MenüMenü

Anzeichen der Parkinson-Krankheit früh erkennen

Die Parkinson-Krankheit, von den Medizinern Morbus Parkinson genannt, ist eine der häufigsten neurodegenerativen Krankheiten. Die Bezeichnung „neurodegenerativ“ bedeutet: auf den Untergang von Nervenzellen zurückgehend.

Gemeinhin gilt der Morbus Parkinson als eine Krankheit der späteren Lebensjahre, weil er meist erst zwischen dem 50. bis 75. Lebensjahr offenkundig wird. Aber schon Vierzigjährige können daran erkranken! In Deutschland sind über 250. 000 Menschen von dieser schweren Krankheit betroffen. Die Dunkelziffer ist hoch: Über 80.000 schätzen Experten, denn es dauert oft lange, bis eine Parkinson-Erkrankung erkannt wird. Frauen leiden daran genauso häufig wie Männer.

Die langsam fortschreitende Krankheit beeinträchtigt das ganze Leben – der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Zunehmende Bewegungsstörungen erschweren den Alltag. In sehr schweren Fällen kommt es schließlich zu geistigem Verfall.

Parkinson ist bis jetzt noch nicht heilbar. Aber es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten, die das Leben mit der Krankheit erträglicher machen können. Zahlreiche Medikamente vermögen die Symptome in Schach zu halten – lösen allerdings ihrerseits wieder unerwünschte Wirkungen aus. Begleitende Maßnahmen wie Geh- und Sprechtraining oder Heilgymnastik können sehr viel erreichen, die Beeinträchtigungen durch das Leiden mildern und die Berufsfähigkeit verlängern. Dafür ist Disziplin nötig, vor allem aber eine Behandlung, die schon früh einsetzen sollte und sich nach der individuellen Ausprägung richtet.

Die Krankheitszeichen

Die Parkinson-Krankheit wird auch als Schüttellähmung bezeichnet, weil eines ihrer auffälligsten Symptome ein unkontrollierbares Zittern (Tremor) vor allem der Hände (meist einer Hand) ist. Es wird auch als „Pillendrehen“ bezeichnet. Der englische Arzt James Parkinson beschrieb erstmals die Symptome dieser Erkrankung 1817 und bezeichnete sie als „Shaking Palsy“, als Schüttellähmung. Doch tritt dieser Tremor, das Zittern von Hand, Fuß oder Kopf, nicht bei allen Betroffenen auf. Andererseits kann ein Händezittern auch andere und harmlose Ursachen haben. So verhält es sich anfangs mit anderen Anzeichen, die den Parkinson begleiten: Jedes Symptom für sich kann eine andere Ursache haben. Erst die Kombination mehrerer Zeichen läßt Rückschlüsse auf den Morbus Parkinson zu. Nur selten sind sie anfangs zahlreich vorhanden; das Vollbild zeichnet sich, individuell unterschiedlich, erst nach Jahren ab. Viele Betroffene und Ärzte vermuten deshalb zunächst ganz andere Ursachen.

Frühzeichen dem Arzt mitteilen!

Es kann Jahre dauern, bis die eigentliche Ursache der Beschwerden erkannt wird. Kostbare Zeit geht dabei verloren. Daher ist es außerordentlich wichtig, daß Sie die frühen Anzeichen kennen und sie dem Arzt auch mitteilen, damit er Sie oder Ihren Angehörigen zum Nervenarzt überweist. Der Neurologe hat als einziger die Möglichkeit, mit Hilfe verschiedener Methoden der Erkrankung auf die Spur zu kommen. Häufig ist der erste Ansprechpartner der Orthopäde, denn viele Anzeichen betreffen den Bewegungsapparat. Oder, falls die depressiven Anzeichen im Vordergrund stehen, wird mit Antidepressiva behandelt.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten