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Parkinson: Frühe Symptome

In vielen Fällen beginnt die Parkinson-Krankheit mit einem leichten Zittern, das in Ruhe auftritt, sich bei Bewegung vermindert und im Schlaf ausbleibt. Im Laufe der Zeit verlangsamen sich die Bewegungen (Bradykinese) wie das Gehen, die Armbewegungen und der Lidschlag. Dabei fällt vor allem der Beginn der Bewegung schwer (Akinese).

Die Arme bewegen sich nicht mehr mit, was das Gleichgewicht stört. Die Muskelspannung ist erhöht (Rigor). Die gesamte Haltung fällt leicht gebeugt aus, die Arme sind leicht angewinkelt, die Knie nicht durchgestreckt. Die Betroffenen gehen mit kleinen Schritten, manche geraten ins Trippeln und haben Schwierigkeiten, sich zu wenden.

Anfangs nur wenige Symptome

Die allgemeine Verlangsamung macht sich unter Umständen beim Sprechen bemerkbar. Die Stimme wird leiser und eventuell heiser. Unter Stress fallen Rhythmus und Artikulation beim Sprechen holperig aus. Die Schrift wird kleiner, vor allem die Rundungen fallen schwer. Kommt noch eine Erstarrung der Mimik (Maskengesicht) hinzu, wirken die Betroffenen teilnahmslos und abwesend. Dabei sind sie innerlich voll präsent.

Darüber hinaus können eine hartnäckige Verstopfung oder Probleme beim Wasserlassen sowie übermäßiger Speichelfluß oder Schwitzen auftreten. In seltenen Fällen sind zu Beginn alle Anzeichen vorhanden. Bei einer Kombination von mehreren Symptomen sollten Sie dies dem Arzt mitteilen.

Kampf gegen die Trägheit

In den Anfangsstadien der Parkinson-Krankheit sollten Sie sich dagegen wehren, dass Trägheit Ihren Alltag bestimmt. Wenn Sie aktiv bleiben, unterstützen Sie die Erhaltung von Muskeltonus und Muskelfunktion. Dadurch bleiben Mobilität, Gleichgewicht, Koordination und allgemeines Wohlbefinden bestehen.

4 Tipps

  • Betätigen Sie sich regelmäßig körperlich. Die Übungen müssen nicht lange dauern und anstrengend sein. Sie sollten sie jedoch täglich konsequent durchführen. Wenn Sie sich einmal pro Woche überanstrengen, ermüdet Sie das nur.
  • Beanspruchen Sie den ganzen Körper. Gehen fällt schwer, daher ist man geneigt, ausschließlich an dieser Fähigkeit zu arbeiten. Ein Physiotherapeut kann verschiedene Bewegungsübungen empfehlen sowie Übungen, die wichtige Muskelgruppen sowie Finger- und Gesichtsmuskeln betätigen. Ein Logopäde hilft bei der Ausarbeitung eines Programms, durch das sich die Sprach- oder Schluckprobleme bessern können.
  • Vermeiden Sie Ablenkungen, denn Bewegung erfordert Konzentration. Bitten Sie jemanden, mit Ihnen zu gehen und verschieben Sie das Telefonat auf ein anderes Mal.
  • Beobachten Sie Ihre Bewegungen. Arbeiten Sie mit einem Spiegel oder bitten Sie jemanden um Hilfe. Bei den Übungen sollten Sie darauf achten, dass Sie bei jeder Bewegung Ihren ganzen Bewegungsspielraum ausschöpfen.

Beschäftigungstherapie als weitere Option

Wenn Sie in einem späteren Stadium Schwierigkeiten mit den täglichen Übungen haben, kann ein Beschäftigungstherapeut Ihnen behilflich sein, die Grenzen Ihrer Selbständigkeit zu erweitern. Dies könnte beispielsweise durch Veränderungen in Ihrer Wohnung, durch das Lernen von neuen Bewegungsformen oder die Benutzung von Hilfsgeräten erfolgen.

Kontakt zu regionalen Selbsthilfegruppen vermittelt die Deutsche Parkinson-Vereinigung e.V., Bundesverband, Moselstr. 31, 41646 Neuss, Tel. 02101/41016, Fax 02101/45445.

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