Schlaganfall: Was ist das?
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Schlaganfall
GNL5356
Der Schlaganfall - medizinisch apo-plektischer Insult oder Apoplex genannt - ist eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn. Dafür gibt es zwei Ursachen: Bei 85 % ist eine Unterversorgung des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut und Glukose die Ursache. Die Mangelversorgung entsteht, wenn sich Fett und Kalk an den Gefäßwänden ablagert. Dann kommt es zu Engpässen, der Durchmesser der Gefäße verringert sich und behindert den Blutdurchfluss. Wenn dann im Gehirn der Bedarf an sauerstoffreichem Blut steigt - etwa bei körperlicher Anstrengung oder Aufregung -, reicht die Zufuhr nicht mehr aus. Das unterversorgte Hirngewebe stirbt ab.
Die Ablagerungen an den Gefäßwänden bilden zudem Hindernisse für die Blutplättchen, die daran hängen bleiben und verkleben können. Daraus bilden sich Pfropfen, die sich losreißen und mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen können und dort Blutadern verstopfen.
Bei etwa 15 % aller Schlaganfälle sind geplatzte Gefäße schuld. Es kommt infolge eines Gefäßeinrisses zur Blutung im Gehirn. Die Ursache ist meist ein Aneurysma, eine sackförmige Ausbuchtung in der Wand des Blutgefäßes. Diese Form des Schlaganfalls wird in der Medizin Insult genannt.