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Vitamin B6 gegen Schmerzen, Stimmungstiefs und innere Unruhe

Kaum ein Vitamin ist an so vielen lebenswichtigen Aufgaben beteiligt wie das Vitamin B6 (Pyridoxin), das im Körper als so genanntes Coenzym arbeitet. Es unterstützt also die eigentlichen Enzyme, ohne die der gesamte Stoffwechsel des Körpers zum Erliegen käme. Vitamin B 6 ist vor allem am Aufbau von Nerven-botenstoffen (u. a. Adrenalin, Serotonin oder Gamma-Amino-Buttersäure) beteiligt. Bei einem Mangel gerät das Nervensystem aus dem Tritt.

Vitamin B6 ist in fast allen Lebensmitteln enthalten

Gute Quellen sind vor allem Vollkornprodukte, Nüsse und Fleisch. Allerdings kommt es in pflanzlichen Produkten in einer stabileren Form vor als in tierischen. Daher gibt es beim Kochen von Gemüse nur wenig Verluste. Dagegen gehen beim Braten oder Kochen von Fleisch bis zu 40 % des Vitamins verloren.

Sie sollten täglich mindestens 2 mg Vitamin B6 mit der Nahrung aufnehmen. Große Ernährungsstudien in Deutschland zeigen jedoch, dass vor allem Jugendliche und ältere Menschen oft weniger als diese Mindestmenge aufnehmen.

Wann Sie besonders viel Vitamin B6 benötigen:

  • bei Verdauungsstörungen (z. B. Durchfall, Darmentzündungen, Leberschäden)
  • Rauchen, Alkoholmissbrauch
  • bei chronischen Krankheiten (z. B. Diabetes, Arthritis, Asthma, Nierenschäden)
  • bei dauerhafter Einnahme von Arzneimitteln (z. B. Antiepileptika, ,,die Pille“, Hormonpräparate nach den Wechseljahren)
  • in Schwangerschaft und Stillzeit

Da Vitamin B6 eine wichtige Rolle bei der Produktion von Nervenbotenstoffen spielt, gerät bei einem Mangel als Erstes das Nervensystem aus dem Tritt Sie fühlen sich gereizt, nervös und unruhig.

So äußert sich ein Mangel:

  • schmerzhafte Hautentzündungen und Risse (Rhagaden) (vor allem an Nase, Mund, Ohren oder im Genitalbereich)
  • Blutarmut (Anämie)
  • Kribbeln an Händen und Füßen
  • Krämpfe, Muskelzuckungen
  • depressive Verstimmungen, Reizbarkeit
  • Abwehrschwäche

Wenn es Ihnen an Vitamin B6 mangelt (das kann Ihr Arzt z. B. durch eine spezielle Blutuntersuchung feststellen), dann ist es relativ wahrscheinlich, dass auch die anderen B-Vitamine (z. B. B1, B2, B12 oder Folsäure) in der Ernährung zu kurz kommen. Sie sollten daher Ihre Nahrung mit einem Präparat ergänzen, das den gesamten ,,Vitamin-B-Komplex“ abdeckt. Solche Nahrungsergänzungsmittel erhalten Sie in jedem Supermarkt. Die Tagestherapiekosten liegen bei weniger als 0,20 Euro.

Reiseübelkeit und mangelnde Konzentration – ein Fall für Vitamin B6

Allerdings können Sie Vitamin-B6 -Präparate nicht nur dazu verwenden, einen Vitaminmangel auszugleichen. Bei vielen Krankheiten haben sich zusätzliche Gaben des Vitamins als sehr heilsam erwiesen. Allerdings sind für solche Therapien weitaus höhere Tagesdosierungen notwendig. Wegen seiner Funktion im Nervenstoffwechsel wird hoch dosiertes Vitamin B6 vor allem bei Krankheiten eingesetzt, bei denen das Nervensystem direkt oder indirekt betroffen ist.

Bei diesen Krankheiten hat sich Vitamin B 6 bewährt:

  • Karpaltunnelsyndrom
  • prämenstruelles Syndrom
  • Reiseübelkeit, Seekrankheit
  • Konzentrationsstörungen
  • depressive Verstimmungen
  • innere Unruhe, Hyperaktivität

Beim Karpaltunnelsyndrom ist der Mittelhandnerv aufgrund einer Bindegewebsschwäche gequetscht, was zu starken Schmerzen, Taubheitsgefühlen und Greifschwierigkeiten führt. Fast jeder zehnte Erwachsene ist in unterschiedlicher Ausprägung davon betroffen. An der Universität von Texas in Austin/USA wurden seit den 70er Jahren insgesamt fünf Studien zur Behandlung mit Vitamin B6 durchgeführt. Dabei haben sich Tagesdosierungen von 100

bis 300 mg als schmerzlindernd erwiesen.

Ebenfalls sehr wirksam ist das Vitamin beim prämenstruellen Syndrom. Mediziner im britischen Stoke on Trent haben im Jahr 1999 sämtliche Studien dazu ausgewertet. Ihr Fazit: 100 bis 500 mg Vitamin B6 täglich können sowohl den Monatsschmerz als auch die Stimmungsschwankungen vor ,,den Tagen“ deutlich lindern. Nehmen Sie die Tagesdosis des Vitamins jeweils in den zehn Tagen vor der erwarteten Regelblutung ein.

Auch bei den anderen Anwendungsgebieten haben sich erfahrungsgemäß Dosierungen von 100 bis 500 mg des Vitamins als wirksam erwiesen. Bis zu diesen Tagesmengen müssen Sie keine Nebenwirkungen befürchten. Sie können die Behandlung daher gefahrlos auf eigene Faust vornehmen.

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