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Schlaganfall: Risiko nach Herzinfarkt am größten

Eine neue Studie der Mayo Clinic hat gezeigt, dass das Schlaganfall-Risiko im 1. Monat nach einem Herzinfarkt 44-mal größer ist als das allgemeine Schlaganfall-Risiko der Bevölkerung. Das erhöhte Risiko fällt nach dem 1. Monat schnell ab, bleibt allerdings noch 3 Jahre nach einem Herzinfarkt 2- bis 3-mal höher im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung.

Diese Forschungsergebnisse beleuchten ein neues Gebiet der Nachsorge und Behandlung, dass bisher häufig von den Bemühungen verdrängt worden ist, einen zweiten Herzinfarkt oder Herzversagen in den Monaten bzw. Jahren nach einem ersten Herzinfarkt zu verhindern. Die Forschungsergebnisse der Mayo Clinic wurden im Dezember 2005 in den Annals of Internal Medicine veröffentlicht. Für die Studie wurden die medizinischen Daten von 2.160 Patienten ausgewertet, die zum ersten Mal einen Herzinfarkt erlitten hatten. Von 273 Patienten mit einem Schlaganfall trat der Schlaganfall in 18% der Fälle im ersten Monat nach dem Herzinfarkt auf. 95% der Schlaganfälle wurden durch einen Gefäßverschluss (ischämischer Schlaganfall) ausgelöst, bei dem das Gehirn oder einzelne Hirnbereiche von der Durchblutung abgeschnitten sind und daher nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Es ist sehr wichtig, auf die Anzeichen und Symptome eines Schlaganfalls zu achten, die eine Notfallbehandlung erfordern, wie zum Beispiel Taubheitsgefühle, Missempfindungen bis hin zu Lähmungserscheinungen im Gesicht (am häufigsten sind halbseitig herabhängende Mundwinkel), Armen und Beinen, Sprach-, Schluck- und Sehstörungen sowie ein Verlust von Gleichgewicht und Koordination.

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