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Das sollten Sie bei der Anwendung von Vitalstoffpräparaten beachten

Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sollten Sie stets mit oder direkt nach den Mahlzeiten einnehmen. Die Nahrungsfette fördern die Vitaminaufnahme im Darm. Grundsätzlich bestehen in der Wirksamkeit von synthetischen und natürlichen Vitaminen keine Unterschiede. Die einzige Ausnahme ist in diesem Falle das Vitamin E. Die künstliche Variante besteht aus einem Substanz-Gemisch, das weniger wirksam ist als das reine natürliche Vitamin.

Es gibt einige Vitalstoffe, die sich bei ihrer Aufnahme im Darm gegenseitig leicht behindern. Dazu gehören beispielsweise Eisen, Kupfer, Kalzium und Zink, Kalzium und Magnesium, Vitamin C und bestimmte Selen-Verbindungen. In der Regel ist das kein Grund, auf Kombinationspräparate zu verzichten und die Substanzen mühsam einzeln einzunehmen. Es gibt darüber hinaus Vitamine, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken (z. B. die B-Vitamine). Nehmen Sie Kombinationspräparate zu den Mahlzeiten ein. So kommen sie in ihrer „natürlichen“ Umgebung im Darm an.

Gehören Sie zur Gruppe der Vitalstoff-Armen?

Man liest immer wieder, dass in den Industriestaaten alle Menschen ausreichend mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt sind. Allerdings treten einige Ausnahmen auf:

  • Menschen, die viel Sport treiben
  • ältere Menschen
  • Menschen, die viel Alkohol trinken
  • Menschen, die sich einseitig ernähren

Wenn Sie zu einer dieser vom Vitalstoffmangel bedrohten Gruppen gehören, sollten Sie sich besonders bewusst und vitalstoffreich ernähren.

„Sonnenschutz-Kapseln“

Viele der in Apotheken oder Reformhäusern angebotenen speziellen „Sonnenschutz-Kapseln“ enthalten Wirkstoffe, die man bisher nicht in Studien untersuchte (z. B. Grüner-Tee-Extrakt, Aloe Vera oder Omega-3-Fettsäuren). Achten Sie darauf, dass Beta-Carotin und/oder Lycopin dabei sind. Des Weiteren darf Vitamin E nicht fehlen. Allerdings sollten die Präparate die in der Tabelle oben genannten Dosierungen erreichen. Die meisten sind unterdosiert und recht teuer. Wesentlich preiswerter sind einfache Beta-Carotin- oder Lycopin-Kapseln. Aus dem Supermarkt können Sie Abtei-Carotin-Kapseln für die Tagestherapiekosten von etwa 0,20 € erhalten.

Aus Apotheken empfehlen sich Lycopin-Kapseln von Vital Nutrition oder Vektor, bei denen die Tagestherapiekosten bei etwa 0,35 € liegen. Ausreichend dosierte Vitamin-E-Kapseln erhalten Sie für Tagestherapiekosten von weniger als 0,20 €, beispielsweise in der Apotheke. Als Alternative zu den Nahrungsergänzungsmitteln können Sie Ihren Lycopinbedarf mit 200 ml Tomatensaft täglich decken. Für den Tagesbedarf an Beta-Carotin genügen etwa 250 ml Karottensaft. Raucher sollten nicht mehr als 20 mg Beta-Carotin täglich aus Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen. Es existieren Hinweise aus Studien, dass höhere Dosen unter Umständen das Lungenkrebs-Risiko erhöhen.

Machen Extra-Vitamine extra hungrig?

Nach den neuesten Studien an 16.000 Teilnehmern mittleren Alters, die über einen langen Zeitraum von zehn Jahren Multivitamine und Nahrungsergänzungsmittel einnahmen, stellte sich heraus, dass die Teilnehmer in diesem Zeitraum eher Gewicht verloren haben. Andere Studien belegten, dass im Gegenteil ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel ein Risiko birgt, an Gewicht zuzulegen. Eine einzige kleine Studie beschäftigte sich mit dem direkten Zusammenhang von Appetit und Vitaminen. Diese Studie verglich den Appetit von Frauen, die eine kalorienreduzierte Diät machten und anstelle der Vitamine und Mineralien Placebos erhielten, mit dem Appetit von Frauen, die zu ihrer Diät tatsächlich Vitamine und Mineralien einnahmen.

Die Ergebnisse waren eindeutig: Die Frauen, die wirklich Vitamin und Mineralien zu sich nahmen, hatten geringeren Appetit als die Frauen, die das Placebo bekamen. Auch wenn die Datenlage vielversprechend ist, noch ist der Zusammenhang nicht geklärt. Denpositiven Nebeneffekt von Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminen sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Allerdings sollten Sie langfristig dabeibleiben.

Nährstoffe für die Schönheit

NährstoffVorkommenBedeutung für die HautHinweise
ProteineFleisch, Hülsenfrüchte, MilchprodukteHaut, Haare Nägel sind aus Proteinen aufgebaut.In Deutschland besteht kein Proteinmangel.
lebenswichtige mehrfach ungesättigte Fettsäurenpflanzliche Fette und Öle, Fischöle, fetter Seefisch, z.B. Hering, MakreleDiese Fette sind am Aufbau der Haut beteiligt.Bei Neurodermitis, Psoriasis hilft Borretsch- oder Nachtkerzenöl (innerlich und äußerlich).
BiotinLeber, Ei, Sojabohnen, Nüsse, Haferflocken, Weizenkeime, Tomaten, Kartoffeln, SpinatBiotinmangel nur durch extremen Verzehr von rohem Eiweiß, führt dann zu Hautveränderungen.Einigen Studien zufolge verbessern Biotingaben als Nahrungsergänzungsmittel die Nägel.
Vitamin A Beta-CarotinLeber, Butter, Käse, grünes, rotes und oranges Gemüse und ObstVitamin A: Regeneration der Hautzellen Beta-Carotin: Sonnenschutz

Fettlöslich: Geben Sie zu Gemüse und Rohkost etwas Pflanzenöl.
Vitamin CBlumenkohl, Brokkoli, Paprikaschoten. Grünkohl, Kiwi, ZitrusfrüchteVitamin C hilft beim Aufbau des Kollagens, das die Haut glatt und fest macht.Obst und Gemüse nicht angeschnitten liegen lassen, oft roh verzehren, nur kurz erhitzen.
NiacinErdnüsse, Leber, Fleisch, Makrele, Heilbutt, Vollkornweizen, BrokkoliReguliert Kollagen- und Farbstoffbildung, die Einwirkung von UV-Licht auf die Haut, den Feuchtigkeitshaushalt und die Verhornung der oberen Hautschicht.Mangel ist in Deutschland nicht bekannt. Zubereitungsverluste sind gering.
Riboflavin (B2)Leber, Eier, Champignons, Seelachs, Spinat, Brokkoli, Vollkorn- und MilchprodukteMangel: Einrisse der Mundwinkel, Hautrötung, Schuppen und Jucken an Nase, Mund und Augen.Unzureichende Versorgung ist bei älteren Menschen und bei Einnahme der Pille möglich.
Pyridoxin (B6)Fleisch, Fisch, Kohl, grüne Bohnen, Feldsalat, Bananen, WeizenkeimeAufbau der Haare (Eiweißstoffwechsel).Sonnenlicht und Erhitzen zerstören das Vitamin. Oft Unterversorgung bei Frauen, auch durch die Pille.
PantothensäureFleisch, Fisch, Milch- und Vollkornprodukte, Brokkoli, BlumenkohlMangel: Hautschuppen im Gesicht.Minderung durch Garen. Unterversorgung durch Diäten und die Pille.
FolsäureTomaten, Kohl, Spinat, Gurken, Vollkorn, Fleisch, MilchprodukteBeeinflusst Wachstum der Haare, gleichmäßige Haarfarbe, verhindert nicht das Ergrauen.Verminderung durch Erhitzen und Wässern.
EisenFleisch, Haferflocken, Roggenvollkorn, Rosenkohl, ErbsenBeeinflusst die Pigmentierung der Haare.Vitamin C fördert die Eisenaufnahme.
ZinkKäse, Fleisch, Weizen(keime), Haferflocken, HülsenfrüchteSorgt für glatte Nägel ohne Rillen und feste Haarstruktur. Regeneration der Hautzellen, von Haar- und Nagelwachstum.Zinkmangel kann zu Haarausfall führen.
KupferKäse, Scholle, Geflügel, Leber, ErbsenPigmentierung der Haare und Haut.Evtl. Gaben bei Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) auf ärztliche Verordnung.
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