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Wann müssen Sie Ihre Vitamin-K-Aufnahme reduzieren?

Vitamin K ist für die Blutgerinnung zuständig. In manchen Fällen ist aber diese Blutgerinnung gefährlich: zum Beispiel wenn Sie unter Vorhofflimmern des Herzens leiden oder eine Herzklappe eingesetzt bekamen. Dann kommt es in den Arterien zu Blutgerinnseln, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen.

In so einem Fall erhalten Sie Vitamin-K-Antagonisten. Dabei handelt es sich um Medikamente, welche die blutgerinnende Wirkung von Vitamin K unterdrücken. Damit diese Medikamente optimal wirken, darf der Vitamin-K-Spiegel in Ihrem Blut allerdings nicht zu hoch ausfallen. Verringern Sie aus dem Grund Ihre Vitaminaufnahme deutlich. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, wie viel Vitamin K Sie benötigen oder mit der Nahrung zu sich nehmen. Eventuell erstellt er Ihnen einen Ernährungsplan. Nur so vermeiden Sie, zu viel Vitamin K zu sich zu nehmen und gleichzeitig die anderen Vitamine nicht zu vernachlässigen.

Vitamin K trägt zu gesunden Knochen bei

Eine neuere Untersuchung aus den Niederlanden fand Hinweise darauf, dass eine bestimmte Form von Vitamin K wichtig für die Erhaltung der Knochengesundheit ist. Vitamin K gilt als möglicher Faktor für die Umbildung von Knochen. Bei diesem ständig ablaufenden Prozess baut der Körper altes Knochengewebe ab neues auf. Das meiste mit der Nahrung aufgenommene Vitamin K stammt ausgrünem Blattgemüse. Dabei handelt es sich um Vitamin K1 (Phyllochinon). Eine andere Form, das Vitamin K2 (Menachinon 4), gilt als Bestandteil fermentierter Lebensmittel wie Käse und Sojabohnen. Die Studie erschien im Juli 2007 in Osteoporosis International. Sie schloss 325 Frauen jenseits der Wechseljahre ein, die nicht an Knochenschwund litten.

Über drei Jahre erhielt die Hälfte von ihnen eine tägliche Dosis von 45 Milligramm Vitamin K2, während die Kontrollgruppe eine inaktive Substanz (Plazebo) einnahm. Obwohl in beiden Gruppen die Knochendichte im Laufe der Zeit abnahm, belegten andere radiographische Methoden einen Unterschied in der Stärke der Hüftknochen. Im Gegensatz zur Kontrollgruppe, deren Hüftknochen ausdünnten, blieb die Knochendichte der Vitamin-K2-Gruppe im Hüftbereich erhalten. Die Experten der Mayo Clinic erklären, dass andere Untersuchungen die Ergebnisse bestätigen. Trotzdem sei weitergehende Forschung nötig, um den Einfluss von Vitamin K auf die Knochengesundheit besser zu verstehen. Darüber hinaus sollten Sie vor der Einnahme von Vitamin K mit Ihrem Arzt sprechen, falls Sie Blut verdünnende Wirkstoffe wie Phenprocoumon (Marcumar®) einnehmen.

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