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Magnesium: Nicht überall, wo es draufsteht, ist auch welches drin

Neue Energie für die Muskeln und stabilere Knochen – hierfür ist das „Wundermittel“

Brausetablette© Manuel Schäfer - Fotolia
Magnesium verantwortlich. Idealerweise sollte es in unserer Nahrung ausreichend vorhanden sein. Bei Mangelerscheinungen empfehle ich meinen Patienten Magnesium-Präparate. Dabei sollten Sie folgende Tipps beachten.

Magnesium ist neben Kalzium am Aufbau und an der Erhaltung des Skelettsystems und der Zähne entscheidend beteiligt. Es stabilisiert das innere Zellskelett der Zellen. Weiterhin steuert es Muskel- und Nervenfunktionen, indem zum Beispiel über die Magnesiumkonzentration in den einzelnen Zellen die Muskelkontraktion gesteuert wird. Es sind bislang etwa 300 Enzyme bekannt, die für ihre Aktivität Magnesium benötigen.

Nehmen Sie genügend Magnesium zu sich

Der Bedarf an Magnesium liegt bei Erwachsenen bei 300 bis 400 mg täglich. Dabei ist zu beachten, dass Männer wegen ihrer größeren Skelettmasse etwas mehr als Frauen benötigen. Für Kinder bis 4 Jahre werden 80 mg und bis 15 Jahre 120 bis 300 mg empfohlen. Bei folgenden Gruppen von Menschen kann ein zusätzlicher Bedarf an Magnesium bestehen:

  • Sportler, bei denen viel Magnesium durch den Schweiß verloren geht; Diabetiker, die über den Urin vermehrt Magnesium ausscheiden;
  • Alkoholiker
  • Ältere Menschen, die häufig nicht genug trinken.

Ferner kann die Einnahme einiger Arzneimittel ein Grund für einen erhöhten Magnesiumbedarf sein. Man geht davon aus, dass der tägliche Bedarf von Magnesium bei normaler Ernährung in etwa gedeckt sein sollte. Kurzfristige Engpässe bei der Magnesiumaufnahme werden durch die Magnesiumvorräte in den Knochen überbrückt. Bei Krankheit, Fehlernährung oder auch häufig bei älteren Menschen können allerdings chronische Mängel auftreten. Auch Herzkranke können einen vermehrten Bedarf an Magnesium haben, eine zusätzliche Einnahme von Magnesiumpräparaten sollten aber herzkranke Personen grundsätzlich mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Das sind Anzeichen für einen Magnesium-Mangel:

  • Muskel- und Wadenkrämpfe
  • Unruhe, Nervosität, Schwindel, Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Störungen des Herzens: Herzjagen, Krämpfe der Herzmuskulatur bis hin zu Rhythmusstörungen und Herzschmerzen
  • Magen-Darm Probleme, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe.

Wenn diese Zeichen bei Ihnen auftreten, sollten Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt Ihre Nahrung durch Magnesiumpräparate ergänzen.

Gesunde haben keine Überdosierung zu befürchten

Beim gesunden Menschen gibt es in der Regel keine Überdosierungen, zu viel aufgenommenes Magnesium wird ausgeschieden. Bei einer herabgesetzten Nierenfunktion kann es jedoch zu einem Überschuss an Magnesium kommen, besonders wenn magnesiumhaltige Arzneimittel, wie beispielsweise Antazida oder Abführmittel, eingenommen werden.

Die Symptome einer Überdosierung entwickeln sich in Abhängigkeit der Magnesiumkonzentration im Blut. So kann es zu Durchfall und zu einer herabgesetzten Erregbarkeit der Muskulatur und des zentralen Nervensystems kommen. Bei einer extremen Überdosierung von Magnesium kann es zu Atem- und Herzstillstand kommen.

So decken Sie Ihren Tagesbedarf an Magnesium

Lebensmittel                Magnesiumgehalt

in mg pro 100 g

Sonnenblumenkerne      420

Sesamsamen                 370

Weizenkeime                 250

ungeschälter Reis          160

Schokolade                    140

Haferflocken                  140

Helfen Sie ihrem Körper mit Präparaten auf die Sprünge

Gegen einen – möglichst ärztlich festgestellten – Magnesiummangel gibt es eine große Auswahl von Magnesiumpräparaten. Diese sind nicht grundsätzlich apothekenpflichtig und daher teilweise auch in Drogerien, Reformhäusern und sogar schon in Supermärkten erhältlich. Meist werden Tagesdosen zwischen 200 und 400 mg Magnesium angeboten, die zur optimalen Aufnahme in drei kleineren Einnahmemengen über den Tag verteilt werden sollten. Magnesiumpräparate sollten Sie weit nach dem Essen nehmen. Wenn Sie Sport treiben, ist es wichtig, dass Sie Magnesium erst nach dem Training zuführen. Führen Sie das Magnesium vorher zu, kann es zu Unverträglichkeit und Magenproblemen kommen.

Vorsicht: Patienten mit herabgesetzter Nierenfunktion dürfen Magnesium nur einnehmen, wenn die Magnesiumkonzentration im Blut regelmäßig kontrolliert wird. Bei einer verminderten Phosphatkonzentration im Blut sollte Magnesium nur eingeschränkt angewendet werden.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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