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Nutzen Sie B-Vitamine und Magnesium als natürliche Schmerzkiller

Schmerztherapie

Wenn Sie die Vitalstoffe regelmäßig einnehmen, sinkt langfristig die Schmerzbereitschaft Ihres Körpers

Akut auftretende Schmerzen sind ein Alarmsignal Ihres Körpers, das Sie keinesfalls ignorieren sollten. Lassen Sie die Ursachen stets abklären, wenn die Symptome länger als zwei bis drei Tage bestehen.

Wenn ein Schmerz dagegen chronisch geworden ist, hat er seine Alarmfunktion verloren. Durch den ständigen Schmerzreiz bildet sich ein so genanntes Schmerzgedächtnis aus. Die Nerven werden besonders empfindlich und die Schmerzschwelle sinkt.

Schmerz ist dann nicht mehr nur das Symptom, das auf eine Verletzung oder innere Krankheit hindeutet. Chronische Schmerzen sind selbst zu einer Krankheit geworden, die ärztlich behandelt werden muss.

Vitalstoffe löschen das Schmerzgedächtnis

Ein gutes Beispiel für chronische Schmerzen, die scheinbar ohne eine körperliche Ursache auftreten, sind Rückenschmerzen. Experten gehen davon aus, dass nur bei 20 % der Patienten tatsächlich eine Schädigung der Bandscheiben oder der Wirbelgelenke vorliegt. Bei den restlichen hat sich der Schmerz verselbständigt.

Vielfach lässt sich die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung bei chronischen Schmerzen durch den gezielten Einsatz hoch dosierter Vitalstoffe günstig beeinflussen.

Bei diesen Schmerzsyndromen helfen Vitalstoffe:

  • Rückenschmerzen (akut und chronisch)
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Arthritis und Arthrose
  • Tumorschmerzen
  • Gürtelrose („Post-Zoster-Neuralgie“)
  • Fibromyalgie
  • Nervenschäden (z. B. infolge von Diabetes, „diabetischer Fuß“)

Eine Übersicht, welche orthomolekularen Substanzen Sie bei welchen Schmerztypen anwenden können, finden Sie in der Tabelle unten.

B-Vitamine fördern körpereigene Schmerzhemmer

Unter allen Vitalstoffen, die sich gegen unterschiedliche Schmerzsyndrome bewährt haben, ragen besonders die B-Vitamine heraus.

Vitamin B1 (Thiamin) ist wichtig für die Energieversorgung der Nervenzellen. Die Vitamine B6 (Pyridoxin) und B12 (Cobalamin) sind am Aufbau der schützenden Hüllen um die Nervenfasern und an der Produktion körpereigener schmerzhemmender Substanzen beteiligt.

Mediziner der Weserberglandklinik in Höxter haben im Jahr 1990 über 400 Rückenschmerz-Patienten mit B-Vitaminen behandelt. Die Hälfte erhielt lediglich ein schmerzhemmendes Medikament (Diclofenac), die anderen zusätzlich täglich Vitamin B1 (300 mg), B6 (300 mg) und B12 (150 mg). Die Patienten in der Vitamin-Gruppe bewerteten nach zwei Wochen ihre Schmerzen deutlich geringer als diejenigen, die nur mit Diclofenac behandelt worden waren.

Diese Vitalstoffe helfen Ihnen bei Schmerzen*

VitalstoffFunktionDosis**
Vitamin B1hemmt die Schmerzübertragung der Nervenfasern, vor allem bei Neuralgien, chronischen Kopf- und Knochenschmerzen; hebt die Schmerzschwelle, z. B. bei Fibromyalgie100 – 500 mg
Vitamin B6fördert die Synthese des Schmerzhemmers Serotonin50 – 100 mg
Vitamin B12fördert die Nervenreparatur; gute Wirkung bei Rücken- und Tumorschmerzen1 – 5 mg wöchtl. (als Injektion)
Vitamin Elindert schmerzhafte Entzündungen sowie Gelenk- und Muskelschmerzen400 – 800 mg
Magnesiumentspannt die Muskeln; gute Wirksamkeit bei Migräne und Kopfschmerzen400 – 600 mg
FischölBildung entzündungshemmender Botenstoffe aus Omega-3-Fettsäuren2 – 4 g
ArgininBildung körpereigener Schmerzhemmer (Endorphine)5 – 15 g (als Injektion)
Tryptophanfördert die Muskelentspannung bei Fibromyalgie3 x 50 – 100 mg
PhenylalaninBildung körpereigener Schmerzhemmer (Endorphine)0,25 – 1 g
  • * Die angegebenen Mengen eignen sich nicht zur Selbstmedikation. Beraten Sie sich bitte mit Ihrem Therapeuten.
  • ** Tagesdosis, sofern nicht anders angegeben.

Greifen Sie bei Kopfschmerzen und Migräne zu Magnesium

Als weiterer Vitalstoff eignet sich Magnesium zur Schmerzbehandlung. Der Mineralstoff hat sich vor allem in der Therapie von Migräne und Kopfschmerzen bewährt.

Im Jahr 1996 haben Mediziner der Kliniken München-Harlaching 81 Migränepatienten entweder mit 600 mg Magnesium täglich oder einem Scheinmedikament (Placebo) behandelt. Nach 9 Wochen reduzierte sich die Anfallshäufigkeit in der Magnesium-Gruppe um 42 %. In der Placebo-Gruppe gingen die Migräne-Attacken jedoch nur um 16 % zurück.

Die Wirkung trat erst nach etwa 2 Monaten ein. Magnesium ist daher weniger bei akut auftretenden Schmerzen geeignet. Wenn Sie den Mineralstoff jedoch regelmäßig einnehmen, sinkt langfristig Ihre Neigung zu Schmerzattacken.

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