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TIA: Behandlungsmöglichkeiten

Ist die Ursache einer TIA einmal bekannt, ist das Ziel der Behandlung, die Störung zu beseitigen und einen Schlaganfall zu verhüten.

Je nach Ursache der TIA kann der Arzt gegebenenfalls ein Medikament zur Verminderung der Blutgerinnung verschreiben.

Er kann auch eine Operation namens Endarterektomie zur Entfernung von Ablagerungen in den Halsarterien (Karotiden) in Betracht ziehen.

Vielleicht schlägt er auch eine Carotisangioplastie vor.

Das ist eine Methode, bei der eine verstopfte Arterie mit einem ballonartigen Gerät geöffnet und darin ein kleines Metallgitter (Stent) platziert wird, das die Arterie offen hält.

Medikamente können nach einer TIA das Schlaganfallrisiko mindern

Die Einnahme einiger Medikamente kann die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls nach einer TIA senken.

Das Medikament wird entsprechend der Lokalisation, Ursache, Schwere und des Typs der TIA ausgewählt.

2 häufig verschriebene Typen von Medikamenten sind:

Thrombozytenaggregationshemmer– Sie vermindern das Verkleben der Blutplättchen. Dadurch senken sie die Wahrscheinlichkeit eines Blutgerinnsels.

Die Bildung eines Blutgerinnsels beginnt mit der Verletzung eines Gefäßes. Der Vorgang wird dann durch Gerinnungsproteine im Plasma vervollständigt.

Das am häufigsten verwendete Medikament dieser Klasse ist Aspirin®. Es ist zudem das kostengünstigste Medikament mit den wenigsten möglichen Nebenwirkungen.

Studien haben gezeigt, dass Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®) das Schlaganfallrisiko nach einer TIA um etwa 30% senken kann.

Des Weiteren könnte eine Kombination aus einer niedrig dosierten Acetylsalicylsäure und dem Thrombozytenaggregationshemmer Dipyridamol (Persantin®) verschrieben werden.

Der Wirkstoff Dipyridamol hat einen etwas anderen Wirkungsmechanismus als ASS.

Wenn ASS das weitere Auftreten von TIAs nicht verhüten kann oder Sie ASS nicht einnehmen können, könnte Ihr Arzt stattdessen auch die gerinnungshemmenden Medikamente Clopidogrel (Plavix®) oder Ticlopidin (Ticlyd®) verschreiben.

Beide sollten nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.

Antikoagulantien – Zu diesen Medikamenten gehören Heparin und Cumarinpräparate (z. B. Marcumar®). Sie beeinflussen die Proteine des Blutgerinnungssystems und nicht die Funktion der Thrombozyten.

Heparin wird bei kurzzeitigen Behandlungen angewandt, die Cumarinderivate bei längerem Gebrauch. Diese Medikamente haben einen starken gerinnungshemmenden Effekt.

Ihre Anwendung erfordert daher eine sorgfältige periodische Kontrolle und Überwachung.

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