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Grundlagenwissen zum Thema Restless Legs Syndrom

Das Restless Legs Syndrom, auch RSL, Unruhige Beine, Wittmaack-Ekbom-Syndrom oder nach einem Beschluss der International Restless Legs Study Group Willis-Ekbom Disease genannt, ist eine neurologische Erkrankung der Beine und Füße, seltener auch der Arme. Es gehört zu den extrapyramidalen Hyperkinesen; hierbei handelt es sich um Bewegungsstörungen, die auf eine Fehlfunktion des extrapyramidalmotorischen Systems, einem bestimmten Teil des Gehirns, zurückzuführen sind.

In Deutschland sind zwischen fünf und zehn Prozent der Bevölkerung vom Restless Legs Syndrom betroffen, was es zu einer der häufigsten neurologischen Erkrankungen macht; 60 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Die Ursachen der Erkrankung sind bisher nicht geklärt; man vermutet aber eine Fehlfunktion des Nervenstoffwechsels, da Patienten häufig gut auf die Gabe einer dem Botenstoff Dopamin nachempfundenen Medikation reagieren.

Symptome beim Restless Legs Syndrom

Die Symptome können von Patient zu Patient variieren; typisch sind jedoch ein Ziehen, Reißen oder Kribbeln in den Beinen sowie Muskelzuckungen, die sich bemerkbar machen, wenn der Betroffene zur Ruhe kommt – gerne also abends oder nachts. Die Beschwerden können einseitig, beidseitig oder auch abwechselnd auftreten. Kurzfristige Linderung verschafft Bewegung, wie beispielsweise aufstehen und herumgehen. Das Restless Legs Syndrom ist somit nicht nur ausgesprochen unangenehm, sondern stört auch den Schlaf, was in der Folge zu Erschöpfungszuständen führen kann. Die Diagnose wird nach gründlicher Anamnese gestellt.

Ursachen und Behandlung

Beim Restless Legs Syndrom unterscheidet man zwischen symptomatischer oder idiopathischer RLS. Erstere ist die Folge einer Grunderkrankung, wie beispielsweise Eisenmangelanämie, Niereninsuffizienz oder Arthritis. RLS kann auch nach Einnahme bestimmter Medikamente entstehen oder durch eine Schwangerschaft ausgelöst werden. Die Veranlagung für die idiopathische Form des RLS ist vererbbar. Die Ursachen für Restless Legs bei Schwangeren sind bisher unbekannt. Bei jeder dritten bis vierten Frau kommt es im letzten Drittel der Schwangerschaft zu den Symptomen, die meistens nach der Geburt schwächer werden und wieder verschwinden.

Ein symptomatisches Restless Legs Syndrom muss häufig nicht speziell behandelt werden: Kann die Ursache für unruhige Beine herausgefunden und erfolgreich therapiert werden, verschwindet es in den meisten Fällen von alleine. Beim idiopathischen Restless Legs Syndrom ist nach heutigem Kenntnisstand keine Heilung möglich. Die Beschwerden können aber durchaus gelindert werden. Hierzu wird bei der Therapie nach eingehender Überprüfung aktueller Medikamentengaben und dem Ausschluss zugrundeliegender Erkrankungen auf Medikamente zurückgegriffen, die die Kommunikation zwischen den Nervenzellen verbessern sollen.

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