Noni-Saft: Kein Wundermittel gegen Krebs
Sylvia Schneider in Täglich Gesund zum Thema Säfte
vom 18. November 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
Noni-Saft soll bei Tumorerkrankungen Wunder bewirken. Stimmt das eigentlich? Diese Frage taucht immer wieder auf. Die deutliche Antwort lautet „Nein"! Das ist die einhellige Meinung von namhaften Krebsexperten. Die bisherigen wissenschaftlichen Nachweise sind ernüchternd. Es hat sich bislang kein zuverlässiger Hinweis auf eine Wirksamkeit bei Krebserkrankungen ergeben. Das gilt sowohl für die Vorsorge als auch für die Behandlung von Tumorleiden.
Noni-Saft stammt von der tropischen Strauchfrucht Morinda citrifolia. Laut Werbung enthält er neben einer Vielzahl von Vitalstoffen auch bestimmte Stoffe (z. B. das „Proxeronin"), denen die krebsbekämpfenden Wirkungen nachgesagt werden. Die Existenz dieser Inhaltsstoffe konnten bislang wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.
Der Saft ist nicht schädlich, aber auch nicht direkt nützlich
Der Saft der Noni-Pflanze wird in Polynesien traditionell als Heilmittel eingesetzt. Er soll gegen allerlei andere Leiden wie Diabetes, Arthritis, Gicht, Bluthochdruck und Altersbewerden helfen. Darüber hinaus soll er überflüssiges Fett abbauen. Er hat einen hohen Gehalt an Enzymen, Mineralstoffen und VitaminC. Diese Vorzüge sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen.
Der Saft wird seit einiger Zeit auch bei uns verkauft. Er schadet Ihnen nicht direkt, wenn Sie ihn trinken. Er ist allerdings teuer und nicht gesünder als der frisch gepresste Saft anderer Obstarten wie Ananas, Mango, Grapefruit oder Orangen. Wenn Sie Noni-Saft trotzdem trinken wollen, kaufen Sie biozertifizierte Produkte aus Wildwuchs.
Doch Achtung: Der Saft kann Anthranoide enthalten. Diese Stoffe wirken abführend. Sie können bei ständiger Zufuhr den Darm schädigen und dann zu chronischer Verstopfung führen.
Warum fällt Werbung für solche Wundermittel oft auf fruchtbaren Boden?
Das ist ganz verständlich: Eine Krebserkrankung macht Sie verwundbar und verletzlich. Wenn Sie sich von Ihren Ärzten nicht ausreichend behandelt fühlen und unsicher sind, ob Sie selbst die richtigen Entscheidungen getroffen haben, wenn Sie die Behandlung als zu belastend empfinden oder wegen negativer Diagnosen verzweifelt sind, ist die Gefahr groß, dass Sie auf unzulässige Versprechungen reinfallen. Das geschieht in der besten Absicht, im Kampf gegen die Erkrankung nichts unversucht zu lassen. Gerade in der Graumarktzone und heute besonders im Internet werden häufig falsche Hoffnungen auf eine Heilung durch obskure Mittel geweckt.
Von sich reden machten beispielsweise ebenfalls Heilsversprechungen für Bittere Aprikosenkerne als Wundermittel gegen Krebs. Das Bundesamt für Risikobewertung sah sich unlängst gezwungen, eindrücklich davor zu warnen. Für die Wirksamkeit fehle jeglicher Beweis.
Der Verzehr der Kerne sei hingegen gefährlich. Denn dabei werde Blausäure freigesetzt, die schwere bis tödliche Vergiftungen hervorrufen kann.
Auch mit dubiosen Vitaminpräparaten wird sehr oft Werbung als Anti-Krebsmittel gemacht. Fast alle dieser Mittel, die meist aus den USA, Großbritannien oder den Niederlanden kommen, sind in Deutschland nicht einmal zugelassen.
Immer wenn Ihnen Wunderwirkungen versprochen werden, sollten Sie hellhörig sein. Wunder gibt es zwar immer wieder, aber Wundermittel gegen Krebs gibt es nicht. Leider.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Michael (18.11. 2009 16:16 Uhr):
schade, dass Sie sich auch von der Schulmedizin haben vereinnahmen und einschläfern haben lassen, anstatt auf Untersuchungen verweisen, die eine Gesunheitsförderung von z.B. Aprikosenkerne nachweisen. Codexalementaris läßt grüßen...
Antworten - Kommentar von Michael Scharna (18.11. 2009 19:18 Uhr):
Liebe Frau Schneider, ich lebe seit vielen Jahren in Costa Rica und habe Noni vor der Haustür und auch in meinem Garten. Obwohl er scheußlich schmeckt trinken hier Viele täglich ein kleines Gläschen. Und ich kenne zumindest niemanden von diesen Konsumenten, der hier an Krebs gestorben ist - ganz im Gegensatz zu Deutschland. Außerdem hat in den letzten Jahren mms von Jim Humble entdeckt hier sehr an Beliebtheit gewonnen. Selbst ich konnte mich inner- und äußerlich von paratisären Befall gründlich damit kurieren. Vielleicht berichten Sie in Ihre interessanten Kolumne auch einmal darüber. MfG Michael Scharna Puerto Viejo, Costa Rica
Antworten - Kommentar von Hoerschelmann (18.11. 2009 19:49 Uhr):
Die Aussage zu den Aprikosenkernen kann ich nur unterstützen. Man kauft, kaut nach Vorschrift die Kernen und nach einigen Tagen stellt sich die Ablehnung des Körpers ein. Nicht einmal die Vögel wollten diese Kerne fressen. Als Krebspatient sucht man immer nach Alternativen, weil Chemo und Bestrahlungen ja auch nur global wirken. Die Gefahr, dass man beim Kauf von Mitteln hereingelegt wird, ist enorm. Hier versagt wohl auch die Politik.
Antworten - Kommentar von Herbert (19.11. 2009 00:24 Uhr):
Auch radikale Operationen, Bestrahlungen und Chemos mit al ihren schlimmen Nebenwirkungen können das Ende oft nur etwas hinauszögern. Warum gilt das eigentlich als seriöse Medizin? Jeder sollte sich frei für das entscheiden dürfen, was er für richtig hält. Nur so kann sich das Beste durchsetzen.
Antworten - Kommentar von Susann (02.12. 2009 10:58 Uhr):
Ihren Noni Beitrag finde ich sehr oberflächlich dargestellt. So gibt es für Noni-Saft keine Bio-zulassung, da Noni nur aus Wildwuchs-Bäumen geerntet wird. Ich selber habe hoffnungslose Fälle von Krebserkrankten kennengelernt, die selber sagten,der Tahitian Noni-Saft hat meine Leben gerettet
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- Kommentar von christian (12.06. 2011 14:03 Uhr):
ich sehe es als fakt an, dass viel tam tam und werbung betrieben wird, die zum teil unrichtig ist, um den noni saft zu vertreiben fakt ist aber dennoch, dass er mehr gesunde inhaltsstoffe enthält als "gewöhnlicher" saft aus "gewöhnlichen" früchten das hängt zum einen damit zusammen, dass allgemein die massenüberproduktion den wirklichen inhalt eines lebensmittels schmälert, zum anderen die weiterverarbeitung und schließlich endverarbeitung denkbar ungeeignet ist, um enzyme, vitamine und co. zu erhalten im gegenteil dazu ist die noni pflanze erst kürzlich entdeckt worden, und zum glück so ergiebig dass massenproduktion in dem sinne noch nicht betrieben werden muss noni wirkt nicht direkt gegen krebs (wie denn auch) aber die zahlreichen inhaltsstoffe helfen dem körper, ursachen für krebs und viele andere krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen krebs ist die folge von schlechter ernährung und weiteren schädlichen umwelteinflüssen, und die genaue ursachenbestimmung ist relativ komplex behandelt werden von der pharmazeutischen industrie aber nicht die ursachen, sondern nur die symptome, was grundsätzlich eine falsche herangehensweise ist doch in einer welt, in der waffen und das töten von menschen, krieg, das einträglichste geschäft ist, kann man auch nichts anderes erwarten ergito sum kann man sagen, dass geld wie so oft mehr zählt als wirkliche aufklärung, die vertreiber von noni geben unrichtige informationen heraus, und die pharmazeutische industrie bestätigt nur den tatsächlichen fakt, dass noni eben kein wunderheilmittel ist, verschweigt aber, dass es das risiko an krebs zu erkranken deutlich senkt ein bekannter von mir hatte einen hirntumor, ihm wurde von den ärzten noch 6 wochen gegeben, ich schenkte im 4 liter noni saft die er in 4 wochen trank und er ist genesen und munter und lebt heute noch ich bin kein kapitalist und ich verkaufe noni nicht, aber positive effekte sind nicht von der hand zu weisen in 1 bis 2 jahren werde ich meine eigene forschungsarbeit nicht im speziellen über noni, sondern über ernährung, ernährungssituation veröffentlichen lg light and love
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