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Alles rund um das Thema Trigeminusneuralgie

Es ist ein blitzartig einschießender Gesichtsschmerz (auch als Vernichtungsschmerz bezeichnet), der früher manche Betroffene sogar in den Selbstmord trieb. Die Trigeminusneuralgie befällt Frauen doppelt so häufig wie Männer, insbesondere nach dem 50. Lebensjahr. Die Gründe dafür sind noch ungeklärt, aber immerhin lässt sich die Erkrankung heute behandeln.

Synapsen© PSDesign1 – Fotolia

Was ist das überhaupt?

Unter Neuralgie versteht die Medizin einen akuten, anfallsartig einsetzenden, äußerst heftigen Schmerz im Versorgungsgebiet eines bestimmten Nerven. Solche Neuralgien können überall am Körper auftreten. Die bekannteste von ihnen ist die Trigeminusneuralgie.

Der Trigeminus ist ein Hirnnerv mit drei Ästen (lateinisch tri = drei, geminus = doppelt, zwillingshaft). Seine Wurzel steht in diesem Fall in einem engen Kontakt mit einer Hirnarterie. Die drei Äste versorgen die Stirn, den Ober- und den Unterkiefer mit sensiblen Fasern. In dieser Hirnarterie pulsiert natürlich Blut und durch dieses Pulsieren wird der Gesichtsnerv immer und immer wieder gereizt. Auf Dauer werden dann Schmerzen ausgelöst. Diese treten in der Regel einseitig auf: am Kinn, Ober- und Unterkiefer, Wangen oder Stirn. Wenn es an einer Stelle in einem dieser Bereiche schmerzt, etwa in den Zähnen, leitet der Trigeminus diese Missempfindung an das Gehirn weiter. Da die Betroffenen beim Einschießen des Schmerzes unwillkürlich das Gesicht verziehen, heißt dieses Leiden auch „Tic douloureux“ (schmerzhafter Tic).

Zwei Formen der Trigeminusneuralgie

Unbekannt ist, warum dieses Leiden das weibliche Geschlecht und obendrein insgesamt ältere Personen häufiger befällt. Tritt eine Trigeminusneuralgie bei Jüngeren auf, handelt es sich meist um eine symptomatische Form, das bedeutet sie ist ein Symptom konkreter Ursachen wie Tumoren oder entzündlicher Veränderungen im Gehirn.

Im Gegensatz dazu lassen sich bei der essentiellen Form, um die es hier geht, keine neurologischen Veränderungen nachweisen, insbesondere keine Empfindungsstörungen. Berührungen im Gesicht werden also ganz normal wahrgenommen. Die Ursachen einer essentiellen Trigeminusneuralgie sind nicht bis ins Letzte geklärt. Es wird vermutet, dass arteriosklerotisch verhärtete Blutgefäße, die auf die Nervenwurzel drücken, eine Rolle spielen. Wahrscheinlich sind auch winzige Veränderungen in den Nerven selbst an der Entstehung des Leidens beteiligt.

Eine frühzeitige Behandlung ist das A und O

Sollten sich bei Ihnen solche Symptome einstellen, gehen Sie auf jeden Fall zügig zum Arzt. Die Beschwerden verschwinden nicht von selbst wieder. Im Gegenteil: Auf Dauer verschlechtern sie sich immer weiter. Sie können dann auch von anderen Faktoren ausgelöst werden, wenn der Nerv selbst einmal Ruhe gibt. So kann zum Beispiel auch Kälte die Schmerzen auslösen. Viele Menschen, die schon lange unter einer Trigeminusneuralgie leiden, vermeiden diese Auslöser: So gehen sie zum Beispiel bei kühlerem Wetter nicht mehr vor die Tür.

Gegen die Trigeminusschmerzen geht die Schulmedizin mit Medikamenten vor. Im Extremfall ist auch eine Operation oder Strahlentherapie nötig, wenn die Arzneimittel nicht funktionieren. Vor dem Beginn der Behandlung sollte Ihr Arzt aber immer klären, ob die Beschwerden nicht zum Beispiel vom Kiefer ausgehen.

Hilfe aus der Naturmedizin

Mit diesen Mitteln kann Ihnen die Naturmedizin helfen:

Selten reicht allerdings ein einzelnes Verfahren aus, um Sie von den starken Schmerzen zu befreien. Sie brauchen ein mehrstufiges Programm, das auf Sie persönlich eingestellt ist. Besonders gute Ergebnisse erzielt die Neuraltherapie bei Trigeminusschmerzen. Dies ist eine ganzheitliche Methode, bei der gezielt nach Störfeldern wie entzündeten Zähnen oder Narben gesucht wird. In diesem Bereich injiziert der Arzt dann ein Betäubungsmittel in schwacher Konzentration.

Trigeminus-Neuralgie Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Trigeminus-Neuralgie: Wie Sie Gesichtsschmerzen behandeln

Trigeminus-Neuralgie: ein kurzer, scharfer, wiederholter Gesichtsschmerz; eine Störung, die den größten Kopfnerv betrifft. Hier mehr dazu.

Trigeminus-Neuralgie Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Trigeminus-Neuralgie: Behandlung

Eine Trigeminusneuralgie zu erkennen, mag zwar in der Regel ziemlich einfach sein; sie zu behandeln, ist manchmal sehr viel schwieriger.

Trigeminus-Neuralgie Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Trigeminus-Neuralgie: Symptome

Leitsymptom ist der blitzartig einschießende Schmerz. Er ist so typisch für eine Trigeminusneuralgie, dass er bei der Diagnostik sofort den Verdacht darauf lenkt.

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