Schlaganfall: Risikofaktoren
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Einige Risikofaktoren für einen Schlaganfall lassen sich nicht beeinflussen. Das Wissen jedoch, dass Sie zur Risikogruppe zählen, kann Sie dazu bewegen, Ihre Lebensweise zu ändern, so dass Ihr Risiko sinkt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die für Sie geeigneten Maßnahmen. Folgende Risikofaktoren für einen Schlaganfall lassen sich nicht beeinflussen.
Familiengeschichte – Ihr Risiko ist höher, wenn ein Elternteil bzw. Geschwister von Ihnen bereits einen Schlaganfall oder eine TIA erlitten hat.
Alter – Allgemein steigt das Risiko mit zunehmendem Alter an.
Geschlecht – Bei Männern liegt das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall höher als bei Frauen vor der Menopause. Männer und Frauen haben ein gleiches Risiko für eine intrazerebrale Massenblutung, während Frauen einem höheren Risiko für eine Subarachnoidalblutung ausgesetzt sind.
Rasse – Amerikaner afrikanischer Abstammung sind einem höheren Schlaganfallrisiko ausgesetzt als andere ethnische Gruppen oder Europäer.
Es ist nie zu spät, die Risikofaktoren in Ihrem Leben zu ändern, die Sie beeinflussen können. Dazu gehören zum Beispiel:
Hoher Blutdruck (Hypertonie) – Hoher Blutdruck wird als Risikofaktor für nahezu alle Schlaganfälle betrachtet. Je höher der Blutdruck, desto höher das Risiko.
Bluthochdruck ist ein Risikofaktor sowohl für den hämorrhagischen als auch den ischämischen Schlagfanfall. Hoher Blutdruck kann die Blutgefäße im Gehirn schwächen und schädigen, was sie anfälliger für Blutungen und Atherosklerose macht.
Unerwünschter Cholesterinspiegel im Blut – Hohe Blutwerte des LDL (low density lipoprotein)-Cholesterins können das Atheroskleroserisiko erhöhen. Durch einen hohen Cholesterinspiegel können sich LDL an den Arterienwänden ansammeln, wo sie sich zu Plaques verhärten können. Hohe Trigylzeridwerte, ebenfalls ein Blutfett, können auch das Risiko für Atherosklerose erhöhen.
Im Gegensatz dazu bieten hohe Werte des HDL (high density lipoprotein)-Cholesterins einen Schutz, da sie offenbar die Bildung von Plaques verhindern können, indem sie das LDL-Cholesterin über die Leber aus dem Körper ausscheiden.
Um Ihr Risiko für Atherosklerose deutlich zu senken, sollte Ihr Cholesterin-spiegel bei 90 bis 100 mg/dl (Milligramm pro Deziliter Blut) liegen, auch wenn Cholesterinwerte unter 130 mg/dl allgemein als wünschenswert angesehen werden. Ihre Triglyceridwerte sollten unter 150 mg/dl und Ihre HDL-Werte über 45 ng/dl liegen. Welche Cholesterinspiegel wünschenswert sind, hängen auch von anderen Risikofaktoren ab. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, welche Werte für Sie empfehlenswert sind.
Zigarettenrauchen – Wenn Sie rauchen, ist Ihr Schlaganfall um das 2- bis 4-fache höher, als wenn Sie nicht rauchen. Menschen, die mit dem Rauchen aufhören, können ihr Risiko innerhalb von 5 Jahren signifikant senken.
Kardiovaskuläre Erkrankungen – Eine ganze Reihe von Herzerkrankungen können das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen. Etwa 15% der Schlaganfall-Patienten haben auch Vorhofflimmern – eine unregelmäßige und oft schnelle Schlagfolge der Herz-Kammern. Vorhofflimmern kann zu Thrombenbildung im Herz führen, was eine Embolie auslösen kann, wenn der Thrombus das Gehirn erreicht.Weitere Herzkrankheiten, die Risikofaktoren für einen Schlaganfall darstellen, sind kongestives Herzversagen („Stauunsinsuffizienz“), eine Entzündung der Herzklappen (Endokarditis) eine Herzklappenoperation sowie ein früherer Herzinfarkt. Darüber hinaus deutet Atherosklerose in Herzgefäßen darauf hin, dass Atherosklerose auch in anderen Blutgefäßen vorliegt, darunter auch die Blutgefäße, die das Gehirn betreffen.
Diabetes – Diabetes verdreifacht das Schlaganfallrisiko. Wenn Sie Diabetes haben, kann Ihr Körper nicht nur Insulin, sondern auch Fette unzureichend verwerten, so dass Sie ein höheres Risiko für Bluthochdruck haben. Diese mit Diabetes verbundenen Erkrankungen erhöhen das Risiko der Entwicklung einer Atherosklerose. Diabetes beeinflusst auch die Blutgerinnselbildung des Körpers, was wiederum das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall erhöht.
Ein früherer Schlaganfall oder eine TIA – Wenn Sie bereits einen Schlaganfall gehabt haben und Sie über 45 sind, erhöht sich Ihr Risiko, einen erneuten Schlaganfall zu erleiden, um das 10- bis 20-fache.
Etwa 30% bis 40% der Menschen, die eine transitorisch-ischämische Attacke erlitten haben, bekommen einen ischämischen Schlaganfall. Im Zusammenhang mit anderen Risikofaktoren kann der Prozentsatz sogar noch höher sein.