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Wann wirken Enzyme optimal?

Wann wirken Enzyme optimal?

Ein gesunder Organismus versorgt sich selbst mit diesen biologischen Helfern. Sie werden ständig in unserem Körper auf- und abgebaut. Sie bestehen aus langen Eiweißketten. Weil Enzyme so kompliziert gebaut sind, kann es auch zu Störungen der enzymatischen Abläufe kommen. Enzyme altern, können durch Nichtgebrauch verloren gehen (z. B. erworbene Milchunverträglichkeit), nicht mehr ersetzt werden, ihre Leistungsfähigkeit einbüßen – oder der Körper stellt von Anfang an ein bestimmtes Enzym nicht her. Ein Beispiel: Eines von etwa 70.000 Neugeborenen kann die Muttermilch nicht verwerten, weil die entsprechenden Enzyme fehlen oder zu leistungsschwach sind (Galaktosämie).

Enzyme wirken also nicht immer und nicht immer optimal, zudem leben wir Menschen nicht immer gesund. Gegebenheiten und Umgebung beeinflussen die Enzyme, beispielsweise die Temperatur. Ihre beste Aktivität entwickeln die menschlichen Enzyme bei Körpertemperatur, also zwischen 36,5° und 40° C. Bei 40° C arbeiten sie auf Hochtouren, weil der Körper mit ihrer Hilfe z. B. gegen eine Infektion ankämpft. Wir kennen das als Fieber. Überschreitet jedoch die Temperatur einen Höhepunkt, versagt die Tätigkeit der Enzyme total, ihr Eiweiß gerinnt und verliert seine Funktionsfähigkeit. Der Mensch stirbt.

Sie können Enzyme für sich nutzen

Die Industrie setzt schon lange verschiedenste Enzyme ein, um Stoffe herzustellen, zu verändern oder abzubauen. Sie verwendet sie zur Herstellung bestimmter Lebensmittel, zur Klärung der Abwässer, zur Verstärkung der Wirkung von Waschpulver – die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Inzwischen greift auch die moderne Medizin häufiger zur Therapie auf diese Bausteine des Lebens zurück. Enzyme können bei richtiger Handhabung und Dosierung sowohl in der Vorbeugung als auch der Therapie ganz unterschiedlicher Erkrankungen verblüffende Erfolge erzielen.

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