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Heilerde: Die erstaunlichen Wirkungen des heilenden Lehms

Viele Menschen reagieren zunächst skeptisch, wenn ihnen ihr Therapeut dreimal täglich einen Löffel feinen Lehm gegen ihr Sodbrennen empfiehlt. Aber etwas Natürlicheres gibt es gar nicht. Schon vor über 3000 Jahren nutzten die alten Ägypter die heilende Kraft von gemahlener Erde bei Hautausschlägen und Verbrennungen.

Heilerde© Adobe Stock

Heilerde: Was ist das überhaupt?

Berühmte Naturheilkundige wie Pfarrer Sebastian Kneipp, Pastor Immanuel Felke, der dafür den Spitznamen „Lehmpfarrer“ erhielt, und der Kneipp-Schüler Adolf Just sorgten im ausgehenden 19. Jahrhundert dafür, dass fast jedermann die Heilkraft der Erde kannte. Die klassische Heilerde ist getrockneter und gemahlener Lehm, der in Deutschland aus eiszeitlichen Ablagerungen abgebaut wird. Je nach Herkunft hat er eine andere Färbung, die vom typischen Hellbraun über Gelb, Rot bis sogar ins Grünliche reichen kann.

Grundsätzlich enthalten Heilerden außer Jod alle lebenswichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente, wenn auch in unterschiedlicher Zusammensetzung; etwa Bor, Chrom, Eisen, Fluor, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Selen, Silicium (Kieselsäure) und Zink. Dabei fungiert Kieselsäure als „Träger“, das bedeutet die meisten Bestandteile sind an die Kieselsäure gebunden (Silikate). Die fein gemahlene Heilerde hat eine ungeheuer große Oberfläche und damit eine hervorragende Aufnahme- bzw. Bindungskapazität für zahlreiche gesundheitsschädliche Stoffe.

Wie unterstützt die Erde Ihre Gesundung?

  • Bindung (Adsorption) bzw. Aufnahme (Absorption) von flüssigen, festen und gasförmigen Stoffen und Mikroorganismen, z. B. Säuren, Fetten, Schwermetallen, Bakterien, Pilzen und Gärungs- bzw. Fäulnisgasen
  • Zufuhr von Mineralstoffen und Spurenelementen
  • Anregung und Harmonisierung des Stoffwechsels
  • Förderung der Hautdurchblutung

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Die in Deutschland als frei verkäufliche arzneiliche Heilerde zugelassenen Produkte müssen frei von Schadstoffen sein, was von den Aufsichtsbehörden überprüft wird. So sollen beispielsweise 60 bis 100 Prozent der gesundheitsschädlichen Mikroorganismen im Darm durch Heilerde gebunden und mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Ob der Prozentsatz wirklich so hoch ist, wie die Hersteller der Heilerden angeben, wurde bislang allerdings nicht in großen klinische Studien nach modernen wissenschaftlichen Kriterien untersucht. Dies ist jedoch kein Argument gegen die Verwendung von Heilerde, sondern eher ein Beweis für die Ignoranz der etablierten klinischen Forschung.

Innerliche Anwendung der heilenden Erde

Heilerde kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Innerlich angewendet ist sie in der Lage, Nahrungsfett zu binden, sodass Sie es schneller wieder ausscheiden. Darüber hinaus bremst Heilerde Ihren Appetit. Sie hilft Ihnen bei Durchfall, Sodbrennen, Blähungen und Magenbeschwerden, denn sie neutralisiert Magensäure, macht Krankheitserreger unschädlich und reguliert Ihre Darmflora.

  • Sodbrennen
  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Heißhunger
  • Bluthochdruck
  • verdorbener Magen
  • Mundgeruch
  • Zahnfleischentzündung
  • Magenschleimhautentzündung durch Übersäuerung
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Haar- und Hautstörungen, z. B. unreine Haut, Haarausfall, weiche oder spröde Fingernägel
  • allgemeine Entgiftung und Entsäuerung, z. B. als Frühjahrskur

Die übliche Dosis für die innerliche Anwendung beträgt dreimal täglich einen Teelöffel. Bei akuten Beschwerden wie Durchfällen, heftigen Blähungen oder starker Säurebildung können Sie mehrmals täglich einen Esslöffel einnehmen.

Heilerde kann die Wirkung anderer Medikamente verzögern. Halten Sie daher zwischen den Einnahmezeiten einen Abstand von einer Stunde ein. Zwar werden heute auch schon Kapseln für die innerliche Anwendung angeboten, preiswerter ist aber die Einnahme von losem Pulver in Wasser gelöst.


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Äußerliche Anwendung

Neben der innerlichen hat auch die äußerliche Anwendung als Umschläge, Wickel und Bäder ihren festen Platz in der Behandlung mit Heilerde. Bei diesen Beschwerden hat sich die äußere Anwendung bewährt:

  • Hauterkrankungen, z. B. unreine fettige Haut, auch Akne, Sonnenbrand, kleine Wunden, Insektenstiche und Ekzeme einschließlich Psoriasis
  • Haarprobleme, z. B. Kopfschuppen, Kopfjucken, fettiges Haar
  • Muskel- und Gelenkerkrankungen, z. B. Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Muskelrheuma und Arthritis

Verschiedene Zubereitungsformen

Mit wenigen Ausnahmen wird Heilerde immer kalt angerührt, um über den anfänglichen Kältereiz und die Verdunstungskühle die Durchblutung und den Stoffwechsel anzuregen. Ansonsten können Sie bei der häuslichen Heilerde-Therapie nicht viel falsch machen, denn dieses Naturprodukt hat bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine Nebenwirkungen. Seine positiven Wirkungen sind dafür umso beeindruckender.

Um ihre volle Wirkung entfalten zu können, muss Heilerde getrocknet, gemahlen gesiebt und frei von Zusätzen sein. Dann wird sie mit kaltem oder warmem Wasser, Kamillentee, Essigwasser oder einer Heilkräuterabkochung zu einem streichfähigen Brei verrührt und aufgetragen (genaue Dosierungen entnehmen Sie den Packungsanweisungen). Darüber kommt ein feuchtes Tuch, das wiederum mit einem trockenen Tuch überdeckt wird. Ist die Masse porös und bröckelig geworden, können Sie sie abwaschen. Bei eiternden und blutenden Wunden wird das Heilerdepulver trocken aufgetragen. Die Erde nimmt das abfließende Sekret, Bakterien und Zersetzungsprodukte auf. Sie fördert die Bildung von heilungsfördernden Krusten und die bessere Durchblutung der Haut. Die mineralischen Bestandteile der Heilerde sorgen dafür, dass sich das Hautgewebe rascher erholt. Auch Entzündungen der Haut heilen rascher ab.

Heilerde legt Ihrem Appetit die Zügel an

Geben Sie ein bis zwei Teelöffel Heilerde in Wasser, Tee oder Saft und verrühren Sie den Drink gründlich, damit sich die Erde auflöst. Am besten ist es, wenn Sie den ersten Heilerde-Trank morgens nüchtern gleich nach dem Aufstehen zu sich nehmen sowie jeweils rund 30 Minuten vor Ihren Mahlzeiten. Auch abends vor dem Ins-Bett-Gehen ist ein Heilerde-Trank (ein halber Teelöffel auf eine Tasse warmes Wasser) sinnvoll. Zu große Mengen können allerdings zu Verstopfung führen.

Leiden Sie unter Durchfall, können Sie für zwei bis drei Tage mehrere Teelöffel Heilerde über den Tag verteilt einnehmen. Sie können dazu auch Heilerde-Kapseln aus der Apotheke verwenden, diese lassen sich leichter schlucken. Sie besänftigen Magen und Darm ebenfalls, weil sie unerwünschte Abbaustoffe an sich binden und wertvolle Mineralstoffe liefern. Gern wird Heilerde kurzfristig auch zur Unterstützung von Fastenkuren eingesetzt. Das gilt auch für Erdebäder.

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