Kalzium: Der Baumeister unter den Mineralstoffen
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Kalzium ist ein wichtiger Baustein für das menschliche Skelett, das gilt vor allem in der Zeit des Wachstums. Die maximale Knochenmasse ist im Alter von 25 bis 30 Jahren erreicht. Danach findet ein ganz langsamer Abbau statt, wenn Sie nicht aktiv etwas für Ihre Knochengesundheit tun. Eine regelmäßige und ausreichende Zufuhr an Kalzium ist daher auch im Alter sehr wichtig.
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Sie brauchen eine Erkrankung an Osteoporose nicht zu befürchten – wenn Sie sich ausreichend vor dem Knochenschwund schützen. Mit Kalzium haben Sie ein ausgezeichnetes Mittel, um Ihre Knochen zu stärken und gesund zu erhalten.
Kalzium wird bei erhöhter Zufuhr im Knochen gespeichert und bei Bedarf von dort aus freigesetzt. Bei einer Mangelernährung wird Kalzium aus den Knochen abgezogen – es kann zu Osteoporose und Knochenbrüchigkeit kommen, weil die Knochen an Substanz verlieren.
Kalzium ist auch in Nerven und Muskeln an der Entstehung von Reizen sowie an deren Beantwortung beteiligt, es trägt z. B. zur Muskelkontraktion und zur Blutgerinnung bei. Kalzium ist außerdem für jede Zelle lebenswichtig, es ist ein Botenstoff im Zellstoffwechsel, ist mitverantwortlich für die Zellentwicklung, stabilisiert die Zellwände, aktiviert Zellen bei der Sekretion von Hormonen und anderen Stoffen und dient als Co-Faktor verschiedener Enzyme.
Der tägliche Bedarf an Kalzium
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt für Kinder von bis zu einem Jahr 400 mg Kalzium, der Bedarf steigt mit zunehmendem Alter auf 1200 mg Kalzium bei den 13- bis 19-Jährigen. Erwachsene jeden Alters sollten 1000 mg Kalzium aufnehmen. Diese Empfehlungen halten viele Ärzte für einen gesunden Knochenaufbau für viel zu gering. Jüngste Empfehlungen amerikanischer Mediziner gehen von einem Bedarf von 1500 mg Kalzium für Kinder und junge Erwachsene aus, Erwachsenen werden 1000 bis 1300 mg empfohlen, Älteren ab 65 Jahren 1400 mg. Die erhöhten Empfehlungen für den täglichen Bedarf basieren auf Studien, dass Kalzium auch nach dem Wachstum die Knochendichte stärken kann. Ich selber empfehle meinen Patienten eine Kalziumzufuhr von 800 bis 1200 mg pro Tag.
Wann besteht ein erhöhter Bedarf an Kalzium?
Erwachsene nehmen aus gemischter Kost rund 20 bis 40 % des verfügbaren Kalziums auf, Säuglinge bis zu 75 %. Die Aufnahme von Kalzium im Stoffwechsel wird durch Vitamin D und Eiweißstoffe gefördert. Abgesehen von einer zu geringen Zufuhr an Kalzium kann die Aufnahme durch verschiedene Bedingungen gehemmt werden. Oxalsäure (z. B. in Rhabarber und Spinat) und die in Getreidekleie enthaltene Phytinsäure sowie eine gestörte Gallensekretion können die Kalziumresorption hemmen. Vollkornprodukte fördern dagegen durch das im Getreide enthaltene Enzym Phytase die Kalziumnutzung. Einen Kalziummangel zu bestimmen ist oft schwierig, denn der Körper passt sich an ein niedriges Angebot an. Die Folgen sind oft erst langfristig, beispielsweise mit der Entwicklung von Osteoporose, spürbar.