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Powerstoff Selen – So schützen Sie sich mit Selen vor der alltäglichen Umweltbelastung

Vitalstoffe haben in Ihrem Körper viele Aufgaben. Eine wichtige ist, Sie vor zu vielen Schwermetallen zu schützen. Besonders gut kann das Selen. Ich zeige Ihnen, welche Wirkung Selen in Ihrem Körper hat. Und vor allem, wie Sie Ihren Selenspiegel ganz natürlich durch Ihre Nahrung decken können.

Selen© Tatiana - Fotolia

Gegen Umweltschadstoffe brauchen Sie eine gute Rundum-Versorgung mit Vitalstoffen. Magnesium, Kalzium und Zink bilden eine Einheit im Kampf gegen Schwermetalle, besonders wirkungsvoll aber ist Selen.

Selen wirkt in mehreren Schritten:

  • Nehmen Sie Selen zu sich, dann konkurriert es mit den Schadstoffen schon um die Aufnahme im Darm – und setzt sich hier meist durch.
  • Zudem bindet es sich an Schwermetalle und sorgt so für die Ausscheidung der Stoffe.
  • Im Körper selbst sorgt Selen dafür, dass die Schwermetalle nur in geringen Mengen in Gewebe, Hirn und Knochen eingebaut werden.
  • Es aktiviert die Produktion von Hunderten von Enzymen, die die Schadstoffe aus dem Körper ausleiten.
  • Gleichzeitig werden antioxidative Enzyme produziert, die Ihre Zellen vor den freien Radikalen aus Schadstoffen schützen.

Mineralstoffe und Spurenelemente gehören eigentlich in jede Zelle Ihres Körpers. Heute aber hat ein gefährlicher Umverteilungsprozess begonnen. Immer weniger Zink, Magnesium und vor allem Selen finden sich im menschlichen Körper. Dafür werden wir nach und nach zu einer „Giftmülldeponie“. Schwermetalle dringen in jede Zelle ein, lagern sich im Gewebe, im Gehirn und in Ihren Knochen ab. Beides kombiniert, der Mangel an Selen und das Übermaß an Schadstoffen, vereint sich zu einer gefährlichen Mischung. Die Metalle reichern sich an. Über Jahre hinweg werden sie dann zu gefährlichen Krankheitsauslösern, die Alzheimer und Parkinson verursachen können.

Warum machen Schwermetalle Sie krank?

Ablagerungen von Schwermetallen stören Ihren Stoffwechsel. Enzyme, aber auch Botenstoffe müssen sich dann mit Stoffen auseinander setzen, die sie lähmen, in ihrer Funktion beeinträchtigen oder ganz hemmen. Nach und nach kommt Ihr Stoffwechsel völlig durcheinander. Sie werden depressiv, unkonzentriert, leiden unter Migräne, Gelenkentzündungen oder Ekzemen. Darüberhinaus greifen die Schwermetalle direkt Ihr Immunsystem an: Sie werden anfälliger für Infekte und sind häufiger krank.

Es kann allerdings auch das Gegenteil eintreten: Ihr Immunsystem wird durch die Schadstoffe überempfindlich. Sie reagieren dann besonders stark auf die Belastung durch Schadstoffe, bekommen Allergien oder Asthma.

Blei, Kadmium, Aluminium: Was Ihr Körper jeden Tag verkraften muss

So viele Schwermetalle nehmen Sie pro Tag zu sich:

  • Bis zu 300 µg Blei. Blei ist das häufigste Schwermetall in der Umwelt. Es gelangt durch bleihaltige Kraftstoffe in die Luft und in die Böden. In einem normalen Acker finden sich durchschnittlich 25 mg Blei pro Quadratmeter, in einem Garten in der Stadt 225 mg. Auch Lebensmittel bleiben nicht verschont davon. Weizenkeime enthalten im Durchschnitt 200 µg Blei pro 100 g, Brot und Reis rund 35 µg. Besonders betroffen ist die Rinderleber. Bis vor rund 100 Jahren war sie die erste Wahl, wenn es um die Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen ging. Heute ist sie fast schon Sondermüll, mit 490 µg Blei pro 100 g. Blei wird in Ihrem Körper in Enzyme eingebaut. So wirkt es sich negativ auf Ihre Gesundheit aus und kann zu Müdigkeit oder Schlaflosigkeit, Depressionen und Konzentrationsstörungen führen.
  • Bis zu 35 µg Kadmium. 20.000 Tonnen Kadmium werden pro Jahr hergestellt, ein Schwermetall, das es vor der industriellen Revolution auf der Erde nicht gab. Stahlwerke und Müllverbrennungsanlagen sind dafür verantwortlich, dass es in die Luft geschleudert wird. In allen Lebensmitteln ist es enthalten, so zum Beispiel rund 40 µg pro 100 g Brot, bis zu 150 µg in Innereien und rund 500 µg in Tunfisch. Das Problem: Kadmium sammelt sich im Körper an, kann nicht ausgeschieden werden. Es steht im Verdacht, Alzheimer oder Parkinson auszulösen.
  • Bis zu 20 µg Quecksilber. Quecksilber kann Ihnen schon aus zu alten und damit verwitterten Amalgamfüllungen drohen. Aber auch Wildpilze sind stark quecksilberhaltig, ebenso wie zu viel Flussfisch. Wenn Sie sehr häufig Fisch aus Flüssen essen, also fünf- bis siebenmal pro Woche, lässt sich ein deutlicher Quecksilbergehalt in Ihrem Blut nachweisen. Das gilt allerdings kaum bei Seefischen. Auch Innereien sind belastet. So weist Leber 10-mal so viel Quecksilber auf wie das dazugehörige Muskelfleisch. Quecksilber, das Sie aus tierischen Quellen zu sich nehmen, gelangt zu 90 % in Ihren Körper. 10 % davon wandern sofort in Ihr Gehirn und können dort 20 Jahre lang als Nervengift wirken.
  • Bis zu 150 µg Aluminium. Getränkedosen, Jogurtdeckel oder auch Alu-Kochtöpfe sondern das Metall ab. Aber auch andere Produkte enthalten Aluminium. Es kommt zum Beispiel in Magenmitteln, Deos oder auch Mundwässern vor. Zwar wird immer wieder behauptet, dass das zugesetzte Aluminium in diesen Mengen unschädlich sei, aber ob wir das so unbedingt glauben können? Ich denke, nein.

Mit diesen 5 Tipps reduzieren Sie Ihre Belastung durch Schwermetalle

  1. Wenn Sie Gemüse aus der Auslage eines Geschäfts in der Stadt kaufen, waschen Sie es sehr gründlich. So können Sie bis zu 70 % des anhaftenden Bleis entfernen.
  2. So schön es auch ist – und so teuer es einmal war: Verwenden Sie Bleikristallkaraffen und -gläser nur als Deko-Objekte. Getränke in solchen Karaffen mögen schön aussehen, aber es gibt Tests mit Portwein, die nachweisen, dass das Blei aus dem Kristall geschwemmt wird. Innerhalb von vier Monaten stiegen die Bleiwerte im Wein in einer Karaffe von 87 µg auf bis zu 3.000 µg an.
  3. Falls Sie Raucher sind, sollten Sie sich das Laster so schnell wie möglich abgewöhnen und bis dahin Ihre Selenzufuhr erhöhen. Denn als Raucher nehmen Sie besonders viel Kadmium zu sich. Wenn Sie rauchen, haben Sie im Alter von 50 Jahren doppelt so viel Kadmium in Ihrem Körper wie ein Nichtraucher.
  4. Haben Sie Amalgamplomben, sollten Sie überprüfen lassen, ob sie noch in Ordnung sind. Kaputte Plomben sollten Sie auf jeden Fall ersetzen lassen. Dabei dürfen aber nicht mehr als zwei Stück in zwei Monaten entfernt werden, da sonst die Quecksilberbelastung für Ihren Körper zu groß ist. Nehmen Sie bei einer solchen Sanierung morgens 400 mg Selen sowie mittags 1.000 mg Vitamin C und 40 mg Zink ein – von einer Woche vor bis eine Woche nach der Sanierung. So schützen Sie sich vor dem giftigen Stoff.
  5. Meiden Sie aluminiumhaltige Produkte, besonders Lebensmittelverpackungen aus Aluminium.Optimale Selenwerte sind selten vorhanden

Selen ist einer der Stoffe, der sich im Blut der meisten Menschen in zu geringer Menge befindet. Bei vielen meiner Patienten messe ich Werte, die zwischen 30 und 90 µg/l Blutserum liegen. Das ist viel zu wenig. Sie weisen dann keinen Zellschutz auf, eine Schadstoff-Entsorgung findet praktisch nicht statt.

Ich gebe aber nicht nach, bis meine Patienten einen Blutserum-Wert von 120 bis 200 µg/l Selen aufweisen. Das ist ein optimaler Schutz, auch vor Krebs und Zellzerstörung. Ein solcher Wert entspricht einer Selenzufuhr von 100 bis 200 µg pro Tag. Wenn der Selenspiegel sehr niedrig ist, funktioniert das mit der Nahrung allein nicht. Dann müssen Sie Selen zuführen. Ich empfehle Selenmethionin aus den USA, das Sie sich über Ihre Apotheke beschaffen können.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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