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Nahrungsergänzung: In diesen Fällen brauchen Sie immer ein Zusatzpräparat

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Mangelversorgung mit Mineralstoffen


In diesen Fällen brauchen Sie immer ein Zusatzpräparat

Es gibt aber auch Situationen, in denen Sie tatsächlich nicht umhinkommen, zusätzlich zu einer bewussten Ernährung noch Präparate einzunehmen. Also zu substituieren, wie es in der Fachsprache heißt. Das ist in folgenden Situationen der Fall:

  • Hohe Homocysteinwerte. Sie sind ein Risikofaktor, können zur Verkalkung der Arterien und damit auf Dauer zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Zudem erforschen Wissenschaftler gerade, ob Homocystein auch an der Entstehung von Alzheimer und Parkinson beteiligt ist. Sie können erhöhte Homocystein-Werte (über 5 μmol/1) ganz einfach senken, indem Sie einen Vitamin-B-Komplex einnehmen. Dieser besteht aus Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure. Enthalten sollte ein solcher Vitamin-B-Komplex 10 mg Vitamin B6, 10 μg B12 und 400 μg Folsäure.
  • Eiweißmangel. Bei einem niedrigem Eiweißspiegel unter 7mg/dl Blut empfehle ich meinen Patienten ein Eiweißpulver. Denn nur so ist es möglich, die Speicher gezielt und relativ schnell wieder aufzufüllen. Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Auch mit einem Pulver dauert es immer noch gut ein halbes Jahr, bis Ihre Vorräte wieder gefüllt sind. Aber es geht eben schneller und besser als allein über die Nahrung. Wichtig ist, dass Sie kein Eiweißpulver nehmen, das Kohlenhydrate enthält — also keines für Bodybuilder. Sonst fiillen Sie nicht nur Ihre Eiweißdepots, sondern auch Ihre Fettpölsterchen auf Hüften und Oberschenkeln. Zusätzlich sollten Sie auf jeden Fall eiweißreiche Nahrung zu sich nehmen. Hierzu gehören z. B. Kartoffeln mit Hüttenkäse oder Quark, Kartoffeln mit Ei oder Hülsenfrüchte ohne Fett gekocht.

  • Schwangerschaft. Falls es Sie persönlich nicht betrifft, dann geben Sie diesen Rat bitte auch an Ihre schwangeren Bekannten und Verwandten weiter: Bei einer Schwangerschaft ist Folsäure unerlässlich. Wir sind in Deutschland ein Folsäure-Mangelgebiet. Aber nur mit ausreichender Menge dieses Vitamins können Entwicklungsschäden beim Embryo, zum Beispiel offener Rücken, vermieden werden. Am besten beginnen Sie mit der Folsäureeinnahme schon, wenn Sie das Ziel haben, schwanger zu werden. Das Präparat, das Sie wählen, sollte dabei 400 μg Folsäure enthält.
  • Magnesiummangel. Der Magnesiumspiegel in Ihrem Blut sollte idealerweise über 1,0 mmol/1 betragen —bei vielen Menschen liegt er darunter. Magnesium können Sie nur sehr schwer allein über Ihre Nahrung zu sich nehmen. Sie bräuchten zum Beispiel täglich 400 g Vollkornbrot dazu. Das mag funktionieren, wenn Sie ein leckeres, ganz frisches Brot vor sich liegen und richtig Hunger haben. Aber das geht auch nur einmal, nicht jeden Tag. Bei Magnesiummangel bleibt Ihnen also gar nichts anderes übrig, als ein Präparat zu nehmen. Meinen Patienten empfehle ich in so einem Fall als Ergänzung Magnesium der Firmen Cadion, Diasporal oder Verla.
Mann greift sich an den Kopf

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