Kalzium: Fördern Sie Ihren Knochenaufbau
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Was haben Sie mit einem 10Jährigen gemeinsam? Beide müssen Sie etwa die gleiche Menge an Kalzium über die Nahrung aufnehmen.
Kalzium ist nicht nur bei heranwachsenden Kindern und Jugendlichen wichtig. Eine Unterversorgung mit Kalzium ist bei erwachsenen Menschen mit Osteoporose verbunden. Durch dünne und spröde Knochen werden jährlich mehr als 1,5 Millionen Knochenbrüche in den USA mit verursacht, in Deutschland ist etwa von einer halben Million Knochbrüchen jährlich auszugehen.
Im Juni vergangenen Jahres wertete eine Gruppe von Wissenschaftlern im Auftrag des National Institute of Health (NIH) die neuesten Informationen über die Rolle von Kalzium bei der Osteoporoseprophylaxe aus. Ihr einhelliges Fazit: Die bisher empfohlene Tagesdosis entspricht nicht dem Bedarf an Kalzium im zunehmenden Alter.
Wieviel ist genug?
Der Kalziumbedarf verändert sich im Laufe des Lebens. Der höchste Bedarf besteht in der Hauptwachstumsphase der Kinder und Jugendlichen und während der Schwangerschaft und Stillzeit der Frauen.
Im Alter von etwa 30 Jahren ist üblicherweise der Höhepunkt im Aufbau der Knochenmasse erreicht. Knochenbildung und Knochenabbau halten sich die Waage. Aus diesem Grund liegt der empfohlene Tagesbedarf an Kalzium für Heranwachsende bei 1.200 mg und für Erwachsene über 25 Jahren bei 800 mg.
Angesichts neuerer Forschungserkenntnisse auf dem Gebiet der Erkrankungen, bei denen Kalzium eine Rolle spielt, hat der Ausschuß des NIH jedoch höhere Kalziumdosen für Erwachsene empfohlen. (Ebenso empfahl er Heranwachsenden eine höhere Kalziumaufnahme, um das Osteoporoserisiko zu senken, wenn diese älter werden.)
Der Ausschuß kam überein, daß man aus folgenden Gründen mehr Kalzium benötigt:
Es wird weniger Kalzium resorbiert – Mit zunehmendem Alter verringert sich die Kalziumresorption, besonders ab dem 65. Lebensjahr. Auch ist der Aufbau von Vitamin D herabgesetzt – Vitamin D ist zur Steigerung der Kalziummenge erforderlich, die schließlich die Knochen erreicht.
Für Frauen gilt:
Der Östrogenspiegel sinkt – Östrogen mindert den Kalziumverlust der Knochen. Durch das Absinken des Östrogenspiegels in den Wechseljahren wird der Abbauprozeß der Knochen beschleunigt.
In den ersten 6 bis 8 Jahren der Menopause verlangsamt eine Östrogentherapie den Knochenabbau. Aus diesem Grund benötigen Frauen, die Östrogenpräparate einnehmen, weniger Kalzium als Frauen, die dieses Hormon nicht einnehmen.
Nach etwa 10 Jahren sind die Auswirkungen des Östrogens weniger ausgeprägt, während die Bedeutung von Kalzium zunimmt. Kalziumgaben von etwa 1.500 mg täglich vermindern offenbar den Knochenschwund.