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Wichtige Grundlagen zum Thema TIA

Sie hasten durch den Supermarkt und plötzlich verlieren Sie teilweise das Gefühl für ihren rechten Arm und das rechte Bein.

Sie halten sich an den Regalen fest, um im Gleichgewicht zu bleiben.

Sie versuchen, andere Kunden anzusprechen, aber ihre Worte hören sich verwaschen an.

Dann, nach nur einigen Minuten, verschwinden Ihre Symptome. Sie können Ihren Einkauf fortsetzen.

Sie sollten eine derartige Episode nicht ignorieren. Denn das Schwächegefühl könnte eine transitorische ischämische Attacke (TIA) gewesen sein.

Etwa ein Drittel der Personen, die eine TIA durchgemacht haben, erlitt innerhalb der folgenden 5 Jahre einen Schlaganfall.

Sie können Ihr Schlaganfallrisiko dadurch senken, dass Sie sich nach einer TIA in sofortige Behandlung begeben.

Transitorische ischämische Attacke: Eine Region des Gehirns wird nicht ausreichend durchblutet

Während einer TIA ist die Durchblutung in einer Hirnregion vorübergehend vermindert.

Dies tritt am häufigsten dann auf, wenn kleine Stücke von Ablagerungen aus Arterien oder ein winziges Blutgerinnsel aus dem Herzen in das Gehirn gelangen und eine Arterie verstopfen.

Die Episoden dauern im Allgemeinen zwischen 5 und 30 Minuten.

Die Auswirkungen verschwinden innerhalb von 24 Stunden und hinterlassen keine sichtbaren Dauerschädigungen.

Anzeichen und Symptome einer TIA ähneln solchen eines frühen Schlaganfalls. Dazu gehören unter anderem:

  • Plötzliche Schwäche
  • ein abnormes Gefühl oder eine Lähmung im Gesicht, Arm oder Bein, typischerweise auf einer Körperseite.

Undeutliche oder verwaschene Sprache oder Schwierigkeiten, andere zu verstehen.

Plötzliche Blindheit überkommt einen Teil Ihres Gesichtsfeldes; manchmal ist es so, als ob ein grauer oder schwarzer Vorhang über das Gesichtsfeld fällt.

Benommenheit, Verlust des Gleichgewichts oder der Koordination.

Die transitorische ischämische Attacke kann sich wiederholen, wobei die Symptome ähnlich oder verschieden sein können.

Diese Schlaganfall-Warnung kann Ihr Leben retten

Da eine TIA nicht so dramatische Auswirkungen hat wie ein „richtiger“ Schlaganfall, wird sie ca. von der Hälfte der Betroffenen gar nicht bemerkt.

Meist führt man die Symptome auf andere Ursachen zurück und sieht auch keine Veranlassung einen Arzt aufzusuchen.

Eine TIA erhöht jedoch das Risiko, später einen Schlaganfall zu erleiden, um das Zehnfache!

Deshalb ist es wichtig zu wissen, woran man eine TIA erkennt und weshalb schnelles Handeln erforderlich ist.

Eine TIA entsteht durch eine Verengung oder Verstopfung der Blutgefäße, die zum Hirn führen.

Diese Symptome sollten Sie nicht unterschätzen, selbst dann nicht, wenn sie nach wenigen Minuten von allein wieder verschwinden:

– Plötzliche Gleichgewichtsprobleme beim Stehen oder Gehen

– Plötzliche Schwäche oder Taubheit in einem Arm oder Bein auf derselben Körperhälfte

– Plötzliche Probleme beim Sprechen oder Hören

– Plötzliche Sehminderung oder Blindheit auf einem Auge.

Wenn Sie an sich oder anderen eines dieser Symptome feststellen, rufen Sie sofort den Notarzt an (110 oder 19222).

Je schneller medizinische Hilfe erfolgt, desto geringer ist das Risiko späterer Komplikationen.

Am kommenden Dienstag erfahren Sie, welche Risikofaktoren eine TIA begünstigen, welche Untersuchungen Klarheit bringen und wie Sie die Gefahr eines echten Schlaganfalls möglichst gering halten.

Medikamente, die das Risiko reduzieren können

Ihr Arzt kann Ihnen verschiedene Medikamente empfehlen, die Ihr Risiko für Schlaganfall oder TIA herabsetzen.

Er kann eine ganze Reihe von Wirkstoffen verschreiben, die entweder Ihren Cholesterin-Stoffwechsel positiv beeinflussen, den Blutdruck senken oder Ihren Diabetes kontrollieren.

Weitere Arzneien, die das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall verringernen, sind:

  • Thrombozyten-Aggregationshemmer– Blutplättchen (Thrombozyten) sind Zellen, die für die Blutgerinnung verantwortlich sind.Die am häufigsten verwendete Substanz in dieser Klasse ist (Acetylsalizylsäure (ASS, z. B. Aspirin®).Ihr Arzt kann Ihnen aber auch Aggrenox verschreiben, das aus Aspirin und Dipyridamol besteht.Wenn ASS keine TIAs verhindert oder Sie den Wirkstoff nicht vertragen, kann Ihr Arzt auch Clopidogrel (z. B. Plavix®) verordnen.
  • Antikoagulantien (Gerinnungshemmer) – Zu dieser Gruppe gehört Heparin. Es greift auf andere Weise in den Gerinnungs-prozess ein als die Thrombozyten-Aggregationshemmer.Heparin wirkt schnell und wird kurzzeitig im Krankenhaus verwendet. Das langsamere Warfarin ist für die Langzeittherapie außerhalb der Klinik geeignet.

    Diese Medikamente verändern die Blutgerinnung so nachhaltig, dass Sie eng mit Ihrem Arzt zusammenarbeiten müssen, um die Wirkung zu überwachen.

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