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Spurenelemente

Spurenelemente sind für das reibungslose Funktionieren Ihres Organismus lebenswichtig. Ihr Körper kann sie nicht selbst bilden, deshalb müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden. Viele fürchten, dass das nicht ausreicht. Spurenelemente sind deshalb derzeit Renner unter den käuflichen Nahrungsergänzungsmitteln.

Wie sinnvoll ist das?

Spurenelemente gehören zu den Mineralstoffen, die Sie neben den Vitaminen zum Funktionieren Ihres Körpers brauchen. Es gibt Mineralstoffe, die nur in Spuren benötigt werden – eben die Spurenelemente – und andere, die wir in größeren Mengen aufnehmen müssen. Zu den lebenswichtigen Spurenelementen zählen:

  • Eisen
  • Jod
  • Zink
  • Mangan
  • Kupfer
  • Selen
  • Chrom
  • Kobalt
  • Molybdän

Wann besteht ein erhöhter Bedarf?

Alle sind wichtige Bestandteile unseres Körpers und haben eine Reihe bedeutender Funktionen. So sind sie Bausteine von Hormonen, Enzymen, Vitaminen und dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Sie sind an fast allen Stoffwechselreaktionen beteiligt -Zink etwa beeinflusst die Bildung von über 200 Enzymen. Diese wiederum sind für Ihren Stoffwechsel und das Immunsystem wichtig. Spurenelemente tragen zum Funktionieren des Immunsystems essenziell bei. Sie sind aber auch am Aufbau und Erhalt von Knochen und Bindegewebe beteiligt und regulieren das Wachstum.

Wenn Sie sich ausgewogen ernähren, dabei auf eine ausreichende Jodversorgung achten (verwenden Sie am besten jodiertes Speisesalz), nehmen Sie automatisch genügend Spurenelemente zu sich. Sie brauchen dann keine Mineralstoffpräparate einzunehmen. Einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen und Spurenelementen (insbesondere Jod und Eisen) kann es bei Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit geben.

Auf keinen Fall sollten Sie vorsorglich ein Eisenpräparat einnehmen

Die Einnahme von Eisenpräparaten ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Dann sollte die Einnahme solcher Präparate jedoch unter Kontrolle des Arztes geschehen. Die prophylaktische Anwendung von Eisenpräparaten, wie sie in den USA in Mode ist, kann schädlich sein. Eisenpräparate sind meist schlecht verträglich und stören die Darmflora. Erhöhte Eisenwerte gelten als Risikofaktor für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten. Sie fördern die Bildung von freien Radikalen, den aggressiven Teilchen, die im Stoffwechsel entstehen und schwere Zellschäden verursachen können.

Die meisten Vitamin- und Mineralstoffpräparate sind nicht empfehlenswert

Bei vielen ist die Einnahme von Zink und Vitamin C zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Abwehrkräfte en vogue. Dies ist jedoch überflüssig – denn weder schützen sie vor Erkältungen noch verkürzen sie deren Dauer. Die Zeitschrift „Ökotest“ nahm zu Beginn dieses Jahres 29 solcher Präparate unter die Lupe und kam zu dem Ergebnis, dass keines dieser Mittel empfehlenswert ist. Im Gegenteil: Überdosierungen können schädliche Wirkungen haben. Bereits eine kurzfristige Zufuhr von 50 Milligramm Zink kann den Eisen- und Kupferstoffwechsel beeinträchtigen. In hohen Konzentrationen wirkt Zink giftig.

Die Deutschen sind im Allgemeinen gut mit Zink versorgt, denn es ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Ältere Menschen und Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für einen leichten Zinkmangel. Ein schwerer Zinkmangel kann sich bei Nieren-, Leber- oder Magen- und Darm-Erkrankungen, bei Diabetes oder nach schweren Verbrennungen entwickeln. Allerdings ist der Körper in der Lage, Schwankungen selbst auszugleichen: Benötigt er mehr Zink, verwertet er das Zink aus den Speisen besser und scheidet gleichzeitig weniger über Magen und Darm aus. Auch Sportler brauchen kein Extra-Zink, wie es manchmal empfohlen wird.

Selen ist als Nahrungsergänzung fast immer überflüssig

Präparate mit Selen stehen derzeit ebenfalls hoch im Kurs. Das Spurenelement wird als Radikalfänger und als Schutz gegen Herzinfarkt und Krebs gepriesen. Selen steckt jedoch in so vielen Nahrungsmitteln, dass dies überflüssig ist. Bei manchen Krankheiten kann eine zusätzliche Gabe von Selen sinnvoll sein – etwa bei Menschen, die künstlich ernährt werden, bei langjährigem Diabetes, Krebserkrankungen oder Rheuma. Dies sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.

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