Kalzium: Kalziumzufuhr in Deutschland zu niedrig
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In Deutschland liegt die Kalziumzufuhr zwischen 300 und 1500 mg pro Tag. Im Durchschnitt werden 700 mg erreicht, was für eine wirksame Knochenstärkung nicht ausreicht. Bei einer Reihe von Menschen grenzt die Kalziumaufnahme an das Minimum von 500 mg pro Tag. Mit der Ernährung wird der optimale Bedarf an Kalzium oft nicht erreicht, vor allem, wenn man von den inzwischen empfohlenen höheren Bedarfsmengen ausgeht. Dabei wäre die Zufuhr recht einfach zu sichern.
Schon ein halber Liter Milch – auch Magermilch – liefert 600 mg Kalzium: In den letzten 25 Jahren ist der Milchkonsum allerdings um 25 % gesunken. Wird außerdem auf Käse und andere Milchprodukte verzichtet, ist die ausreichende Kalziumversorgung oft schwer zu erreichen. Kann man die Ernährung nicht soweit umstellen, dass die optimale Kalziumzufuhr gesichert ist, sind Kalzium-Ergänzungen sinnvoll.
Abhängig von der Ernährung können täglich etwa 200 bis 600 mg Kalzium zusätzlich zugeführt werden, um die empfohlenen Bedarfswerte sicher und in optimaler Menge zu erreichen. Bei bereits entwickelter Osteoporose sollten neben ausreichendem Kalzium immer auch andere, für den gesunden Knochenaufbau wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in ausreichender Menge zugeführt werden. Dazu gehören z. B. Vitamin A, C, D, K, Magnesium, Kupfer, Mangan, Zink und Bor. Hier sollten Sie aber mit dem Arzt absprechen, welche Vitaminmengen bei welchem Osteoporose-Stadium sinnvoll sind.
Eine Überdosierung setzt eine gewaltige Kalziumaufnahme voraus.
Kalzium gilt bis zu einer Menge von 2500 mg als sicher und bis zu 4000 mg noch als ungefährlich. Zuviel aufgenommenes Kalzium, das der Körper nicht benötigt, wird nicht in die Knochen eingebaut und einfach wieder ausgeschieden. Extrem hohe Zufuhren von über 4000 mg sollte man jedoch vermeiden, vor allem zusammen mit hohen Dosen an Vitamin D, bzw. nur unter therapeutischer Begleitung einnehmen. Bekannt ist, dass bei schweren Nierenstörungen der Kalziumspiegel im Blut leicht erhöht sein kann, die Kalziumwerte im Blut sollten daher evtl. überprüft werden. Umgekehrt können hohe Kalziumaufnahmen die Häufigkeit von Nierensteinen verhindern.