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Gesunde Kupferzufuhr: Auf das richtige Fett kommt es an

Sie brauchen jeden Tag etwas Kupfer. Aber wirklich nur etwas, nicht zu viel, denn zu viel Kupfer erhöht die freien Radikalen im Körper. Rund 2 mg Kupfer pro Tag reihen aus, um Blutarmut, Osteoporose und altersbedingte Makuladegeneration zu vermeiden.

Es wird gesagt, dass schon eine geringe Kupferzufuhr mit Gedächtnisverschlechterung in Zusammenhang steht – wenn es mit zwei weit verbreiteten Nahrungsfetten zusammen eingenommen wird. Aber geben Sie nicht dem Kupfer die Schuld, schuld sind die Fette. Genauer gesagt, geben Sie dem einen Fett die Schuld, das als stärkster Mitbewerber um den Titel „menschicher Feind Nummer 1“ der Nahrungsmittelwelt gilt.

Laut den Wissenschaftlern des Chicago Rush Institute for Healthy Aging zeigen Tierversuche, dass neurodegenerative Krankheiten in Zusammenhang mit der Einnahme von Nahrungsfetten und Kupfer stehen. Sie untersuchten diesen Zusammenhang im Chicago Health und Aging Project (CHAP).

Mehr als 3.700 Menschen über 65 Jahre nahmen an dieser 6 Jahre dauernden Studie teil. Sie füllten Ernährungsfragebögen aus und nahmen an vier Gedächtnistests teil; jeweils zu Beginn der Studie, nach 3 und wieder am Ende des 6. Jahres. Die Ergebnisse zeigten, das ein hoher Verzehr von Kupfer, gesättigten Fetten und Transfettsäuren mit einer deutlich schlechteren Gehirnleistung in Verbindung gebracht warden kann – man kann es mit einer zusätzlichen Alterung von 19 Jahren vergleichen. Diese 19 Jahre kann man zu dem Alter der Menschen hinzuzählen. Diejenigen, die am meisten Kupfer einnahmen, nahmen zumindest 1,6 mg pro Tag zu sich, meist durch Multivitaminpräparate. 2 mg Kupfer sind die empfohlene Tagesdosis in Amerika. Die Hauptquellen von Kupfer sind Leber, Erdnüsse und Sonnenblumenkerne.

Die Forscher stellten auch fest, dass die Gehirnleistungen derjenigen sich nicht deutlich veränderte, die einen hohen Kupferkonsum aufwiesen und viel von einem der beiden Fette zu sich nahm. Wenn Sie also auf eine der beiden Fettsorten verzichten können, welche sollten Sie wählen? Kein Zweifel: Verzichten Sie auf Transfettsäuren. Aber das ist leichter gesagt als getan, denn Transfettsäuren sind in vielen industriell hergestellten Nahrungsmitteln vorhanden: in Crackern, Keksen, Tiefkühlkost …

Ich habe Ihnen schon mehrfach erklärt, welche Gesundheitsschäden Transfettsäuren anrichten können. Eine große Zahl von Studien hat ergeben, dass Transfettsäuren in Verbindung gebracht werden können mit einem erhöhten Risiko der Arterienverkalkung, Herzkrankheiten, Alzheimer und einigen Krebsarten.

Aber was ist mit gesättigten Fetten? Sind sie nicht genau so gefährlich wie Transfettsäuren? Nicht wirklich. William Campbell Douglas, ein Arzt, den ich dazu befragt habe, sagte mir zu diesem Thema: „Zahlreiche Studien zeigen: Je mehr tierische Fette die Menschen essen, umso besser ist ihre Herzgesundheit. Brauchen Sie Beweise? Nehmen Sie nur die Eskimos, Japaner, aber auch die Franzosen. All diese haben eine Ernährung, die an amerikanischen Standards gemessen sehr reich an gesättigten tierischen Fetten ist. Aber diese Menschen zeigen eine erstaunlich niedrige Rate an Herzkrankheiten, hohem Blutdruck und Koronarerkrankungen.“

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