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Warum Quark ein Kalziumräuber ist

Leserin Jutta hatte eine interessante Frage zum Thema Kalzium in Quark. Diese hatte mir bereits meine Frau gestellt, die unheimlich gern Quark (auch ohne „alles“ und zu jedem) isst: Stimmt es tatsächlich, dass Quark keine gute Kalziumquelle ist? Ehrlich gesagt, ich wusste es auf Anhieb nicht so recht und musste mich erstmal informieren. Das war gar nicht so einfach. Doch am Ende bin ich dabei auf eine einleuchtende Erklärung des Alternativmediziners Dr. Volker Schmiedel in der Zeitschrift „Naturarzt“ gestoßen, von der wir große Stücke halten. Hier ist sie: Bei einer ausgewogenen Ernährung besteht in aller Regel kein Kalziummangel. Die vorbeugende Gabe von zusätzlichem Kalzium kann den Organismus deshalb unnötig belasten. Wird jedoch zu wenig Kalzium aufgenommen, kann es unter anderem zu Knochenschwund, Zahnproblemen, Muskelkrämpfen und Herzrhythmusstörungen kommen. Das mit der Nahrung aufgenommene Kalzium braucht allerdings Bewegungsreize, damit es in die Knochen eingebaut werden kann. Fehlen diese Reize, kann Ihr Körper wenig mit dem Kalzium anfangen.

WarumQuark keine gute Kalziumquelle ist

Zu den Hauptnahrungsquellen für Kalzium in der Nahrung zählen Milch und Milchprodukte, auch wenn ideologisch engagierte Milchhasser dies nicht gerne hören. Am meisten Kalzium enthalten alte Käse. Auch Nüsse, Gemüse, Soja, Vollkornprodukte und Mineralwässer sind gute Kalziumquellen. Quark dagegen ist keine gute Kalziumquelle, auch wenn viele ihn in bester Absicht und mit Genuss verzehren. Denn er enthält einerseits relativ wenig Kalzium, das liegt an seiner Herstellungsweise. Quark ist dagegen eine „Eiweißbombe“, was für viele Menschen in Mangelsituationen und bei extremen Ernährungsstilen von gesundheitlichem Vorteil ist. Doch bei zu hoher Eiweißzufuhr greift der Organismus andererseits zu einem Trick: Er mobilisiert Kalzium aus dem Knochen, um seinen Säure-Basen-Haushalt zu stabilisieren, und scheidet dieses über die Nieren wieder aus. Quark kann also, wenn er in zu großen Mengen genossen wird, eher zu einem Kalziumräuber werden. Sein Fettgehalt ist davon unabhängig. Laut Dr. Volker Schmiedel (Chefarzt der inneren Abteilung der Habichtswald-Klinik Kassel) wurde dieser Mechanismus inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen.

Haben Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel stets im Auge

Zur Vorbeugung von Krankheiten, die einem Kalziummangel zur Last gelegt werden, sollten Sie vor allem auch Ihren Vitamin-D-Spiegel im Auge behalten.

 

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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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Alte Kommentare
  • nikita schrieb am 20.06.2013, 12:49 Uhr

    Was genau ist ein ideologisch engagierter Milchhasser?? Ich habe ehrlich gesagt meine Mühe mit dieser Formulierung. Dass Milchprodukte eigentlich nicht so gesund sind, wie das von der Milchindustrie und den Mainstreammedien gerne dargestellt und propagiert wird, kann man heute dank Internet und Co. problemlos nachlesen. Dazu gibt es auch eine Reihe interessanter Dokus, die man sich z.T. auch über Youtube ansehen kann. Bsp. "Die Milchlüge", "Gabel statt Skalpel" etc. Milchprodukte enthalten zwar viel Kalzium, werden aber nicht basisch, sondern sauer verstoffwechselt, was sie wiederum zum Kalziumräuber macht (nicht nur beim Quark) und nicht nur Oseoporose, sondern auch viele andere Zivilisationskrankheiten begünstigen. Ausser Sahne und Butter sind basisch so viel ich weiss. Macht sie aber auch nicht viel gesünder, da auch diese Produkte derart beahandelt und verändert wurden, dass daran nicht mehr viel Gesundes ist (Pasteurisierung, Homogenisierung). Ganz zu schweigen vom ursprünglischen Rohstoff. Wie gesund kann wohl ein Milchprodukt sein, wenn die Kuh Silofutter, Gen-Soja etc. zu fressen bekommt, die Weide nie oder kaum sieht und dann noch enthornt wurde. Dazu kommt noch ein hohes Allergierisiko, dass von vielen unterschätzt wird und meistens auch nicht erkannt wird. Ich spreche nicht nur von einer Laktoseintoleranz. Wer eine zeitlang auf Milchprodukte verzichtet, wird merken, wie viel besser es einem körperlich geht (Mögliche Symptome: Hautprobleme, Ausschläge und Ekzeme, Asthma und sonstige Atembeschwerden, Verschleimungen, chronische Bronchitis, Sinusitis etc.). Und nein ich lebe nicht vegan, aber bin dank heutiger Informationsmöglichkeiten aufgeklärt.

  • herebrt loos schrieb am 22.06.2013, 07:02 Uhr

    “Aber Milch kannst du doch trinken, da stirbt doch kein Tier” Leider Falsch! Eine Kuh gibt so wie jedes Säugetier nur Milch wenn sie Nachwuchs hat der gestillt werden muss. So wird eine Kuh jährlich künstlich besamt. Was passiert mit den Kälbern? Jedes Kalb wird sofort der Mutter entrissen und bekommt Milchersatz zu trinken. Die meisten Kälber werden noch bevor sie feste Nahrung zu sich nehmen geschlachtet und landen als Kalbsschnitzel auf den Tellern der Nation ( Kalb = Milch = Tod!) Selbst wenn kein Tier sterben würde, so ist das Leben einer Milchkuh mehr als trostlos, sie verbringt ihr Leben auf rutschigen Spaltenböden, wird jährlich vergewaltigt, um ihr künstlich Samen einzupflanzen, ihre Euter haben oft Geschwüre, da sie unglaublich überzüchtet sind. Was macht man gegen kranke Tiere? Richtig, man mischt allen Tieren Antibiotika unters Futter, welches über Milch und Fleisch auch zum Menschen gelangt. Unter normalen Umständen wird eine Kuh 20 Jahre alt, durch die Massentierhaltung und Züchtung erlebt eine “Hochleistungskuh” gerade mal ihr viertes Lebensjahr, dann stirbt sie. Auch Bio-Kühe haben kein weniger schlimmes Leben. Auch ihnen wird das Kind entrissen, sie werden künstlich besamt und sterben viel zu früh. Darüber hinaus ist es bei egal welcher Haltungsform einfach falsch andere Lebewesen einzusperren und auszubeuten. Niemand gibt einem das Recht dazu. “Aber Milch ist doch sooo gesund” Ebenso Falsch! Eine wunderbare Unwahrheit, in Amerika ist es verboten damit zu werben, dass Milch gesund sei. Sicher enthält sie viel Eiweiß und Kalzium, durch die hohe Erhitzung der Milch, um sie haltbar zu machen gehen jedoch 50-90% des Eiweißes kaputt. In der Milch ist ein Hemmstoff, welcher die Aufnahme von Kalzium stark behindert. Davon abgesehen, dass man Eiweiß und Kalzium in Milch findet, so findet man auch : Pestizide, Hormone, Umweltgifte, Schwermetalle (Es konnten auch teilweise geringe Spuren von Blut und Eiter festgestellt werden)