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Vitamin K2 – und Ihre Leber bleibt gesund

von unserer Amerika-Korrespondentin Jenny Thompson

Diabetiker sollten jeden Besuch beim Arzt – und sei er einfach Routine, als eine Gelegenheit nutzen, um sich über verschiedene gesundheitliche Fragen klar zu werden, die bei Diabetes wichtig sein könnten.

In den letzen Monaten haben neue Forschungen ergeben, dass es etwas gibt, vor dem sich jeder Diabetiker, egal ob Diabetes Typ 1 oder 2, schützen sollte. Noch wichtiger ist es, dass sich jeder Arzt, der einen diabetischen Patienten hat, diesem Punkt Beachtung schenkt und jeden auch nur erdenklichen Test macht, der nötig ist, um sicherzugehen, dass die Leberfunktion genau überwacht wird.

Die neueste Studie, die die Gefahr des Leberkrebses bei Diabetikern abschätzt, kommt von den Wissenschaftlern des Baylor College of Medicine in Houston, Texas.

Das Team analysierte Informationen, die aus einer medizinischen Datenbank stammen, in der mehr als 2.000 Menschen über 65 Jahre erfasst sind, bei denen Leberkrebs diagnostiziert wurde. Diese Statistiken wurden mit den Daten von mehr als 6.000 Menschen verglichen, die zufällig ausgewählt wurden.

Was fanden die Wissenschaftler heraus?

  • Mehr als 40 % der Leberkrebs-Patienten hatte Diabetes, verglichen mit nur 19 % in der Kontrollgruppe.
  • Das Leberkrebs-Risiko war bei den Menschen, die auch Diabetes hatten, zwei bis drei Mal größer.

Die Wissenschaftler waren sich einig, dass Diabetes ein bedeutender Risikofaktor für Leberkrebs ist.

Das unterstützt die Ergebnisse einer kanadischen Studie aus dem Jahr 2004, in der die Diabetes-Rate bei 3.200 Krebs-Patienten untersucht wurde und die auch ergab, dass das Leberkrebs-Risiko bei Diabetikern rund dreimal so hoch war.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Baylor-Studie betraf Hepatitis C, eine Infektion, die sich oft zu einer leberschwächenden Krankheit namens Zirrhose entwickelt, die ein Vorläufer von Leberkrebs ist. Das Baylor-Team fand heraus, dass Menschen, die nicht unter Diabetes, aber unter Hepatitis C leiden, ein 24-mal so hohes Risiko für Leberkrebs haben. Aber diejenigen, die außerdem noch an Diabetes leiden, haben ein 35-mal so großes Krebsrisiko.

Hepatitis C ist die am meisten verbreitetste chronische Infektion in Amerika und Diabetiker sind sehr anfällig für diesen Virus. Aber vielen Hepatitis C-Patienten könnte eine erhöhte Vitamin K-Einnahme das Leben retten.

Ich habe Ihnen schon einmal von einer Studie berichtet, bei der Frauen mit Virus-Zirrhose entweder 45 mg Vitamin K2 oder aber einen Placebo erhielten. Von den Frauen, die das Vitamin erhielten, bekamen nur 2 Leberkrebs, in der Placebogruppe waren 9 betroffen.

Es sind noch weitere Studien nötig, um die positiven Effekte von Vitamin K2 zu bestätigen, aber die Wissenschaftler sind sich jetzt schon sicher, dass K2 das Leberkrebs-Risiko um 20 % senken kann.

Was ist aber Vitamin K2 und wie unterscheiden sich die unterschiedlichen Formen des Vitamin K?

Das auf Pflanzen basierende Vitamin K1 hat anscheinend keine giftigen Effekte, zumindest nicht in normalen Mengen. Aber die synthetische Form, das K3, hat schon Lebervergiftungen verursacht, wenn große Mengen eingenommen wurden. Dann gibt es auch noch das schon erwähnte K2; auch dieses ist okay. Sie sollten also auf jeden Fall synthetische Formen vermeiden, so es Ihnen möglich ist. Natürliche Quellen für K1 sind Fisch, Spinat, Kohl und Blumenkohl. K2 erhalten Sie aus Fleisch, Leber und Eigelb, aber Vitamin K1 wird im Darm auch zu Vitamin K2 umgewandelt.

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