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So kommen Sie den „Kribbelbeinen“ auf die Schliche

Bei diesen „ruhelosen Beinen“ liegen Missempfindungen – Kribbeln, Reißen, Brennen, Jucken oder Ziehen – in den Gliedmaßen vor, fast immer sind die Beine davon betroffen, hin und wieder auch die Arme. Da die Symptome meist abends oder nachts auftreten, werden die Betroffenen um ihren Schlaf gebracht. Manchmal wandern sie die ganze Nacht umher und finden erst in den Morgenstunden Ruhe. Logischerweise beeinträchtigt das die Lebensqualität nicht unerheblich, denn sie sind tagsüber oft bleimüde. Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Antriebsmangel, Rastlosigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Magen- und Darmbeschwerden stellen sich fast zwangsläufig ein. Häufig gestellte Diagnose: Burnout-Syndrom, also chronische Erschöpfung. Doch diese Erschöpfungskrankheit lässt sich durch ein anderes Schlafverhalten und einen anderen Tagesablauf in den Griff bekommen. Beim RLS gelingt das nicht.

Vier Fragen helfen Ihnen, der richtigen Diagnose auf die Schliche zu kommen:

  • Bestehen Missempfindungen in den Beinen und gelegentlich auch in Armen wie Ziehen, Jucken, Brennen und Reißen?
  • Treten die Beschwerden vor allem in Ruhesituationen auf?
  • Bessern sich die Beschwerden durch Bewegung?
  • Verschlechtern sich die Beschwerden gegen Abend und vor allem im Laufe der Nacht?

Oftmals bewegen sich Beine oder Arme im Schlaf wie von selbst. Oder es kommt zu unwillkürlichen Beinbewegungen im Wachzustand und in der Ruhe. Die Beine lassen sich nicht mehr bewusst kontrollieren. Ein wichtiger Hinweis auf das Restless-Legs-Leiden: Die Beschwerden bessern sich, wenn die Beine – insbesondere die Unterschenkel – heiß oder kalt gebadet werden.

Die Ursache der Krankheit ist noch nicht genau bekannt. Möglicherweise ist die Übertragung von bestimmten Nervensignalen gestört oder defekt. Das Leiden tritt unabhängig vom Alter auf. Am Anfang stellen sich die Beschwerden oft nur sporadisch ein. Sie können mehr oder weniger intensiv sein. Schwere Krankheitsverläufe sind meist im mittleren bis höheren Lebensalter anzutreffen. Ruhelose Beine müssen immer medizinisch abgeklärt werden. Wahrscheinlich liegt die Ursache im Zentralnervensystem, also im Gehirn und im Rückenmark. Bei der gestörten Signalübertragung zwischen den Nervenzellen spielt der Botenstoff Dopamin eine zentrale Rolle. Durch die Gabe des Wirkstoffes L-Dopa kann den Symptomen Einhalt geboten werden. Daraus wurde das einzige Medikament (Präparatename: Restex) entwickelt, das für die Diagnose RLS bislang zugelassen ist und von den Krankenkassen bezahlt wird. Die Arznei bringt rasche Besserung. Die Menge wird für die einzelne Patienten individuell festgelegt. Das kann sich im Bereich zwischen einer Einmalgabe und der Dauertherapie bewegen. Nebenwirkungen sollen nach Angabe des Herstellers Hoffman-La Roche wenig ausgeprägt sein. Anfängliche Übelkeit legt sich rasch wieder. Bislang wurden ähnliche Medikamente eingesetzt, die jedoch nur für die Parkinson-Erkrankung zugelassen sind, bei der ein Mangel an Dopamin vorliegt.

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Alte Kommentare
  • Marion SillPfau schrieb am 29.04.2010, 13:19 Uhr

    Artikel: so kommen Sie den Kribbelbeinen auf die Schliche. Ich hatte das gleiche Problem. Da ich aber auf allopathische Medikamente allergisch reagiere, wagte ich einen Versuch mit einem homöopathischen Mittel und zwar Zincum metallicum D 6. Mir hat es zumindest geholfen. Mit freundlichen Grüssen Marion Sill-Pfau

  • Ingrid Jauernik schrieb am 29.04.2010, 19:45 Uhr

    Bei diesen „ruhelosen Beinen liegen Missempfindungen - Kribbeln, Reißen, Brennen, Jucken oder Ziehen - in den Gliedmaßen vor. Mit diesen Symtomen schlug ich mich Jahre herum. Mal schlimmer, Mal weniger schlimm. Auf jeden Fall sollte man seine Blutwerte; inbesondere den Hb und den B12-Wert, der auch für das Funktionieren der Nerven wichtig ist überprüfen lassen. Ich hatte ständig zu niedrige Werte. Bei einem Hb-Wert von 5,3 mmol/l ging es mir ganz schlecht. An Schlafen war nicht zu denken. Substitutionen mit Eisen-Präparaten brachten nicht viel. Auch venös verabreichtes Eisen hielt nicht lange vor. Erst eine Ernährungsumstellung zur Naturkost mit frisch gemahlenem Getreide für Müsli und selbstgebackenes Brot und viel Gemüse lies die Symtomen vollkommen verschwinden. Manchmal ist weniger, mehr.

  • KARL August Pauw schrieb am 30.04.2010, 01:04 Uhr

    Ich leide seit vielen Jahren unter RSL und nehme pramipexol 0,18 mittags und abends, mir hilft dieses an sich für Parkinson gedachte Medikament sehr gut. Auch das von Marion Sillfau erwähnte Zincum metallicum habe ich ausprobiert. Ohne grossen Erfolg, aber vielleicht habe ich es nicht lange genug genommen. Restex läuft in Spanien unter dem Namen Madopar retard, mit der gleichen Zusammensetzung. Die Behauptung von Roche Farma bezüglich der möglichen Nebenwirkungen ist stark untertrieben..In der spanischen Version gehn die Móglichkeiten von Müdigkeit und plötzlichem Einschlafen über hipotension postural,blefaroespasmo,disquinesias,distonie, genaue überwachung der Leber- Nieren und Herzfuntionen, Blutdruck, und noch einiges mehr, wie unwillkürliche Bewegungen coreiformes oder atetosicos. Zwar Müssen diese Nebenwirkungen nicht auftreten, aber die Liste der Möglichkeiten ist erschreckend. mit freundlichem gruss

    • Krähenbühl Walter antwortete am 02.05.2010, 11:19 Uhr

      Ja, zum Glück gibt es Pillen, wenn man nicht weiss was die Beschwerden auslösen, mit den kleinen Dingern sind sie gleich weg! Symptombekämpfung = männliches Prinzip, immer gleich mit dem Hammer, bevor man weiss um was es geht, einfach mal präventiv. Haben Sie sich schon mal überlegt, was bei Ihnen heute im Schlafzimmer abgeht? Elektrosmog, Hochfrequente Strahlung im Bereich der Hirnfrequenzen? UMTS von aussen, DECT und WLAN von innen durchdringen heute fast alle Schlafzimmer! Dadurch können Fehlsteuerungen im Körper entstehen, den Nervenbahnen, welche die unterschiedlichsten Symtome hervorrufen, so individuell wie die Menschen sind, in was für einer Situation, oder einem Gesundheitszustand, emotionalen oder geistigen Stress sie stehen. Dem kann in vielen Fällen wirksam entgegengetreten werden, indem die Ursachen beseitigt, bioverträglich gemacht werden! Es gibt aber nicht ein Rezept, sondern es geht individuell um die Betroffenen und Ihre Situation. Erkundigen Sie sich auf der Homepage von: aqua-geo-vita.ch. Abklärungen können ohne weiteres per mail oder Telefon gemacht werden. Danach kann das weitere Vorgehen festgelegt und individuell durchgeführt werden. Es lohnt sich und gibt ganz neue Erfahrungen.

    • Marion SillPfau antwortete am 02.05.2010, 14:32 Uhr

      Beitrag von Herrn Pauw zum Thema: Unruhige Beine. Meine Heilpraktikerin, die mir Zincum metallicum D 6 verschrieben hatte, empfahl mir, dieses Medikament mindestens 6 Wochen einzunehmen, bevor überhaupt eine wahrzunehmende Besserung eintreten könnte. Nun ja, nach 4 Wochen bemerkte ich schon eine leichte Besserung. Aber jeder Mensch ist anders, es könnte vielleicht auch 12 Wochen dauern, bis eine Besserung oder gar Symptomenfreiheit eintritt. Manchmal ist es nötig, dass das Mittel in einer höheren Potenzierung eingenommen werden muss. Dazu sollte man sich aber immer an einen Fachmann/Fachfrau wenden. Mit freundlichen Grüssen Marion Sill-Pfau

    • Karl August Pauw antwortete am 15.04.2015, 10:36 Uhr

      Hallo Carlos, lange ohne Nachrichten geblieben. Auf einer Seite im Internet sah ich plötzlich, dass Du an RSL leidest, wenigstens 2010, so ALT IST DIE nACHRICHt OHNE EMAIL-ADRESSE. Hat denn Restex-Madopar retard geholfen? Ich weiss zwar nicht, worum es dabei geht, aber GUTE BESSERUNG jedenfalls! Der Manfred (Wennmann) vom Bodensee.

  • Elke Ringmann schrieb am 29.06.2010, 18:16 Uhr

    Ich bin Ernährungsberaterin, Mitglied der isg-akademie u. arbeite eng mit mehreren Heilpraktikern, Ärzten u. Biochemikern zusammen. Es ist richtg, dass RLS auf die nicht mehr optimale Funktion des Zentralnervensystems zurückzuführen ist. Studien zufolge hat man festgestellt, dass bei der Unterversorgung mit Nährstoffen darunter speziell wichtige Mikromineralien, die Überlebensfunktion des Körpers so eingestellt ist, dass der Körper zur Aufrechterhaltung anderer wichtiger Körperfunktionen wie z.B. Atmung, Herzschlag, Verdauung wichtige Nährstoffe aus dem Gehirn abzieht. Nährstoffe werden in Hormone u. Enzyme umgewandelt. Fehlen bestimmte Nährstoffe kommt es zu Fehlfunktionen. Dopamin ist so ein wichtiges Hormon bspw.. Kann dieses Hormon aufgrund Mangelernährung nicht hergestellt werden, kommt es im Körper zu diesen unkontrollierten Bewegungsabläufen, Zittern o.ä. Parkinson. RLS ist nachweislich ein starker Mangel an Calc./ Mag., Selen, Zink, Kalium, Natrium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Molybdän, Jod, Chrom, Kadmium, Mangan, Silber u.v.a.m.. Ein Mangel an wichtigen Nährstoffen führt auch zu Depressionen, Alzheimer oder MS. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass Jod nicht gleich Jod ist u. Chrom nicht gleich Chrom. Mikromineralien wie der Name schon sagt müssen in kleinster Form Nano vorliegen, damit sie in unsere Körperzellen passen aufgenommen werden können. Sind sie größer, passiert genau das Gegenteil u. es kommt zu Vergiftungen wie z.B. bei Chrom oder Eisen. In kleinsten Mengen, also in Spuren, daher auch Spurenelemente genannt, sind sie jedoch fü den menschlichen Körper lebensnotwendig. Sie haben u.a. hohe Entgiftungsfunktionen u. sind an der Herstellung körpereigner Hormone u. Enzyme beteiligt. Cal./ Mag. allein sind an der Herstellung von ca. 200 - 300 verschiedenen Enzymen beteiligt.