergebnis muss laut den Wissenschaftlern genauer überprüft werden. Sie raten nicht dazu Kalzium einzunehmen, wenn kein nachgewiesener Mangel besteht.

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Alte Kommentare
  • Priwall schrieb am 14.10.2011, 07:30 Uhr

    FInde diesen Artikel gut. Nur habe ich ein Problem, wenn man einen Arzt danach fragt, ob er feststellen kann welches Vitamin bzw, Mineral einem fehlt, ist die Anwort meistens," das kann nicht nachgewiesen werden". So wird der Patient wieder verunsichert.

  • Prof Dr Ernst Liebhart schrieb am 14.10.2011, 09:34 Uhr

    Solche korrelativen "Studien" sagen gar nichts über Kausalzusammenhänge. Beispielsweise kann der ermittelte Unterschied ohne weiteres dadurch zustande kommen, daß jene Frauen, die weniger gesund sind (und daher früher sterben) eben mehr Vitaminpillen schlucken. Außerdem ist längst bekannt, daß die isolierte Einnahme einzelner Nahrungsergänzungsmittel schädlich sein kann. (Es sei denn, man habe sich sehr gut informiert.) Finanziert werden solche Studien durch die Pharmaindustrie: die Leute sollen keine Nahrungsergänzungsmittel (vergleichsweise billig) einnehmen - und schon gar nicht selbständig - sondern lieber die teueren Medikamente (an denen sie noch viel früher sterben). Da geht es allein um den Umsatz der Industrie und auch der Ärzte.

  • elisabeth sieber schrieb am 14.10.2011, 12:14 Uhr

    entschuldigung, aber diesen artikel buche ich ab unter "höherer blödsinn". es gibt wahrscheinlich mehr studien, die das gegenteil aussagen. in der heutigen zeit mit unserer 'industriellen, denaturierten' nahrung, mit unseren schlechten böden / schlechter luft etc. ist die gefahr von zuwenig vitalstoffen wohl erheblich grösser! gerade kürzlich las ich von einer studie die besagt, dass fast 100% (!)der erwachsenen menschen über zu wenig vitamin D verfügt ( zu- wenig bewegung an der sonne, sonnenschutzmittel ( heute leider nötig ) verhindern die bildung von vit.D. durch die haut) etc. magnesium-und B-vitaminemangel kommt sehr oft vor ( auch da gibt es studien! ) ernährungsgesellschaften empfehlen 5 x im tag obst u. gemüse (mind. 100 g) zu essen. wer macht das schon?? hat man bei dieser studie wohl auch gefragt, wer in den vergangenen 20 jahren (!) wieviel antibiotika, hormone, künstl. süsstoffe, glutamat andere medikamente wie cholesterinsenker, blutdruckmittel, etc. etc. eingenommen hat? (man lese bitte die packungsbeilagen unter nebenwirkungen!! ) wurde der allgemeine lebenswandel, schlaf, rauchen etc. etc. auch einbezogen? interessant wäre es, die gleiche studie auch bei männern durchzuführen, die insgesamt wahrscheinlich viel weniger nahrungsergänzungsmittel schlucken. auch ältere männer sterben! ältere frauen auch. was dürfen wir überhaupt noch essen ?? wir leben nicht ewig.

  • Karl Heinz Schätzke schrieb am 14.10.2011, 12:25 Uhr

    Sehr geehrte Frau S.Schneider Mit großem Interesse lese ich schon seit langem ihre interessanten und aufschlussreichen Gesundheitsinformationen. In letzter Zeit wird in den Medien verstärkt auf die Schädlichkeit von Vitaminpräparaten aufmerksam gemacht. Es ist jedoch ein großer Unterschied ob es sich um künstliche oder um natürliche Vitamine handelt und ob sie einzeln oder in sinnvollen Kombinationen eingenommen werden. Den entscheidenden Unterschied habe ich persönlich am eigenen Leib verspürt. Künstliche Vitamine sind nicht nur sinnlos, sie machen krank und es ist schade um mein Geld! Natürliche Vitamine verbessern das Lebensgefühl und sind oft sogar in der Lage vorhandene „Krankheiten“ im besten Fall zu heilen. Die Frage ist ob ich bereit bin selber Verantwortung für meinen Körper zu übernehmen und das ohne wenn und aber – das hat natürlich auch seinen Preis – nicht nur Finanziell…. Den Beweis dafür kann ich ihnen zu jederzeit erbringen! Bitte stellen sie klar ob es sich bei den Studien um sogenannte künstlich hergestellte Vitamine handelt oder um Vitalstoffe aus natürlichen (Obst, Gemüse) Quellen. Es kommt auch darauf an was für Ziele verfolgen diejenigen die solche Studien und Berichte erstellen, wer steckt wirklich dahinter und wer finanziert diese „Studien“. Liebe Grüße Karl-Heinz Schätzke

  • ROMO schrieb am 14.10.2011, 16:26 Uhr

    Die Aussage,Vitamine zusätzlich,spr.Nahrungsergänzungen einnehmen,macht absolut Sinn! - aber nur dann,wenn diese absolut natürlichem Ursprungs sind.Andernfalls kann sein,was Sie da schreiben. In unserer heutigen Zeit ist kein Mensch mehr in der Lage sich so zu ernähren,dass sein Körper alles Lebenswichtige bekommt.Das ist seit Jahrzehnten wissenschaftl.bewiesen. Und es legt schliesslich jeder selbst fest,was er isst und in den meisten Lebensmitteln ist schon lange nicht mehr drin,was reingehört.... !!!,bzw. werden diese "ergänzt"mit Stoffen,die mehr schaden als Sinn machen. Damit wir das Zeug in den Drogerien dennoch kaufen,wird die Wahrheit aber zurück gehalten und auch nicht darüber aufgeklärt,dass es durchaus erstklassige Produkte auf dem Markt gibt,so wie auch seriöse Information zum Thema Nahrungsergänzung. Selbsternannte Experten,so erst in unserer Tageszeitung geschehen,verbreiten gefährlichen Unsinn zum Thema gesunde Ernährung. Bitte helfen Sie mit darüber aufzuklären.

  • Gabriele schrieb am 14.10.2011, 17:28 Uhr

    Zu diesem Beitrag würde ich gerne die Meinung von Herrn Dr Spitzbart hören. Gerade im Alter kann oft der Darm die aufgenommene Nahrung nicht so verwerten wie in jungen Jahren. Daher wird von vorausblickenden Ärzten oft zur Prävention geraten, d. h. zur Substitution versch. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Was soll man jetzt besser tun ??? Unsere Nahrung ist durch Düngung und durch die ausgelaugten Böden sowieso nicht mehr so vitaminreich, wie sie früher mal waren. Wonach sollte man sich nun richten ? Ausserdem, so weiss ich, soll man niemals Kalzium als Monopräparat einnehmen, sondern immer mit Vit D3 und Vit K, am besten Vit K2 (Nattokinase).

  • Bernd Michael schrieb am 15.10.2011, 22:07 Uhr

    Wieder eine dubiose Horrormeldung zu Vitaminen und Mikronährstoffen. Wie man mit ca. 2 Prozent und zahlreicher unbekannter Faktoren, die ja auch eingeräumt werden, solche Schlüsse ziehen kann, ist mehr als gewagt. Mit seriösen Doppelblindstudien hat das nichts zu tun. Die Forscher sagen, nur bei nachgewiesenem Mangel sollte supplementiert werden. Da ergeben sich für mich mindestens zwei Fragen. Erstens: Wie wird der Mangel nachgewiesen; Zweitens: Welche Referenzwerte werden dabei zugrunde gelegt. Ich nehme doch wohl nicht an die Referenzwerte der DGE. Die taugen gerade einmal zur Verhinderung von Mangelkrankheiten und haben mit optimaler Versorgung absolut nichts zu tun. Es gibt eine Möglichkeit zur optimalen Versorgung mit Mikronährstoffen und pflanzlichen Sekundärstoffen ohne Supplemente. Das ist die evolutionsgerechte Ernährung des Menschen. Die heutige Ernährung ist mit Raffinierung, Denaturierung, Erhitzen und ein Übermaß an tierischer Kost weit, weit weg davon. Was evolutionsgerecht bedeutet, zeigen uns unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen. Alles naturbelassen ohne Verarbeitung, geschweige den Erhitzen sowie überwiegend vegetarisch. Der Fleischanteil liegt gerade einmal bei ca. 2 Prozent. Das ist in unserer heutigen Lebensweise nicht machbar. Man kann nur versuchen, sich dem anzunähern, indem man auch frische, essbare Wildpflanzen auf seinen Speiseplan nimmt. Jede Art der Raffinierung, Denaturierung, Verarbeitung (Erhitzen) führt zwangsläufig zu einer Mangelversorgung an Mikronährstoffen, die man nur mit entsprechenden Supplementen ausgleichen kann. Die heutige "moderne" Ernährung ist leider Standard und damit ist auch der Mangel an Vitaminen Standard. Diesen Mangel gleiche ich seit gut zwei Jahren durch hochwertige Supplemente (z.B. Multivitamin auf natürlicher Basis) aus. Damit habe ich schon einige Erkrankungen und Alterserscheinungen beseitigt. Und das vollkommen ohne Medikamente. Mein Wohlbefinden bezeichne ich als sehr gut.

    • gabriele antwortete am 17.10.2011, 15:16 Uhr

      Lieber Herr Bernd Michael, mit Ihrem Kommentar zum Einsatz von Vitaminen sprechen Sie mir aus der Seele. Bezüglich der Referenzwerte der DGE muss auch ich sagen, dass sie nur für ein Leben auf Sparflamme reichen: gerade zur Verhinderung von Mangelkrankheiten. In den stark kontrollierten USA sind die Werte sehr viel höher angesetzt und der Zugang zu Vitaminpräparaten für jeden problemlos zugänglich und erschwinglich. Das Problem ist nur: welche Supplemente sind hochwertig und auf natürlicher Basis hergestellt ? Woran erkenne ich die darin verwendeten natürlichen Vitamine und wo bekommt man sie ? Nicht alle Vits aus der Apotheke sind reiner Natur ! Wo kauft man in Deutschland hochwertige, bioidentische Vitamine am besten ? Vielleicht könnten Sie mir darauf eine Antwort geben. Vielen Dank im Voraus. Gabriele

    • Bernd Michael antwortete am 17.10.2011, 19:29 Uhr

      Hallo Gabriele, in Deutschland ist es schwer, ein quantitativ ausreichendes Präparat zu finden, da hier die unsinnige Beschränkung für Nahrungsergänzung mit dem dreifachen der DGE-Werte greift. Also dürfen z.B. max. 300 mg Vitamin C enthalten sein. Ausnahme bilden nur die diätetischen Lebensmittel bzw. ergänzende bilanzierte Diäten, die höher dosiert sein dürfen. Die bekommt man meines Wissens nur in Apotheken. Hier wäre Orthomol immun zu nennen. Es ist jedoch relativ teuer. Bei NaturePower findet man auch ergänzende bilanzierte Diäten, die sich aber auch innerhalb der DGE-Grenze (3x) bewegen. Ich selbst benutze "Life Force Multiple" aus den USA und kaufe es online im EU-Ausland.

    • Gabriele antwortete am 20.10.2011, 10:26 Uhr

      Lieber Herr B. Michael, tausend Dank für Ihre prompte Antwort. Auch ich beziehe manche Supplemente aus den USA, jedoch ist daraus nicht immer zu ersehen, ob sie bioidentisch, also aus Naturrohstoffen gewonnen sind. Garantiert sind auch da synthetisch gewonnene Supplemente dabei, lediglich die Dosierung der einzelnen Substanzen zur Erhaltung der Gesundheit ist höher als in Deutschland. Da sieht man es wieder: das deutsche Gesundheitssystem ist nicht zur Prävention ausgerichtet. Man wartet lieber, bis die Leute richtig krank sind, damit anschliessend die Kassen sowohl beim Arzt als auch bei den Pharmafirmen sowie bei den Apothekern klingelt. Ich versuche nun mal, nachzuschauen, ob die Produkte von Life Force Multiple bioidentischer Natur sind. Vielen Dank für Ihre Info! Gabriele

  • elisabeth schrieb am 16.10.2011, 19:23 Uhr

    bezieht sich dieser bericht auf synthetische oder natürliche vitaminpräparate?