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Reicht Vitamin E zur Rheuma-Behandlung aus?

Herr Friedrich L. fragt folgendes:

Seit mein Arzt mir zu den speziellen Rheuma-Medikamenten Vitamin E verschrieb, geht es mir besser. Magenbeschwerden, die mich bisher plagten, sind viel seltener geworden. Ein Bekannter meint nun, ich solle doch das Rheuma-Mittel ganz weglassen und dafür mehr Vitamin E nehmen. Was halten Sie davon?

Lieber "täglich gesund" Leser,

ich denke, Sie sollten in dieser wichtigen Frage ausschließlich auf Ihren Arzt vertrauen und nicht auf Ratschläge Dritter hören. Sie haben nicht genau geschrieben, was der Arzt verordnete. Ihren Schilderungen nach vermute ich, dass Sie nichtsteriodale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac nehmen müssen. Die Dosis dieser wirkungsvollen und hilfreichen, aber leider nicht nebenwirkungsfreien Medikamente konnte in Ihrem Fall vermutlich, wie bei vielen anderen Patienten, reduziert werden. Deshalb geht es Ihnen besser. Ändern Sie bitte keinesfalls eigenmächtig die Verordnungen Ihres Arztes.

Der positive Effekt von Vitamin E bei der Rheumabehandlung, auf den auch Ihr Arzt setzt, wurde in mehreren klinischen Studien bestätigt. Die Verordnung der nebenwirkungsbelasteten NSAR-Präparate konnte meist nicht ganz gestrichen werden. Es war aber möglich, ihre Dosierung durchschnittlich um 50 Prozent zu reduzieren, bei Rheuma im Anfangsstadium war es manchmal möglich, ganz darauf zu verzichten.

Erklärt wird dieser Effekt durch die Eigenschaft, dass pflanzliches Vitamin E (D-alpha-Tocopherol) die bei entzündlichem Rheuma vermehrt produzierten freien Radikale neutralisieren kann. Freie Radikale sind aggressive Substanzen, die Gewebe- und Knorpelzellen schädigen, dadurch weitere Radikale produzieren, sich dadurch lawinenartig vermehren können und so die Entzündungen in Gelenken und Muskeln verstärken.

So hat man festgestellt, dass bei entzündlichen Rheumaformen der Vitamin-E-Spiegel im Plasma deutlich gesenkt ist.

Für eine radikalunterbrechende Wirkung reicht das über die Nahrung zugeführte Vitamin E meist nicht aus. Deshalb ist es notwendig, zur Bekämpfung rheumatischer Beschwerden hochdosiert (500 Internationale Einheiten) in Kapselform zu verwenden.

Um das derzeitige Wissen von pflanzlichem Vitamin E im rheumatischen Formenkreis weiter zu festigen, wird derzeit an einer renommierten Universität in den USA eine Studie mit Optovit 500 durchgeführt. Erste Zwischenergebnisse lassen auf eine Bestätigung der aus der Erfahrung gewonnenen positiven Wirkungen von Vitamin E schließen.

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