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Parkinson: Deuten Sie die Anzeichen richtig

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Parkinson-Krankheit

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Sie können jahrelang an der Parkinson-Krankheit leiden, bevor sich Ihr Leben durch die Erkrankung einschneidend verändert. Bei den meisten Betroffenen treten mindestens zwei von drei Anzeichen und Symptomen früh im Krankheitsverlauf auf:


  • Verlangsamte Bewegungsabläufe (Bradykinesie) – Oft haben die Betroffenen zuerst ein Problem mit schnellen oder geschmeidigen Bewegungen. Es kann für sie schwierig sein, Bewegungen zu planen und zu beginnen. Die Bradykinesie kann alle Bereiche des täglichen Lebens betreffen, angefangen vom ersten Schritt nach dem Aufstehen bis zum Unterschreiben eines Schriftstücks.

  • Zittern (Tremor) – Das Zittern beginnt häufig an einer Hand und ähnelt dem Drehen einer Pille zwischen Daumen- und Zeigefingerspitze. Parkinson-Patienten nehmen es im Ruhezustand am ehesten wahr. Bei zielgerichteten Bewegungen oder im Schlaf verschwindet es häufig. Das Zittern kann auch auf Beine und Kiefer übergreifen. Jedoch tritt es bei circa einem Drittel der Parkinson-Patienten überhaupt nicht auf.

  • Rigidität (Steifheit) – In frühen Stadien der Erkrankung nehmen Patienten die Rigidität (die als eine Art Steifheit wahrgenommen wird) am häufigsten dann wahr, wenn die Gliedmaßen sich einer Bewegung widersetzen.Im Krankheitsverlauf können weitere Anzeichen und Symptome hinzukommen, die den Patienten zunehmend einschränken:

  • Haltungs- und Gleichgewichtsstörungen – Aufrechtes Gehen oder Sitzen fällt den Betroffenen schwer. Ihr charakteristischer Gang ist langsam, schlurfend und vornüber gebeugt. Der Verlust des Gleichgewichtssinns kann das Gefühl auslösen, nach vorne zu fallen. Die Gleichgewichtsstörungen können durch Medikamente gegen die Parkinson-Krankheit nicht gelindert werden.

  • Sprachschwierigkeiten – Ein frühes Symptom der Parkinson-Krankheit ist oft eine Veränderung der Sprache. Sie wird leiser, langsamer und oft schlechter verständlich.

  • Schwankende Stimmungslage – Angstzustände und Depressionen sind häufig.

  • Gedächtnisverlust – Bei fortschreitender Parkinson-Krankheit können sich Gedächtnisverlust und andere Anzeichen einer Demenz entwickeln. Bei schätzungsweise einem Viertel der Parkinson-Kranken ist dies der Fall. Eine Demenz kann häufig nicht durch Medikamente gegen die Parkinson-Krankheit beeinflusst werden. Tatsächlich können manche Medikamente, die bei der Parkinson-Krankheit eingesetzt werden, die Demenz verschlimmern.

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