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Milch macht müde Menschen munter – und kann Migräne vertreiben

Damit Sie im täglichen Leben Höchstleistungen vollbringen können, braucht Ihr Körper Energie – für die Bereitstellung dieser brauchen Sie das Vitamin B2. Vielen Menschen ist das Vitamin aber wichtiger für ein schmerzfreies Leben: Es ist ein nebenwirkungsfreies Migränemittel. Milch und Fleisch sind die wichtigsten Quellen für dieses Turbo-Vitamin.

Bei diesem Stoff nur von einem Vitamin zu sprechen, ist im Grunde falsch. Es handelt sich nämlich eigentlich um einen Komplex, der aus Riboflavin und außerdem aus Folsäure, Niacin sowie Pantothensäure gebildet wird. Dennoch hat sich im alltäglichen Umgang Vitamin B2 oder aber Riboflavin durchgesetzt. Der Stoff selbst ist in der Natur reichlich vorhanden – Tiere und Pflanzen haben sogar den Vorteil, dass sie ihn selbst bilden können. In der Pflanzenwelt können Sie Vitamin B2 sogar auf den ersten Blick erkennen: Es macht die gelbliche Pflanzenfarbe aus.

Sie selbst müssen das Riboflavin in ausreichender Menge über die Nahrung zuführen. Ihr Körper nimmt es über den Dünndarm auf. Dann wird es im Körper in zwei Stoffe umgewandelt: in Flavoinmononukleotid und in Flavinadenindinukleotid. Diese beiden Coenzyme sorgen für die ausreichende Energiegewinnung des Körpers aus Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß. Zudem bilden sie die Schutzschicht, die die Nerven umgibt. Eine weitere wichtige Aufgabe der Coenzyme ist die Beteiligung am Stoffwechsel der Hornhaut und der Linse Ihrer Augen.

Vitamin B2 – ein nebenwirkungsfreies Migränemittel

Eine weitere Wirkung des Vitamin B2 haben kürzlich Untersuchungen an der Schmerzklinik Kiel aufgedeckt. Die Wissenschaftler dort gaben Migränepatienten zweimal am Tag eine Vitamindosis von 200 mg. Die Folge: Das Riboflavin zeigte genauso gute Wirkungen wie die normalerweise eingesetzten Beta-Blocker. Der große Vorteil: Es hat keine Nebenwirkungen. Der Grund für die Wirksamkeit liegt wahrscheinlich darin, dass durch das Vitamin B2 das Zentrale Nervensystem besser mit Energie versorgt wird, wenn der Energieverbrauch erhöht ist.

Licht ist der natürliche B2-Feind

Gerade Milch und Milchprodukte sowie Innereien liefern Ihnen reichlich an Vitamin B2. Im Gegensatz zu vielen anderen Vitaminen ist B2 sehr hitzestabil. Dadurch müssen Sie nicht befürchten, das Vitamin durch Kochen zu zerstören. Es zersetzt sich erst bei Temperaturen über 240° C. Aber es ist sehr lichtempfindlich. Bewahren Sie daher Lebensmittel, die viel B2 enthalten, am besten an einem dunklen Ort auf oder verpacken Sie sie in dunklen Behältern. Milch sollten Sie daher z. B. nur im Tetra-Pack oder in dunklen Flaschen kaufen.

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