Schlaganfall: Vorbeugende Operationen
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Schlaganfall
GNL5356
Selbst wenn Sie keinen Symptome bemerken, kann Ihr Arzt zu einer Operation raten, wenn eine mäßige bis schwere Karotis-Verengung durch Plaques bei Ihnen festgestellt wird. Diesen Rat können auch Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall oder einer TIA erhalten. Zu den operativen Optionen zählt:
Karotiden-Endarterektomie – Der Chirurg wird einen Einschnitt am Hals vornehmen, um die Halsarterie freizulegen. Danach öffnet er die Arterie, entfernt die Plaques und schließt das Blutgefäß wieder. Unter den Patienten mit einer fortgeschrittenen Plaqueanhäufung kann diese Operation das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall deutlich herabsetzen. Es ist jedoch nicht ohne Risiko. Neben den allgemeinen Gefahren einer Operation, kann die Karotis-Endarter-ektomie selten auch ein Schlaganfall oder Herzinfarkt auslösen.
Angioplastie – Obwohl sie nicht so verbreitet ist, kann eine Angioplastie eine Kopfarterie erweitern – meistens die Karotis Bei diesem Verfahren führt der Chirurg einen Ballonkatheter in die Nähe der Verengung. Der Ballon wird aufgepumpt und drückt die Plaques an die Arterienwand. Ein kleines schlauchförmiges Metallnetz (Stent) kann eingebracht werden, um eine erneute Verengung zu verhindern. Ihr Arzt kann Ihnen zur Angioplastie raten, wenn Sie sich nicht für die Endarterektomie eignen. Ein operativer Eingriff kann auch notwendig sein, um einen hämorrhagischen Schlaganfall zu versorgen oder zu verhindern. Die häufigsten Methoden – Aneurysma-Abbindung und die Entfernung von arteriovenöse Missbildungen (AVM)– sind nicht ohne Risiko.
Die folgenden operativen Verfahren können von Ihrem Arzt empfohlen werden, falls Sie von einem akuten Riss eines Aneurysmas oder AVM bedroht sind.
Aneurysma-Abbindung – Eine winzige Klemme wird an der Basis des Aneurysmas angesetzt und isoliert das Bläschen vom normalen Blutstrom. Dadurch kann sie das Bläschen vor dem Zerreißen schützen oder das Wie-deraufbrechen eines frischen hämorrhagischen Aneurysmas verhindern.
AVM-Entfernung – Eine operative Entfernung des Bläschens ist nicht immer möglich, da es zu groß ist oder zu tief in Gehirn liegen kann. Die Entfernung einer kleinen AVM von zugänglichen Gehirnbereichen, kann das Risiko für ein Aufplatzen deutlich verringern.
Aneurysma-/AVM-Embolisation (Füllung) – Bei beiden Füllungsmethoden bringt der Chirurg eine Katheter bis zur entsprechenden Stelle und schiebt eine dünne Platinspirale in die Ausbuchtung. Die Spirale füllt den Hohlraum aus und verursacht eine lokale Blutgerinnung, sodass sich der Hohlraum selbst versiegelt.