Notfallplan für Blasenentzündungen
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Blasenentzündung
vom 11. Mai 2010, 05:00 Uhr
GNL5223
Bei dem wechselhaften bis kühlen Wetter in diesen Tagen, holen Sie sich schnell eine Blasenentzündung - insbesondere wenn Sie verschwitzt sind und sich dann irgendwo hinsetzen, wo es kühl ist. Handeln Sie schon bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung. Dazu gehören verstärkter Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen.
Dies ist der Erste-Hilfe-Plan meiner Frau, wie Sie das Schlimmste vermeiden können:
- Trinken Sie mindestens drei Liter Flüssigkeit - am besten Nieren-, Blasen- oder Kräutertee aus Apotheke oder Reformhaus.
- Bewährte Naturmittel bei Blasenentzündungen für jeweils maximal eine Woche: Cranberrysaft, Preiselbeersaft oder Bärentraubenblättertee. Sie erhalten auch entsprechende Fertigpräparate in der Apotheke.
- Morgens und abends sollten Sie 1/4 l Cranberrysaft trinken. Die Verwandte unserer Preiselbeere enthält Gerbstoffe, die das Andocken der Bakterien an der Blasenwand um bis zu 80 Prozent verringern und deren Wachstum hemmen können. Außerdem hat sie viele Vitamine und Mineralstoffe aufzuweisen.
- Leeren Sie mindestens alle Viertelstunde die Blase und trinken Sie gleich anschließend ein Glas Wasser.
- Nehmen Sie zweimal täglich ein warmes Sitzbad mit einem Zusatz aus zehn Tropfen ätherischem Manukaöl aus der Apotheke, das Sie in einem Viertelliter Sahne auflösen. Das geht den Bakterien ebenfalls an den Kragen.
- Als flankierende Maßnahme zur Entzündungsbekämpfung und gegen die Schmerzen empfehlen sich zwei Aspirin beziehungsweise zwei Tabletten Acetylcsalicylsäure (ASS) täglich - allerdings nicht länger als drei Tage. Sie können beide Tabletten auf zusammen einnehmen.
- Ein Muss: Warme Socken, Wärmflasche und weitgehende Bettruhe.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gabriele (11.05. 2010 08:02 Uhr):
Gut ist es auch anstatt einer Wärmflasche eine Auflage aus erhitztem Salz zu machen. Das Salz, ca. 1 Pfund in einer Pfanne erhitzen und dann in einen alten Kissenbezug geben. Achtung: Am Anfang ist das Ganze sehr heiß! Also noch ein Handtuch zwischen Bauch und Salzauflage geben. Sonst verbrennt man sich. Ein Rezept aus der Makrobiotik. Salz hält die Wärme besser als Wasser und hilft gut gegen die Verkrampfung der Blase. Nicht anwenden, wenn die Entzündung schon fortgeschritten ist. Gut ist auch Goldrute Solidago und Bärentraubenblätter-Tee. Den Tee der Bärentraube soll man aber nicht länger als 1 Woche und nicht öfter als 5 mal im Jahr trinken. Aussage des Herstellers. Gut ist es übrigens auch, wenn man regelmäßig Apfelessig verdünnt mit Wasser trinkt. Dann kommen gar nicht erst Bakterien in die Blase. Der Apfelessig verhindert, dass sich Bakterien im Bereich von Niere und Blase ansiedeln.
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