Nikotinkaugummis helfen nur selten beim Rauchstopp

in Täglich Gesund zum Thema Abhängigkeit (Sucht)
vom


Viele Raucher würden gerne Schluss mit dem blauen Dunst machen. Ein gutes Hilfsmittel scheinen Nikotinersatzprodukte zu sein - aber sie eignen sich nur für die wenigsten Menschen. Denn gerade Nikotinkaugummis haben einen Nachteil: Sie führen nicht aus der Sucht, sondern schaffen eine Ersatzbefriedigung.


Wollen Sie aufhören zu rauchen, müssen Sie sich gerade in den Situationen, in denen Sie bisher zur Zigarette gegriffen haben, eine neue Strategie überlegen. Was wollen Sie tun, um die „Nikotinschmacht" zu umgehen?

Greifen Sie in so einer Situation zum Kaugummi, dann lernen Sie nicht, zum Beispiel in Stresssituationen, in denen Sie früher geraucht haben, ohne Nikotin auszukommen. Stattdessen verwenden Sie das Nikotinkaugummi, das Sie wieder mit Nikotin versorgt - und den gleichen Effekt für Sie hat wie früher die Zigarette.

So gewöhnen Sie sich nicht an neue Gewohnheiten und Strategien, sondern bleiben in Ihrem Rhythmus. Ärzte haben beobachtet, dass Menschen, die zu Nikotinkaugummis greifen und mit ihrer Rauchentwöhnung scheitern, nachher noch mehr rauchen als vorher.

Versuchen Sie daher von vornherein, auf die Kaugummis zu verzichten. Sprechen Sie lieber mit Ihrem Arzt darüber, ob ein Nikotinpflaster für Sie eine Lösung ist - oder welche Methoden des Rauchstopps sonst für Sie in Frage kommen.


von
Dr. Martina Hahn-Hübner

Erfahren Sie hier mehr über Dr. Martina Hahn-Hübner - Gesundheitswissen-Expertin und Chefredakteurin von Täglich Gesund und dem Mondkalender.

 
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Kommentar von Ruediger Stedler

Ein Nikotinpflaster ist auch keine Loesung, sie hat denselben Effekt wie der Nikotinkaugummi. Nach 45 jahren als Raucher habe ich das Rauchen aufgegben dank des Medikaments ZYBAN. Nachdem ich Zyban sieben Tage geschluckt hatte warf ich die halbvolle Zigarettenschachtel weg und habe seit 8 Jahren nie wieder geraucht. Freundliche gruesse aus Sued Afrika Ruediger

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