Öffnen Sie Ihr Herz – Ihrer Gesundheit zuliebe
Naturmedizin aktuell
vom 25.07.2007 06:00 Uhr
GNL5356
von Sylvia Schneider
Liebe Leserin, lieber Leser,
wußten Sie, dass Menschen, die sich geliebt fühlen, ein etwa fünfmal niedrigeres Risiko haben, an Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Allergien, Immunkrankheiten, Alkoholismus, Medikamentenmissbrauch und vielem anderen mehr zu erkranken? Wer in einer glücklichen Partnerschaft lebt, eine intakte Familie und fürsorgliche Freunde hat, tut genauso viel für seine Gesundheit, als wenn er mit dem Rauchen aufhört.

Die Medizin konzentriert sich darauf, körperliche Zustände zu verbessern. Das ist in vielen Fällen sinnvoll so, aber fast immer nicht genug. Liebe, menschliche Nähe, Lebenssinn – sind in Wirklichkeit Ihre stärksten Heilungskräfte. Obwohl falsche Ernährung, Stress und andere Risikofaktoren wie Bluthochdruck etwa zur Entwicklung eines Herzleidens führen können, werden diese „finsteren Mächte“ durch eine liebevolle Beziehung abgeschwächt oder sogar aufgefangen. Menschen, die lieben und geliebt werden, sind gesünder. Das entdecken immer mehr Forscherteams in aller Welt.
Ein Mangel an Liebe macht Sie krank
Der berühmte amerikanische Herzspezialist Dr. Dean Ornish, einer der großen Pioniere der ganzheitlichen Herzforschung, erlangte seinen internationalen Ruf aus einem interessanten Grund: Er hatte als einer der ersten Schulmediziner den Mut, zu sagen, dass mangelnde Liebe der größte krankmachende Faktor für Körper und Seele ist – speziell für das menschliche Herz. Liebe und menschliche Nähe sind inzwischen auch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die Heilfaktoren Nummer eins für Herzkrankheiten.
„Nicht nur die physischen Herzerkrankungen haben in unserer Kultur ein epidemisches Ausmaß erreicht“, sagt der „Heiler der Herzen“, „sondern auch die Krankheiten, die ich als emotionale und spirituelle Herzerkrankungen bezeichne.“ Als Auslöser dieser spirituellen Herzkrankheiten nennt Dr. Ornish tiefe Gefühle von Einsamkeit, Isolation, Entfremdung und Depression.
Dr. Ornish hat sich zunächst vor allem mit den Risikofaktoren für koronare Herzkrankheiten und für Herzinfarkte befasst. Seine Erkenntnisse:
1. Alles, was das Gefühl von Liebe und menschlicher Nähe, Zugehörigkeit und Gemeinschaft fördert, wirkt heilend.
2. Alles, was das Gefühl von Isolation, Trennung, Einsamkeit, Verlust, Feindseligkeit, Wut, Zynismus, Depression, Entfremdung und ähnliche Gefühle fördert, führt häufig zu Krankheit, Leid und vorzeitigem Tod.
3. Auch die Liebe, die Sie geben, macht Sie gesund. Für den Heilungsprozess von Körper und Seele ist es nicht nur bedeutend, wie viel Zuwendung Sie bekommen, sondern auch wie viel Sie geben. Beides wirkt gleichermaßen heilsam.