B-Vitamine: Allgemeines
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Vorbeugung gegen Arteriosklerose und Krebs
Was für die antioxidativ wirkenden Vitamine C und E schon lange bekannt ist, trifft neuesten Erkenntnissen zufolge auch für B-Vitamine zu: Durch eine ausreichende Versorgung vor allem mit Folsäure und den Vitaminen B6 und B12 sei es möglich, das Risiko degenerativer chronischer Erkrankungen (zum Beispiel Arteriosklerose) deutlich zu senken. Darauf wies in Frankfurt a. M. Professor Klaus Petrzik aus Bonn bei einem Symposium über die Bedeutung von Vitaminen in der Gesundheitsvorsorge hin.
Die drei B-Vitamine werden im Organismus unter anderem auch zur Umwandlung eines schädlichen Stoffwechsel-Zwischenprodukts, des Homozysteins, gebraucht. Bei erhöhten Homozysteinwerten im Blut steige das Risiko von Arteriosklerose und deren Folgekrankheiten (Herzinfarkt, Schlaganfall und andere) deutlich an.
Vorbeugung gegen Krebs
Folsäure könne darüber hinaus vermutlich auch vor Krebs schützen, erklärte der Ernährungswissenschaftler weiter. Darauf ließen die Resultate einer großangelegten Studie an 80.000 US-amerikanischen Frauen schließen, die über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren beobachtet wurden. Jene Studienteilnehmerinnen, die regelmäßig Folsäure eingenommen hatten, erkrankten um 75 Prozent seltener an Dickdarmkrebs.
Der Bonner Ernährungswissenschaftler empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 400 Mikrogramm Folsäure, zwei Milligramm Vitamin B6 und sechs Mikrogramm Vitamin B12. Besonders gute Folsäurespender seien zum Beispiel Spargel, Spinat und Brokkoli. Als gutes Beispiel lobte Professor Pietrzik die Präventionsmaßnahmen der USA und Ungarns: Dort werde Folsäure dem Mehl beigefügt, um die Versorgung der breiten Bevölkerung mit dem so wichtigen Vitamin zu sichern.