Spurenelemente: Chrom lindert Gier auf Süßes
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GNL5223
Psychologen kennen das Problem, dass etwa 40 % ihrer depressiven Patienten regelmäßige Heißhungeranfälle auf Süßigkeiten und andere kohlenhydratreiche Lebensmittel (z. B. Nudeln) bekommen. Auch für Patienten mit einer so genannten Winterdepression sind diese Attacken typisch. Der vermutete Zusammenhang: Nach dem Verzehr von Kohlenhydraten steigen die Insulinwerte im Blut an, und das wiederum fördert die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin im Gehirn. Somit können Süßigkeiten die Stimmung immerhin ein wenig aufhellen – doch selbstverständlich mit katastrophalen Folgen: Viele depressive Patienten leiden an Übergewicht.
Diesen Teufelskreis haben Forscher an der Cornell-Universität in New York mit der Gabe des natürlichen Spurenelements Chrom durchbrechen können. Wie sie im Journal of Psychiatric Practicevom Oktober 2005 berichteten, behandelten sie 110 depressive Patienten acht Wochen lang entweder mit 600 mcg Chrom oder einem Scheinmedikament (Placebo). Dabei sank in der ChromGruppe nicht nur das Verlangen nach Kohlenhydraten, sondern auch die Stimmungsschwankungen gingen im Vergleich zur Placebo-Gruppe deutlich zurück. Von Chrom ist bekannt, dass es die Insulinwirkung verstärkt.
Das Spurenelement ist gut verträglich – Sie können einen Therapieversuch also ohne Bedenken wagen. Allerdings wurde in der Studie nicht untersucht, ob Chrom auch „normale“ Heißhungerattacken dämpft, die nicht mit Depressionen im Zusammenhang stehen. Theoretisch denkbar ist dies nach dieser Studie schon. Dann wäre das Spurenelement eine ideale Ergänzung in der Therapie von Übergewicht.
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