Kalzium: Gründe für einen Mehrbedarf
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Die wichtigste Krankheit beim Mangel an Kalzium ist heute die Osteoporose, die Knochen entkalt bzw. erweicht. Das führt vor allem bei Frauen über 55 Jahren, zunehmend aber auch bei Männern im höheren Alter, zu Knochenbrüchen. Der Abbau von Östrogenen in der Menopause verstärkt den Knochenabbau bei Frauen, Gaben von Östrogenen können diesen Prozess verlangsamen. Bei Männern verläuft der Knochenabbau bis ins hohe Alter langsamer, deshalb sind sie weniger betroffen.
Gründe für einen Mehrbedarf an Kalzium:
- starke sportliche Aktivität, vor allem bei Ausdauersportarten
- Nierensteine
- Einseitige Ernährung: Verzicht auf Käse, Milch und andere Milchprodukte
- Störungen der Gallenfunktion
- bestehende Risikofaktoren für Osteoporose (z. B. durch kalziumarme Ernährung, Bewegungsmangel etc.)
- entwickelte Osteoporose
Ein leichter Mangel an Kalzium zieht Müdigkeit und Muskelkrämpfe nach sich, das kann z. B. bei Ausdauersportlern eine Rolle spielen. Über den Schweiß geht bei sportlicher Anstrengung viel Kalzium verloren. Wird dieses nicht schnell wieder ersetzt, können Muskelkrämpfe entstehen. Zu wenig Kalzium kann außerdem zu erhöhter Blutungsneigung führen, bei schwererem Mangel können Herzrhythmusstörungen, Tetanie (neuromuskuläre Übererregbarkeit) und Rachitis entstehen. Letztere ist vorwiegend eine Mangelkrankheit an Vitamin D, dessen Fehlen senkt aber die Aufnahme von Kalzium und stört damit den Kalzium-Stoffwechsel.
Die Hauptlieferanten von Kalzium | |
|---|---|
| Kalziumreiche Lebensmittel | je 100 Gramm |
Schnittkäse 45 % Fett i. Tr. | 835 mg |
Schmelzkäse 45 % Fett i.Tr. | 547 mg |
Camembert 45 % Fett i. Tr. | 382 mg |
Ölsardinen | 330 mg |
Mandeln, süß | 252 mg |
Haselnüsse | 226 mg |
Grünkohl | 212 mg |
Vollmilchjogurt | 150 mg |
Spinat | 126 mg |
Milch 3,5 % Fett | 120 mg |