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Diese Vitalstoffe brauchen Ihre Nerven täglich

Bei einer bereits bestehenden Polyneuropathie empfehlen führende Orthomolekularmediziner zum Teil höhere Tagesdosen als Fertigpräparate. Diese finden Sie im folgenden Abschnitt in Klammern angegeben.

Empfohlene Vitalstoffe

  • Vitamin B1 (Thiamin) sorgt für eine reibungslose Übertragung der Nervenimpulse. Tagesbedarf: 1,1 mg (10 bis 40 mg). Quellen: Vollkorngetreide, Nüsse und Samen, grünes Gemüse und Hülsenfrüchte, Kartoffeln
  • Vitamin B6 (Pyridoxin) steuert die Produktion und Ausschüttung von Nervenbotenstoffen. Tagesbedarf: 1,5 mg (10 bis 40 mg). Quellen: frische Weizenkeime, Avocados, Bananen, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Muskelfleisch und Seefisch
  • Vitamin B12 (Cobalamin) ist für die Regeneration der Nervenzellen zuständig. Tagesbedarf: 3 µg (5 bis 15 µg). Quellen: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte
  • Folsäure ist ein wichtiges Enzym für die Regeneration von Nervenfasern. Tagesbedarf: 400 µg (1 mg). Quellen: Fleisch, grünes Blattgemüse, Soja, Milchprodukte
  • Niacin versorgt die Nerven mit Energie. Tagesbedarf 15 mg (50 bis 200 mg). Quellen: (Geflügel-)Fleisch und Fisch, Gemüse, Weizenkeime
  • Pantothensäure entgiftet das Bindegewebe. Tagesbedarf: 6 mg (10 bis 30 mg). Quellen: Hülsenfrüchte und grünes Blattgemüse, Vollkorngetreide und Weizenkleie, Eigelb, Milchprodukten, Gelée royale
  • Eisen transportiert den Sauerstoff ins Nervengewebe. Tagesbedarf: 10 mg. Quellen: Fleisch, Hirse, Soja
  • Kalzium steuert die Übertragung von Nervenimpulsen. Tagesbedarf: 1.000 bis 1.200 mg. Quellen: Sauermilchprodukte, v. a. Hartkäse
  • Magnesium ist ebenfalls für die Reizleitung in den Nerven unverzichtbar. Tagesbedarf: 350 mg. Quellen: Weizenkleie, Soja, Nüsse, Hirse, Bananen

Behandlungsmethoden bei diabetischer Polyneuropathie

Die Forschung findet zunehmend wirksamere Therapien für die diabetische Polyneuropathie. Zu den viel versprechenden Ansätzen gehören:

  • Aldose-Reduktase-Inhibitoren: Diese Substanzgruppe zeigte in ersten Untersuchungen gute Ergebnisse, bedarf aber noch einer Zulassung durch die Gesundheitsbehörden.
  • Antioxidantien: Antioxidantien wie Alpha-Liponsäuren verringern in einigen Studien die Symptome einer Neuropathie deutlich.
  • Nervenwachstumsfaktoren: Diese künstlich erzeugten Substanzen entsprechen körpereigenen Stoffen, die der Reparatur kleiner Nervenfasern dienen. Obwohl sie sich nicht in Studien bewährten, halten sie einige Wissenschaftler für viel versprechende Wirkstoffe.
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