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Enzymreiche Nahrung schützt vor Entzündungen

Oft spielen sich im Körper unbemerkt jahrelange Abwehrschlachten durch chronische Entzündungen ab. Neueste Forschungsergebnisse sind alarmierend: Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs und Alzheimer können die Folge sein. Enzyme aus der Nahrung bekämpfen das Entzündungsgeschehen wirkungsvoll. Entdecken Sie jetzt die neuen Rezepte für Ihre Gesundheit.

Neue Zusammenhänge entdeckt

Es spricht vieles dafür, dass Entzündungsherde im Körper für weitaus mehr Todesfälle verantwortlich sind, als Wissenschaftler bislang annahmen. Sie begünstigen offenbar die Entwicklung schwerer Erkrankungen wie Herzinfarkt und Krebs oder „brüten“ sie sogar aus. An der Universitätsklinik von Greifswald arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck an neuen Erkenntnissen.

Zu den ersten Ergebnissen zählt der Zusammenhang zwischen Parodontitis (Entzündung des Zahnfleisches) und Herz- und Kreislauf-Erkrankungen. Diese treten bei Menschen mit Parodontitis häufiger auf als bei denen mit gesundem Zahnfleisch. Dass Parodontitis für Frühgeburten, ein niedriges Geburtsgewicht und Lungenentzündungen verantwortlich sein kann, ist länger bekannt. Ebenso bewirkt sie einen nachteiligen Einfluss auf Diabetes. Hier vervierfacht sie nach den bisherigen Erkenntnissen das Risiko eines Schlaganfalles.

Dauerreizung verursacht falsche Signale

Wie kann das passieren? Das Immunsystem ist bei einer chronischen Infektion quasi ständig überreizt. Es bildet Abwehrzellen und bestimmte Botenstoffe (Zytokine) im Übermaß. Sie sollen Krankheitskeimen den Garaus machen und Schäden ausbessern.

Das macht im Akutfall Sinn, bei Dauerbeschuss entwickelt es sich jedoch zu einer gefährlichen Situation. Dann nehmen zum Beispiel die Blutgefäße Schaden, weil das Immunsystem die Gefäßwände schädigt. Blut und Blutflüssigkeit treten in das Gewebe aus. Im Gefäß gerinnt es leichter, das heißt es verklumpt schneller und lagert sich an den Gefäßwänden ab. Körpereigene Enzyme bauen dann Gewebe ab.

Wie stellt man eine schwelende Entzündung fest?

Wie aber erfahren Sie, ob in Ihrem Körper ein Entzündungsherd schwelt, von dem Sie nichts wissen? Darauf gibt ein Blutwert erste Hinweise, den die Ärzte bisher noch nicht routinemäßig erheben: Das Creaktive Protein (CRP) gilt als die Antwort Ihrer Leber auf eine Entzündung im Körper. Je höher der Wert, desto mehr setzt sich der Organismus gerade mit einer Entzündung auseinander.

Eine hohe CRP-Konzentration im Blut deutet unter Umständen einen drohenden Herzinfarkt an. Allerdings gibt dieser Test bislang keine befriedigende Auskunft über die Art und das Ausmaß der Entzündung und das Risiko für andere Erkrankungen.

Enzyme: Das Schwert gegen Entzündungen haben Sie in der Hand

Ihnen bietet sich bereits heute die Möglichkeit, selbst etwas zu tun, um Entzündungen vorzubeugen und in Schach zu halten. Offensichtlich fördert unser Lebensstil eine Entgleisung chronischer Entzündungen. Das hilft Ihnen:

  1. Ernährung: Eine ausgewogene, obst- und gemüsebetonte Kost wie etwa die Mittelmeerkost senkt Ihr Risiko, dass Herz und Kreislauf erkranken. Sie enthält reichlich Substanzen wie sekundäre Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse, die die schädlichen Produkte aus den Entzündungsprozessen abfangen beziehungsweise von vornherein Entzündungen bekämpfen. Mit dieser Art der Ernährung senken Sie Ihr Entzündungsrisiko. Nahrungsmittel mit Enzymen halten mögliche Entzündungen fern.
  2. Enzyme: Das sind Eiweißstoffe, die überall im Körper sowie in bestimmten Nahrungsmitteln enthalten sind. Sie beugen Entzündungen vor, beschleunigen bei akuten Entzündungen die Heilung, bei chronischen Entzündungen päppeln sie das Immunsystem wieder auf. Sie helfen dem Körper bei der Selbstheilung und machen ihn vorbeugend fit für den Kampf gegen Bakterien, Viren und andere Gesundheitsfeinde. Besonders wirkungsvolle Enzyme stecken vor allem in exotischen Obstarten wie Ananas und Papaya, die Sie auf dem Markt finden. Sie sind aber auch ein wichtiger Bestandteil von Fleisch, denn jede Zelle enthält diese hilfreichen Biokatalysatoren. In unserem heimischen Obst und Gemüse stecken ebenfalls Enzyme und andere gesunde Stoffe, die entzündungshemmend wirken (z.B. Gerbsäure).
  3. Medikamente: Acetylsalicylsäure (ASS) schützt nicht nur vor Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch vor bestimmten Krebsleiden. Sie gilt als anerkannter Entzündungshemmer. Die Statine (medikamentöse Wirkstoffe) zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels beeinflussen das Entzündungsgeschehen im Körper positiv. Eine ähnliche Wirkung scheinen ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer; Einsatz bei arterieller Hypertonie und koronarer Herzkrankheit zur Blutdrucksenkung) zu haben. Der Mechanismus ist nicht bekannt.
  4. gesundes Zahnfleisch: Nehmen Sie es mit der Zahnhygiene ernst, damit sich keine Parodontitis entwickelt. Reinigen Sie Ihre Zähne zweimal jährlich professionell beim Zahnarzt und konsultieren Sie den Zahnarzt bei häufigem Zahnfleischbluten.
  5. Alkohol: Der maßvolle Genuss von Alkohol (insbesondere Wein) schützt Sie vor Herz- und Kreislauferkrankungen und damit höchstwahrscheinlich auch vor Entzündungen. Das gilt insbesondere für Menschen über 60 Jahren, für jüngere ist es nicht erwiesen.
  6. Übergewicht reduzieren: Ihre Fettzellen bilden Botenstoffe, die Entzündungen anregen. Abnehmen reduziert die Entzündungswahrscheinlichkeit.
  7. Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität senkt generell Ihr Entzündungsrisiko.

Wenn das Angebot an frischem, einheimischem Obst knapper wird, füllen bunte Exoten diese Lücke auf. Sie erhalten heute eine Reihe von frischen exotischen Früchten auf dem Wochenmarkt, in Obst- und Gemüsegeschäften sowie im gut sortierten Supermarkt.

Gesundheitliche Vorteile der Exoten

  • Aufgrund ihres hohen Enzymgehaltes helfen exotische Früchte bei allem, was mit der Verdauung zusammenhängt – vom Durchfall bis zur Verstopfung.
  • Papaya und Ananas unterstützen mit ihren Enzymen Papain und Bromelain die Eiweißverdauung, die vor allem bei älteren Menschen häufig nicht mehr so gut funktioniert. Sie wirken dem Völlegefühl nach dem Genuss eiweißreicher Speisen entgegen.
  • Die Enzyme regen die Bildung von Zytokinen an, mit deren Hilfe sich die Zellen des Immunsystems untereinander verständigen. Sie helfen ihm, sich mit Krankheiten wie Entzündungen auseinander zu setzen.
  • Papain und Bromelain gelten in der Krebsvorsorge als hilfreich. Das Ananas-Enzym Bromelain stört die Fibrinbildung der Krebszellen und verhindert so ihre Einnistung im Gewebe. Darüber hinaus sagt man ihnen nach, dass sie im Blut zirkulierende Tumorzellen, die Metastasen bilden könnten, schädigen oder zerstören.
  • Pektine und andere Ballaststoffe fördern die Verdauung, binden im Darm Abbauprodukte und befördern sie gewissermaßen mit hinaus. Gerbstoffe unterstützen sie dabei.
  • Exoten liefern aufgrund ihres Traubenzucker- und Fruchtzuckergehaltes schnell verfügbare Energie.
  • Bananen, Datteln, Feigen, Granatäpfel, Guaven, Kiwis und Passionsfrüchte haben einen sehr hohen Kaliumgehalt, das entlastet das Herz und senkt den Blutdruck. Zudem enthalten sie viel Magnesium, was Ihre Herzleistung verbessert.
  • Bananen, Datteln und Feigen enthalten viel Tryptophan und eignen sich als „Stimmungsaufheller“. Aus dieser Aminosäure bildet der Körper das „Gute-Laune-Hormon“ Serotonin. Das ist besonders in der dunklen Jahreszeit wichtig.
  • Fruchtsäuren und Aromastoffe liefern den guten Geschmack, regen den Appetit an.
  • Sie sind kalorienarm, denn Hauptbestandteil der meisten exotischen Früchte ist Wasser.
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