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Multivitaminsaft: Selbstgemacht ist besser!

Multivitaminsaft – das Wort klingt schon gesund. Immerhin, so der Name, verspricht er viele Vitamine. Zudem erwecken die Etiketten den Eindruck, dass viel Saft, teilweise aus exotischen Früchten, enthalten ist. Daher, so die Werbeaussagen, ist er auch ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung.

Ein ganz anderes Bild aber zeichnet die neueste Untersuchung der Stiftung Warentest. Diese hat jetzt 22 verschiedene Säfte untersucht und auf ihre Wirkungen auf die Gesundheit getestet.

Das Ergebnis war ernüchternd. Von natürlichen Vitaminen war bei fast allen Säften keine Spur zu finden. Vielmehr handelte es sich um synthetisch hergestellte Vitalstoffe. Der Grund dafür: diese sind billig. Dafür aber war häufig mehr hiervon in den Flaschen als gut für Sie ist. Es ist nämlich tatsächlich möglich, mit nur einem Glas den Tagesbedarf mancher Vitamine zu decken. Trinken Sie aber mehr, und das regelmäßig, droht Ihnen gerade bei den fettlöslichen Vitaminen eine Überdosierung. Auch wenn die Werbung Ihnen etwas anderes verspricht: Sie sollten diese Säfte daher nur als Ausnahme trinken – und keinesfalls als Durstlöscher einsetzen.

Hinzu kommt, dass viele der getesteten Säfte aus Konzentrat wieder rückverdünnt wurden. Hierbei fehlten aber so genannte Rückverdünnungsaromen – der Saft darf eigentlich gar nicht mehr als Fruchtsaft bezeichnet werden.

Denn was ein Multivitaminsaft enthalten und wie er bezeichnet werden darf, ist streng geregelt. So dürfen zwar Vitamine zugesetzt werden, diese müssen aber auf dem Etikett aufgeführt sein. Wenn ein Vitamin besonders in den Vordergrund gerückt werden soll, müssen mindestens 15 Prozent der laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nötigen Tagesmenge enthalten sein.

Als Mehrfruchtsaft darf ein Saft nur dann bezeichnet werden, wenn mindestens drei unterschiedliche Fruchtsäfte zusammengemischt wurden. Handelt es sich um einen Fruchtsaft, dann muss dieser zu 100 Prozent aus Frucht bestehen. Ein Direktsaft liegt dann vor, wenn der Saft sofort nach dem Pressen in die Flaschen gefüllt wird, ohne Verdünnung oder Konzentration.

Wollen Sie sich wirklich darauf verlassen können, dass Sie einen gesunden Saft zu sich nehmen, der wirklich zu 100 Prozent aus Frucht besteht und auf Dauer keine Gefahr der Überdosierung bietet? Dann kaufen Sie sich Obst ganz nach Ihrem Geschmack und bereiten Sie sich Ihren Saft selbst zu. So haben Sie noch einen weiteren Vorteil: Dieser Saft schmeckt deutlich besser als die gekauften Mixturen.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
Über den Autor Dr. Martina Hahn-Hübner

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