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Trigeminus-Neuralgie: Symptome

Leitsymptom ist der blitzartig einschießende Schmerz. Er ist so typisch für eine Trigeminusneuralgie, dass er bei der Diagnostik sofort den Verdacht darauf lenkt.

In der Regel befällt er nur eine Gesichtshälfte (außer bei symptomatischer Trigeminusneuralgie).

Am häufigsten beginnt er im Oberkiefer – hier ist das Versorgungsgebiet des zweiten Trigeminusastes – und strahlt zum Auge oder in die seitliche Stirn aus.

Oft sind Ober- und Unterkiefer, also zweiter und dritter Nervenast, gemeinsam befallen.

Ganz selten tritt der Schmerz im ersten Trigeminusast auf, also direkt auf der Stirn.

Symptome einer Trigeminusneuralgie

Empfunden wird er als plötzlicher Stich oder Blitz im Gesicht, der nach oben ausstrahlt.

Ausgelöst wird er meist durch Berühren eines bestimmten Punktes (Triggerpunkt).

Ein solcher Triggerpunkt liegt am häufigsten im Bereich des Oberkiefers, auch an der Wange oder am Nasenflügel, seltener im Unterkiefer.

Es genügt schon eine leichte Berührung oder Bewegung, etwa beim Zähneputzen, Sprechen oder Kauen, und der Schmerz schießt ein.

Auch kalte Luft kann die Neuralgie triggern.

Trigeminusneuralgie: Darunter leiden Betroffene

Der Schmerz dauert meist nur wenige Sekunden (manchmal ½ bis 1 min). Er kann sich aber im Laufe des Tages bis zu hundert Mal wiederholen.

Die Attacken quälen oft salvenartig in rascher Folge über längere Zeit.

Im Anfangsstadium können noch längere Pausen von mehreren Monaten oder gar Jahren eintreten. Solche Schmerzpausen („schmerzfreie Intervalle“) werden später deutlich seltener und kürzer.

Nach jahrelanger Krankheit sind die Patientinnen oft auch zwischen den Attacken nicht mehr schmerzfrei.

Nach den einzelnen Anfällen bleibt dann ein dumpfer Dauerdruck.

In diesen Phasen ist eine Verwechslung mit Gesichtsschmerzen anderer Ursache möglich.

Manchmal treten auch Begleitsymptome auf, wie vermehrter Speichel- und Tränenfluss, Nasenlaufen und Gesichtsrötung.

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