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Magnesium: Verbessert Knochendichtee

Nach den neuesten Studienergebnissen wirkt sich eine ausreichende Menge an Magnesium positiv auf die Knochendichte aus. Eine Studie untersuchte die Knochendichte von mehr als 2.000 Frauen und Männern schwarzer und weißer Hautfarbe im Alter von über 70 Jahren. Die Studienteilnehmer machten den Wissenschaftlern Angaben darüber, wie sie sich ernähren und welche Nahrungsergänzungsmittel sie nehmen.

Unterschiedliche Verarbeitung im Körper

Die Frauen und Männer weißer Hautfarbe, die mehr Magnesium aus der Nahrung oder durch Nahrungsergänzungsmittel zu sich nahmen, zeigten wesentlich bessere Knochendichtewerte als die Studienteilnehmer mit weniger Magnesium.

Dieser Zusammenhang traf jedoch nicht auf schwarze Frauen und Männer zu. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Körper Vitamin D und kalziumsteuernde Hormone im Körper unterschiedlich verarbeiten. Allerdings gibt es wenig Belege dafür, dass eine Einnahme von Magnesium notwendig ist, um bei den meisten Menschen Osteoporose und Knochenbrüchen vorzubeugen. Interessanterweise berichten jüngste Studien über einen Zusammenhang zwischen der höheren Magnesiumzufuhr durch die Nahrung und einem reduziertem Auftreten von Darmkrebs bei Frauen.

Magnesium und Knochengesundheit

Gesunde Knochen benötigen geringe Mengen Magnesium. Dieses trägt dazu bei, dass der Körper Vitamin D aufnimmt und verwertet. Das wiederum begünstigt die Aufnahme von Kalzium, das für die Knochen wichtig ist. Wissenschaftler untersuchen, wie Magnesium Wachstum und Abbau der Knochen beeinflusst. Bisher gibt es nicht genügend Beweise, um die zusätzliche Einnahme von Magnesiumpräparaten zu empfehlen. Magnesiumverbindungen sind häufig in Antazida (Mittel, die Magensäure binden) und Abführmitteln enthalten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Frankfurt) empfiehlt Frauen täglich 300 mg Magnesium und Männern 350 mg. Diese Werte erreichen Sie durch eine gesunde Ernährungsweise. Magnesium kommt in vielen vollwertigen Nahrungsmitteln vor, unter anderem in Obst und Gemüse, Milch, Fisch, Nüssen, getrockneten Bohnen und Vollkorn. Eine kürzlich im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Studie unterstreicht den Zusammenhang zwischen Vollwerternährung und ausreichender Magnesiumversorgung. Die Studie stellt fest, dass durch den lebenslangen Konsum von magnesiumreichem Obst und Gemüse dem Abbau der Knochendichte und der Entstehung der Osteoporose entgegengewirkt kann.

Ernährung spielt eine bedeutende Rolle

Magnesium hilft Ihrem Körper, Vitamin D aufzunehmen und zu nutzen. Vitamin D hingegen spielt eine Rolle bei der Aufnahme von Kalzium, das für die Knochengesundheit wichtig ist. Es empfiehlt sich, dass Frauen über 70 Jahre täglich 320 mg Magnesium zu sich zunehmen und Männer über 70 Jahre 420 mg. Ernährungsstudien zeigen, dass viele ältere Erwachsene keine ausreichenden Mengen an Magnesium erhalten.

Der vermehrte Verzehr von magnesiumhaltigen Nahrungsmitteln (z. B. grünes Blattgemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, Fleisch und Milch) deckt den Magnesiumbedarf im Alter ebenso wie durch Nahrungsergänzungsmittel. Wenn Sie eine gestörte Nierenfunktion oder Nierenversagen aufweisen, stellt die Einnahme von Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel ein Risiko dar. Die Folgen können niedriger Blutdruck, heftige Übelkeit und Erbrechen, unregelmäßiger Herzrhythmus, Koma und sogar der Tod sein.

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