Schlaganfall: Viel Bewegung schützt
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Körperliche Bewegung kann nicht nur einer koronaren Herzkrankheit vorbeugen, sondern – insbesondere bei Frauen – auch einem Schlaganfall. Dies zeigte sich in der größten Studie, die bisher mit Frauen gemacht wurde: der nordamerikanischen Nurses‘ Health Study. Diese Studie untersuchte im Jahr 1986 Krankenschwestern und weibliches medizinisch-technisches Personal und verfolgt seither deren Gesundheitszustand.
Zur Frage des Schlaganfalls wurden die Daten von 72.488 Frauen im Alter von 40 bis 60 Jahren ausgewertet. Der Schlaganfall kann bekanntlich zwei verschiedene Ausprägungen haben: Der ischämische Schlaganfall (Hirninfarkt) geht auf eine Blutleere infolge eines verschlossenen Gefäßes zurück (vergleichbar einem Herzinfarkt). Bei einem hämorraghischen Schlaganfall (Gehirnblutung) hat meist Blut aus einem geplatzten Gefäß einen Teil des Gehirns überschwemmt.
Die Ergebnisse der Studie: Nach acht Jahren Beobachtung hatte regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko der Frauen für einen ischämischen Schlaganfall um 40 Prozent gesenkt. Diesen Vorteil hatten selbst Frauen mit Nikotinkonsum, Übergewicht und Bluthochdruck im Vergleich zu den körperlich bequemen Frauen mit den gleichen Risikofaktoren. Ein Zusammenhang zwischen Sportlichkeit und geringerem Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall war zwar erkennbar, aber nicht statistisch signifikant.
Am günstigsten erweist sich schnelles Gehen, Radfahren, Schwimmen, Wandern, Langlauf – nicht ehrgeizig übertrieben, dafür regelmäßig und über Jahre.