MenüMenü

Alles über Vitalstoffe

 

Vitalstoffe© v.poth – Fotolia

Das sind die Vorteile von Vitalstoffen in der Medizin:

  • Sie haben als natürliche Substanzen kaum schwerwiegende Nebenwirkungen.
  • Die Präparate sind preisgünstig.
  • Eine Selbstmedikation ist in vielen Fällen möglich.
  • Sie helfen, teure und nebenwirkungsreiche Medikamente einzusparen.

Doch leider werden diese Vorteile immer noch viel zu wenig genutzt. Denn über Vitalstoffe kursieren eine Menge Vorurteile und Mythen, die sowohl die Therapeuten als auch die Patienten verunsichern.

Schon ein einfaches Vitalstoffpräparat aktiviert Ihre Abwehrkräfte

Bei Versuchsteilnehmern, die ein Vitalstoffpräparat einnahmen, erhöhten sich nach einem Jahr die Zahl wichtiger Immunzellen (T- und Killerzellen) und die Konzentration von Immunbotenstoffen (Interleukin 2).

Bereits im Jahr 1992 hat das Zentrum für ernährungsbedingte Immunologie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Studie an etwa 50 gesunden Patienten im Alter über 65 Jahren durchgeführt.

Ein Jahr lang erhielten diese ein Vitalstoffpräparat mit den wichtigsten 10 Vitaminen und 8 wichtigen Mineralstoffen. Die Stoffe lagen nicht in „Mega-Dosierungen“ vor, sondern entsprachen den Mengen, die im Prinzip auch durch eine vitalstoffreiche Kost erreicht werden. Eine gleich große Gruppe erhielt lediglich ein Scheinmedikament (Placebo).

Nach einem Jahr hatten sich fast sämtliche Immuneigenschaften der Patienten aus der Vitamin-Gruppe stark verbessert (siehe Grafik unten).

Wie Sie Nahrungsergänzungsmittel richtig einnehmen

  • Vitamin CDas Geheimnis liegt darin, dass Sie eben nicht 1.000 mg auf einmal zuführen. Vielmehr sollten Sie diese Menge aufteilen. Denn die Vitamin-C-Speicher Ihres Körpers werden relativ schnell wieder geleert, gerade wenn Sie unter einem Infekt leiden oder etwa einen zu hohen Blutdruck haben. Nehmen Sie daher alle zwei Stunden 200 mg Vitamin C ein. So bekommt Ihr Körper, was er braucht – ohne Vitaminverluste.
  • B-VitamineDer richtige Einnahmezeitpunkt für B-Vitamine ist der Morgen. Nehmen Sie sie aber nach dem Frühstück ein. Denn eine Einnahme auf nüchternen Magen kann zu schweren Magenproblemen führen.
    Wollen Sie Ihre Homocysteinwerte senken, achten Sie darauf, dass der ­Vitamin-B-Komplex, den Sie einnehmen, Vitamin B6, B12 und Folsäure enthält. Dabei ist die Dosierung wichtig: Sie brauchen für einen effektiven Herzschutz 100 Milligramm ­Vitamin B6, 400 bis 1.000 Mikrogramm Folsäure und 15 Mikro­gramm Vitamin B12.
  • Vitamin E: Wenn Sie ein Vitamin-E-Präparat zu sich ­nehmen wollen, achten Sie darauf, dass Sie das richtige Mittel kaufen. Es gibt natürliches Vitamin E sowie Präparate mit künstlichem Vitamin E. Letztere lohnen sich wenig bis gar nicht – hiervon kann Ihr Körper nur zwischen 60 und 90 Prozent des enthaltenen Vitamin E aufnehmen.
    Achten Sie darauf, dass Ihr ­Vitamin-E-Präparat die Bezeichnung RRR-alpha-Tocopherol trägt. Dann handelt es sich um natürliches Vitamin E, das Ihr Körper zu 100 Prozent aufnehmen kann. Zudem sollten Sie es zu den Mahlzeiten einnehmen, damit die gleichzeitige Fettaufnahme garantiert ist. Führen Sie es zusammen mit 500 mg Vitamin C zu. Denn beide Vitamine unterstützen sich gegenseitig und bieten auf diese Weise einen besseren Schutz vor Infekten.
  • Eisen: Nehmen Sie Eisen und Vitamin E bzw. Magnesium, halten Sie einen Abstand von drei Stunden bei der Einnahme ein. Übrigens: Ein Eisenpräparat muss immer vom Arzt verordnet werden. Vorausgehen muss eine Überprüfung Ihrer Eisenwerte. Eine unnötige Einnahme kann zur sogenannten Eisenüberladung führen. Diese Überladung erhöht Ihr Risiko für Diabetes, Herzinfarkte und Rheuma gravierend. Gerade Männer dürfen niemals auf eigene Faust ein Eisenpräparat nehmen, denn sie haben eher zu viel als zu wenig Eisen im Blut.
  • KalziumMüssen Sie mehr als 600 mg Kalzium pro Tag einnehmen? Das ist gerade bei der Osteoporose-Vorbeugung der Fall; dann benötigen Sie rund 800 bis 1.000 mg pro Tag. Verteilen Sie das auf zwei Dosen, und nehmen Sie jeweils die Hälfte ein. So kann Ihr Körper das Kalzium besser verarbeiten. Was kaum jemand weiß: Kalzium und Magnesium sollten immer im Verhältnis 2:1 vorliegen. Letzteres aktiviert das Vitamin D im Körper und verbessert dadurch noch einmal den Kalziumeinbau in die Knochen. Müssen Sie also 800 mg Kalzium einnehmen, nehmen Sie zeitversetzt hierzu 400 mg Magnesium. Bitte nicht auf einmal zuführen – Ihr Körper kann nicht beide Mineralstoffe gleichzeitig zu sich nehmen.
    Letzteres gilt übrigens nicht für natürliches Kalzium und Magnesium. Essen Sie Obst und Gemüse, in dem beides enthalten ist, funktioniert die zeitgleiche Aufnahme dieser Stoffe.

Diese Vitalstoffe brauchen Ihre Nerven täglich

  • Vitamin B1 (Thiamin) sorgt für eine reibungslose Übertragung der Nervenimpulse. Tagesbedarf: 1,1 mg (10 bis 40 mg). Quellen: Vollkorngetreide, Nüsse und Samen, grünes Gemüse und Hülsenfrüchte, Kartoffeln
  • Vitamin B6 (Pyridoxin) steuert die Produktion und Ausschüttung von Nervenbotenstoffen. Tagesbedarf: 1,5 mg (10 bis 40 mg). Quellen: frische Weizenkeime, Avocados, Bananen, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Muskelfleisch und Seefisch
  • Vitamin B12 (Cobalamin) ist für die Regeneration der Nervenzellen zuständig. Tagesbedarf: 3 µg (5 bis 15 µg). Quellen: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte
  • Folsäure ist ein wichtiges Enzym für die Regeneration von Nervenfasern. Tagesbedarf: 400 µg (1 mg). Quellen: Fleisch, grünes Blattgemüse, Soja, Milchprodukte
  • Niacin versorgt die Nerven mit Energie. Tagesbedarf 15 mg (50 bis 200 mg). Quellen: (Geflügel-)Fleisch und Fisch, Gemüse, Weizenkeime
  • Pantothensäure entgiftet das Bindegewebe. Tagesbedarf: 6 mg (10 bis 30 mg). Quellen: Hülsenfrüchte und grünes Blattgemüse, Vollkorngetreide und Weizenkleie, Eigelb, Milchprodukten, Gelée royale
  • Eisen transportiert den Sauerstoff ins Nervengewebe. Tagesbedarf: 10 mg. Quellen: Fleisch, Hirse, Soja
  • Kalzium steuert die Übertragung von Nervenimpulsen. Tagesbedarf: 1.000 bis 1.200 mg. Quellen: Sauermilchprodukte, v. a. Hartkäse
  • Magnesium ist ebenfalls für die Reizleitung in den Nerven unverzichtbar. Tagesbedarf: 350 mg. Quellen: Weizenkleie, Soja, Nüsse, Hirse, Bananen

Bestimmte Vitalstoffe verstärken die Medikamentenwirkung

Besser ist es, Sie suchen sich eine Möglichkeit, die Wirksamkeit Ihrer Medikamente zu verstärken. Das funktioniert mit bestimmten Vitalstoffen, wie verschiedene Studien gezeigt haben. Gerade die Auswirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln auf häufig verordnete Medikamente sind sehr gut untersucht.

Vitalstoffe können so effektiv sein, dass Sie in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt nach und nach sogar die Dosis Ihrer Medikamente verringern können, weil Sie nicht mehr so viel brauchen, um gesund zu werden oder zu bleiben.

Eicosapentaen-Säure und Folsäure bei Depressionen

Bei Eicosapentaen-Säure (EPA) handelt es sich um eine Omega-3-Fettsäure, die vor allem in Fischen enthalten ist, die in kaltem Wasser leben. Studien aus England haben gezeigt, dass sie förderlich für Menschen ist, die mit Antidepressiva behandelt werden.

Der Allgemeinzustand und die Befindlichkeit verbesserten sich bei einer Einnahme von 1.000 bis 2.000 mg pro Tag deutlich. Wenn Sie unter Depressionen leiden, sollte Ihr Arzt immer wieder auch Ihren Folsäurespiegel untersuchen. Denn haben Sie zu wenig Folsäure im Blut, erhöht sich das Risiko für einen depressiven Schub um das 13-Fache.

Daher sollten Sie zusätzlich auch 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag einnehmen. Aber Vorsicht: Führen Sie Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel zu, kann ein Vitamin-B12-Mangel verdeckt werden.

Auch dieser Blutwert sollte daher regelmäßig kontrolliert werden. Einen Vitamin-B12-Mangel können Sie ebenfalls mit einem Nahrungsergänzungsmittel in der Dosierung 500 bis 1.000 Mikrogramm pro Tag ausgleichen.

Omega-6-Fettsäuren bei Asthma und Allergien

Wenn Sie Medikamente gegen allergisches Asthma oder andere Allergie-Symptome, zum Beispiel Heuschnupfen, einnehmen müssen, sollten Sie sie mit Gamma-Linolensäure (GLA) kombinieren. Das ist eine Omega-6-Fettsäure.

Normalerweise verschlimmern diese Säuren Entzündungsprozesse im Körper – nicht so die GLA. Sie ist in der Lage, die Entstehung von Leukotrienen zu stoppen. Leukotriene können zu Erkrankungen der Atemwege und zu Asthma führen. GLA kann dadurch Entzündungen an den Bronchien verhindern. 600 mg dieser Fettsäure aus Nachtkerzenöl können Sie als Kapsel täglich einnehmen.

Blutdrucksenker: Arginin stellt Ihre Gefäße weit

Als Bluthochdruck-Patient, der Medikamente nehmen muss, sollten Sie täglich Arginin einnehmen. Arginin ist eine Aminosäure, die Ihr Körper für viele Prozesse benötigt. Wichtig für Sie: Diese Aminosäure sorgt dafür, dass Ihre Blutgefäße flexibel bleiben, und stellt sie weit. So kann das Blut besser fließen. Zweimal täglich können Sie 1.000 mg Arginin einnehmen.

Neueste Studien zeigen, dass auch der Extrakt aus der Seekieferrinde wichtig für Hochdruckpatienten sein kann. Das Mittel, unter dem Namen Pycnogenol bekannt, verringerte in chinesischen Untersuchungen die Dosis der Medikamente, die nötig war, um den Bluthochdruck zu senken. 100 mg davon sollten Sie pro Tag zu sich nehmen

Cholesterinsenker: Coenzym Q10 minimiert die Nebenwirkungen

Cholesterinsenker, die so genannten Statine, reduzieren den Gehalt an Coenzym Q10 in Ihrem Körper. Dieses Vitamin wird zwar häufig vernachlässigt, ist aber wichtig für Ihren Körper. Fehlt es, kommt es zu Muskelentzündungen und damit verbundenen starken Schmerzen. Nehmen Sie rund 100 mg Coenzym Q10 pro Tag ein, können Sie diese Schmerzen reduzieren bzw. Muskelentzündungen sogar vorbeugen.

Wenn Sie Statine einnehmen, sollten Sie zusätzlich auch zu Kapseln mit Fischöl greifen, die in diesem speziellen Fall durchaus wirksam sind. Die Kapseln sollten 1.500 mg Eicosapentaen-Säure (EPA) und 1.300 mg Docosahexansäure (DHA) enthalten. Es hat sich in mehreren Studien gezeigt, dass diese Omega-3-Kapseln ebenfalls einen Teil der gefährlichen Blutfette, die so genannten Triglyceride, senken.

Schmerzmittel: Süßholz schützt Ihren Magen

Viele der üblichen Schmerzmittel und Entzündungshemmer, wie zum Beispiel Aspirin, haben eine gefährliche Nebenwirkung: Sie greifen Ihren Magen-Darm-Bereich an, führen hier zu Entzündungen und Schäden. Das können Sie vermeiden, indem Sie dreimal täglich 350 mg Süßholzextrakt zu sich nehmen. Dieser Stoff, den Sie auch als Grundlage von Lakritz kennen, ist in der Lage, Sie vor diesen Entzündungen zu schützen.

Empfehlenswert ist auch die Einnahme von 500 bis 1.000 mg Vitamin C täglich. Es verringert die Gefahr von Entzündungen im Dünndarmbereich. Sie müssen dazu kein teures Präparat kaufen. Es reicht die einfache Ascorbinsäure, die Sie in der Drogerie oder Apotheke als Pulver erhalten.

Diese Substanzen entziehen Ihnen Vitamine und Mineralien:

  • Oxalsäure (z. B. in Spinat, Rhabarber)
  • Phytinsäuren (z. B. in Vollkornprodukten, Kohl, Rettich)
  • Zucker
  • Phosphate (z. B. in Fertiggerichten, Wurst, Schmelzkäse, Cola)
  • Koffein in Kaffee und Tee
  • Alkohol
  • Zigaretten

Wie Sie einen Vitalstoffverlust bremsen können

  • Acetylsalicylsäure ((ASS) senkt die Vitamin-C-Konzentration im Körper. Dadurch werden die Schleimhäute angreifbar und neigen zu Blutungen. Forscher der Universität Münster stellten bei 20 Probanden, die drei Tage lang jeweils 40 mg Acetylsalicylsäure (ASS)genommen hatten, leichte Magenblutungen in der Magenschleimhaut fest. Darauffolgend erhielten die Probanden zusätzlich zum ASS 480 mg Vitamin C, wodurch die Blutungen ausnahmslos gestoppt werden konnten. Nehmen Sie daher zur Vermeidung von Magengeschwüren Acetylsalicylsäure immer zusammen mit einem Vitamin-C-Präparat (aus dem Supermarkt) ein.
  • Cholesterinsenker beeinträchtigen die Bildung von Coenzym Q10. Zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzte Statine (z. B. Sortis®, Pravasin®) hemmen ein Enzym, das für die körpereigene Bildung von Coenzym Q10, des wichtigen Energielieferanten für den Herzmuskel, benötigt wird. Nehmen Sie daher zusätzlich zu Ihrem Cholesterinsenker täglich 50 – 100 mg Coenzym Q10 ein. Bitten Sie Ihren Arzt um ein Rezept über ein entsprechendes Arzneimittel.
  • Kortison entzieht Ihren Knochen Kalzium. Wenn Sie langfristig Kortison einnehmen müssen, droht als gefürchtete Nebenwirkung eine Osteoporose. Ergänzen Sie daher den fehlenden Mineralstoff durch ein Kalziumpräparat aus dem Drogeriemarkt. Die tägliche Dosis sollte bei 500 mg liegen.
  • Antibiotika bekämpfen auch  gesunde Darmbakterien. Antibiotika zerstören nicht nur schädliche Keime, sondern auch die gesunde Darmflora, und schädigen so die Darmschleimhaut. Eine verschlechterte Vitalstoffaufnahme ist die Folge. Bauen Sie daher nach jeder Antibiotika-Behandlung unbedingt Ihre Darmflora wieder auf, z. B. mit Mutaflor®, ProSymbioflor® oder Paidoflor® aus der Apotheke.  
  • Sie brauchen ein Kombinationspräparat, wenn Sie Entwässerungstabletten nehmen. Aufgrund der vermehrten Ausscheidung von Vitaminen und Mineralstoffen ist es sinnvoll, hier zu einer bewährten Vitalstoff-Kombination zu greifen. Da auch Abführmittel Ihnen fast alle Vitalstoffe entziehen, sollten Sie diese Mittel nur im Notfall und nur für kurze Zeit einnehmen.
Vitalstoffe Dr. med. Michael Spitzbart Männer, aufgepasst: Zu viel Eisen kann gefährlich für Sie sein!

Eisen ist an vielen Prozessen im Körper beteiligt und daher lebenswichtig. Für Männer kann es aber auch gefährlich werden.

Vitalstoffe Dr. med. Michael Spitzbart Diese Vitalstoffkombination macht Ihr Immunsystem stark

Stress und Leistungsdruck, dazu mangelnde Bewegung und unausgewogene Ernährung machen Sie jetzt besonders anfällig für Infekte.

Vitalstoffe Dr. med. Michael Spitzbart Kalium, Kalzium, Magnesium: Nutzen Sie das starke Trio gegen Säuren

Es gibt eine Menge Patienten, deren Beschwerden verschwinden, wenn sie sich basisch ernähren. Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema.

Vitalstoffe Dr. med. Michael Spitzbart Vermeiden Sie eine Überdosierung: Wie Sie Nahrungs­ergänzungs­mittel richtig zu sich nehmen

Nur wenn Vitalstoffe in der ausreichenden Dosierung zur Verfügung stehen, können sämtliche Vorgänge in Ihrem Körper richtig ablaufen.

Vitalstoffe Dr. med. Michael Spitzbart Vitalstoffpräparate: Was müssen Sie bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln beachten?

Sie möchten Ihre Gesundheit durch die Einnahme von Vitalstoffpräparaten unterstützen. Was müssen Sie dabei beachten?