Magnesium
GNL5144
Neue Energie für die Muskeln und stabilere Knochen – hierfür ist das „Wundermittel“ Magnesium verantwortlich. Idealerweise sollte es in unserer Nahrung ausreichend vorhanden sein. Bei Mangelerscheinungen empfehle ich meinen Patienten Magnesium-Präparate. Dabei sollten Sie folgende Tipps beachten.
Magnesium ist neben Kalzium am Aufbau und an der Erhaltung des Skelettsystems und der Zähne entscheidend beteiligt. Es stabilisiert das innere Zellskelett der Zellen. Weiterhin steuert es Muskel- und Nervenfunktionen, indem zum Beispiel über die Magnesiumkonzentration in den einzelnen Zellen die Muskelkontraktion gesteuert wird. Es sind bislang etwa 300 Enzyme bekannt, die für ihre Aktivität Magnesium benötigen.
Nehmen Sie genügend Magnesium zu sich
Der Bedarf an Magnesium liegt bei Erwachsenen bei 300 bis 400 mg täglich. Dabei ist zu beachten, dass Männer wegen ihrer größeren Skelettmasse etwas mehr als Frauen benötigen. Für Kinder bis 4 Jahre werden 80 mg und bis 15 Jahre 120 bis 300 mg empfohlen.
Bei folgenden Gruppen von Menschen kann ein zusätzlicher Bedarf an Magnesium bestehen:
- Sportler, bei denen viel Magnesium durch den Schweiß verloren geht;
- Diabetiker, die über den Urin vermehrt Magnesium ausscheiden;
- Alkoholiker;
- ältere Menschen, die häufig nicht genug trinken
Ferner kann die Einnahme einiger Arzneimittel ein Grund für einen erhöhten Magnesiumbedarf sein. Man geht davon aus, dass der tägliche Bedarf von Magnesium bei normaler Ernährung in etwa gedeckt sein sollte. Kurzfristige Engpässe bei der Magnesiumaufnahme werden durch die Magnesiumvorräte in den Knochen überbrückt. Bei Krankheit, Fehlernährung oder auch häufig bei älteren Menschen können allerdings chronische Mängel auftreten. Auch Herzkranke können einen vermehrten Bedarf an Magnesium haben, eine zusätzliche Einnahme von Magnesiumpräparaten sollten aber herzkranke Personen grundsätzlich mit dem behandelnden Arzt absprechen.
Das sind Anzeichen für einen Magnesium-Mangel:
- Muskel- und Wadenkrämpfe
- Unruhe, Nervosität, Schwindel, Konzentrationsschwäche
- Kopfschmerzen, Migräne
- Störungen des Herzens: Herzjagen, Krämpfe der Herzmuskulatur bis hin zu Rhythmusstörungen und Herzschmerzen
- Magen-Darm Probleme, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe
Wenn diese Zeichen bei Ihnen auftreten, sollten Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt Ihre Nahrung durch Magnesiumpräparate ergänzen.
Gesunde haben keine Überdosierung zu befürchten
Beim gesunden Menschen gibt es in der Regel keine Überdosierungen, zu viel aufgenommenes Magnesium wird ausgeschieden. Bei einer herabgesetzten Nierenfunktion kann es jedoch zu einem Überschuss an Magnesium kommen, besonders wenn magnesiumhaltige Arzneimittel, wie beispielsweise Antazida oder Abführmittel, eingenommen werden.
Die Symptome einer Überdosierung entwickeln sich in Abhängigkeit der Magnesiumkonzentration im Blut. So kann es zu Durchfall und zu einer herabgesetzten Erregbarkeit der Muskulatur und des zentralen Nervensystems kommen. Bei einer extremen Überdosierung von Magnesium kann es zu Atem- und Herzstillstand kommen.
Dr. Spitzbart berichtet beim ZDF Mittagsmagazin
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